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Sandra Kunz


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Sandra Kunz | Kapuzinerstraße 22 | 94032 Passau

Lebendiges Wissen
aus früheren Zeiten


Weihrauch – Olibanum

Über den Namen:

Olibanum leitet sich vom hebräischen libanoth (laban = weiß sein, Rein sein) und vom arabischen luban = Milchsaft ab. Dieser Name leitet sich von dem frischen Harz ab, der eine weißliche Farbe hat. Weihrauch leitet sich von weih = heilig ab. Also ein zu heiligen ritualen verwendeter Rauch. Olibanum ist der Name für das Harz des Weihrauchbaumes, von dem es vielerlei Arten gibt. Die Olibanumarten (Harzarten) sind vor allem nach dem Land in dem die Weihrauchbäume wachsen benannt. Der Name Boswellia leitet sich vom Botaniker Boswell ab.



Botanik: kleiner Baum der bis 6 m hoch wird. Er wächst vor allem um den Äquatorgürtel und die Tropen: Indien, Somalia, Arabien, Jemen…. Er liebt einen felsigen, trockenen Untergrund, volle Sonne und wächst oft an Übergangszonen zur Wüste.

Es gibt viele verschiedene Weihraucharten. Als den Echten Weihrauch bezeichnet man vorallem den Boswellia sacra der auch folgende Synonyme hat: Boswellia bhan-dojana, Boswellia carteri, Boswellia thrifera sensu.

Der Boswellia sacra ist der arabische Weihrauch, der hauptsächlich aus dem Oman und dem Dhofar-Gebirge kommt. Er duftet stark, da er sehr viele ätherische Öle besitzt. Er hat besonders große helle Stücke.

Boswellia serrata ist der indische Weihrauch, er wird auch als Lobhan oder Salakhi bezeichnet. Er stammt aus Zentral- und Westindien. Er hat eine sehr dunkle Farbe von braun-grau-grün und unterscheidet sich somit von den übrigen Sorten.

Boswellia frereana (Kauweihrauch). Weiter Bezeichnung für diesen Weihrauch sind Luban Lami, Yagcar, Maydi, Maidi. Er kommt aus dem Nordosten von Somalia und aus dem Jemen. Er hat eine helle, bis beige-orangene Farbe und ist weicher als andere Weihrauchsorten. Er findet seine Verwendung als „Kaugummi“. Dazu werden mehrere kleinere Brocken in den Mund gegeben, etwas angewärmt und zerkaut. Er bildet eine kaubare Masse. Er schmeckt anfangs bitter. Er ist selten erhältlich und besitzt eine zitrusartige, intensive Note.

Boswellia papyrifera der unter dem Namen Olimanum eritrea verkauft wird. Er ist nur in kleineren Stücken erhältlich, diese sind gelblich-golden bis bräunlich und er hat eine würzig-süße Duftnote. Er stammt aus den Gebieten von Eritrea, Sudan und Äthiopien.

Das Harz verschließt die Wunden des Baumes und sorgt dafür das keine Erreger (Parasiten) in den Baum gelangen. Somit sieht man die adstringierende, schützende, wundheilende Wirkung.

Qualitätsmerkmal: Da auch Fälschungen mit Fichtenharz und Gummi im Handel erhältlich sind, bzw. oft als Weihrauch verkauft wird ist es wichtig einige Erkennungsmerkmale zu kennen um keinen Betrüger ins Fettnäpfchen zu tappen. Der echte Weihrauch brennt wenn man ihn anzündet, das würde bei Fälschungen nicht passieren. Der typische Geruch von Weihrauch ist unverkennbar. Der Rauch ist bläulich-weißlich anders beim Fichtenharz der ist dunkelbraun bis schwarz.

Damit das Fichtenharz genauso aussah wie der Weihrauch wurde es in einen Ameisenhaufen gelegt und durch die Ameisensäure veränderte sich es dann.

Die Beste Qualität des Weihrauches ist normalerweise die zweite Ernte. Bei der ersten Ernte wird der Baumstamm etwas 3-4 cm eingeritzt, der herauslaufende Saft ist dann das „Harz“ das verworfen wird. 3 Wochen später wurde dann durch ein weiteres einritzen in den Baumstamm die gute zweite Ernte in den Handel gebracht. Nachdem der Bedarf in den letzten Jahren sehr gestiegen ist, wird oft auch die erste Ernte verkauft. Der Duft ist nicht so intensiv und er verbrennt schneller.

Von Weihrauchmischungen ist abzuraten, oft wird Weihrauch (oder Fälschungen) angefärbt und Mischungen beigegeben, auch künstliche Aromen werden untergemischt welche die Qualität natürlich sehr reduzieren. Rosenweihrauch z.B. ist meist mit roter Farbe und Rosenduft „verfälscht“.

Beim Kauf von Weihrauch darauf achten:


  • Keine Mischungen

  • Dass er Brennt (wenn man größere Mengen kaufen möchte, ist es wichtig die Qualität gut zu prüfen und ein Stück anzuzünden, damit man die Echtheit sieht)

  • Je klarer das Harz desto wertvoller.

  • Je heller das Harz desto wertvoller (außer beim Indischen)

  • Nicht bei allen Sorten ist die Größe ein Qualitätsmerkmal, beim Boswellia sacra sind große Stücke von größere Qualität.

  • Wenn Holzstückchen und dergleichen mit im Harz eingeschlossen sind, dann ist es keine gute Qualität.

Pflanzenfamilie: Balsambaumgewächse (Burseraceae)

Geschichtliches: Die meisten Völker der Antike nutzten Weihrauch, darunter die Hebräer, Assyrer, Ägypter, Griechen und Araber Phönizier, Chaldäer. Es war der wichtigste Räucherstoff. Seit mindestens 4000 Jahren ist er im Einsatz. Er wurde den Göttern geopfert, darunter Ischtar, die Himmelskönigin, für Adonis, Gott der wiederaufstehenden Natur, für Bel, assyrischer Hochgott, die Araber verehrten Sabis den Sonnengott, die Ägypter opferten Weihrauch Ammon von Theben. Der Weihrauch war ein Symbol der Göttlichkeit. Außerdem nutzen die Alten den Weihrauch um den bösen Geist aus den Menschen treiben, Z.B. bei Epilepsie. Weihrauch wurde zur Mumienpräparation mit verwendet.

Er ist in der Bibel erwähnt und im 2. Buch Mose.

Auch Hippokrates, Paracelsus und die heilige Hildegard von Bingen waren „Freunde“ des Weihrauches.

Im Mittelalter wurde der Weihrauch in der römischen und griechischen Kirsche in Gottesdienste eingeführt.



Die Planetenkräfte: Sonne und Saturn

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle (mit Camphen, Limonen, Cineol, Pinen und Phelandren, Candinen, p-Cymen, Borneol, Verbanon, Verbenol, Dipenten, Olibamol) Gummi, Wasser, Boswelliasäure, Bitterstoffe, Schleim.

Die Vermutung das THC (das bisher als psychoaktiver Stoff nur im Hanf vorkommt) im Weihrauch enthalten ist wurde nicht bestätigt. Allerdings wurden nicht alle Sorten untersucht, evtl. ist es doch enthalten oder wird es beim Verbrennen frei. Der Weihrauch wurde auch nicht auf andere psychoaktive Stoffe hin untersucht, die er evtl. auch besitzt. Das ein Suchtpotential besteht ist nicht zu verdenken.

Boswellinsäure wirkt entzündungswidrig und leberschützend und die ätherischen Öle wirken Keimabtötend.

Jacobus Theodorus Tabernaemontanus schreibt in seinem Neu vollkommen Kräuterbuch (1731) folgendes über den Baldrian:

„Dioscorides schreibt, dass beste und fürnhemnste Geschlecht unter dem Weyrauch sey das Nännlein und werde Stagonias genennt, das ist ein Tropf derhalben dass es von sich selbst ausfleucht und in der Gestalt eines Tropffen, an dem Baum hängen bleiben und auch von sich selbst rund wird, hat kein Schnitt, lässt sich nicht schne3iden, an der Farb weiß, und wann er zerbrochen wird, ist er innwendig feisst (fett), und so bald er zum Rauch angezündet wird, so brennt er (verbrennt schnell). Er wird aus Indien gebracht.

Aber Garcias ist garnicht der Meynung, sondern machet allein in Reich arabien, fürnehmlich in dem Königreich Saba und der so von jungen Bäumen abgelesen wird, ist schön weiß…. Es soll zur Arzney erlesen werden, welcher einen lieblichen gewürzten Geruch von sich gibet, einen bitteren Geschmack hat, dessen Klötzlein sich einem Gummi vergleichen, klar, glanzend und sauber seyn und wann man es zerbricht, fett, wann man es anzündet, eine helle Flamm von sich geben.“

Empfohlen wurde Weihrauch in Mischungen zum Räuchern:



  • Zur Stärkung des Hirns und des Hauptes

  • Bei Kopfwunden

  • Für „saubere“ Augen

  • Um Geschwüre zu heilen

  • Bei zwanghaftem Stuhlgang

„Weyrauch allein…. Auf glühende Kohlen geworffen und den Rauch in hindern Leib gelassen nimmt den Zwang zum Stuhlgang“

Äußerlich kam Weihrauch meist in Form von Pulver zur Anwendung:



  • Bei Sonnenbrand

„Weyrauch mit Milch vermischt, das Angesicht angestrichen, ist nützlich, so von der Sonne verbrennet.“

  • Wundheilend

„Es hat auch der Weyrauch ein Krafft alle frische Wunden zu heilen, zusammen zu hefften, und das Blut zu stopfen“.

Gegen Warzen

„Wann man den Weyrauch mit Essig und Pech vermischt und austreichet, vertreibt er die anfangenden Warzen…“

Weihrauchsalbe kam äußerlich zum Einsatz bei:



  • Halserkrankungen

  • Bei Geschlechtskrankheiten

„Zu Pulver zerstossen und mit Frauenmilch zu einem Sälblein gemacht, und aufgestrichen, heilet die bösen Schäden an heimlichen Orten.“

  • Bei Brustentzündung Stillender

  • Bei Ohrenschmerzen

  • Bei Erbrechen (äußerlich wurden Weihrauchpulver mit Eiklar vermengt und auf den Bauch gelegt, oder eine Salbe wurde auf den Bauch gestrichen)

Innerlich setzte Tabernaemontanus den Weihrauch bei folgenden Beschwerden ein:

  • Er stillt die Bauchflüsse (bei Durchfall und Erbrechen)

  • Bei Blutspeyen

  • Bei Magenschmerzen

  • Bei kaltem Husten

„ Dioscurides schreibet wann die gesunde Leuthe den Weyrauch trincken verursache er die Unsinnigkeit und wann man sein viel mit Wein trincke bringe er den Menschen um das Leben“

Auch die Weihrauchrinde wurde verwendet. Diese verbrennt ebenfalls und gibt auch einen wohlriechenden Rauch ab. Sie hat dieselbe Kraft wie das Harz nur ist die Rinde stärker adstringierend. Auch das ätherische Öl wurde per Destillation gewonnen und kam bei gleichen Gebrechen zum Einsatz.

Der Weihrauch kam in Form von Pillen, Emulsionen, Pflastern, Salben und Räucherpulver zum Einsatz.

Weitere Stimmen aus früherer Zeit:

Wilhelm Pelikan nannte den Weihrauch auch Stoffgewordenes Sonnenlicht.

Die Weihrauchpflanzen wandeln Licht und Wärme um.

Somit wurde er Weihrauch wegen seinem erhellenden und erwärmenden Wesen bei: -Chronischen Erkrankungen und bei seelischen Erkrankungen wie Entwicklungsstörungen der Kinder eingesetzt.

Paracelsus empfahl Kranken ihren Atem mit Weihrauch zu desinfizieren. Bzw. wenn man Pestkranke besuchte solle man selbst ein Stück Weihrauch in den Mund nehmen und dem Kranken Meisterwurz geben. (Olaf Rippe – Paracelsusmedizin)

Pesträucherung nach Paracelsus:

Weihrauch 3 EL

Myrrhe 3 EL

Opoponax 1 EL

Stinkasant ½ EL

Wachholderbeeren 6 EL

Mit dem Mörser die Zutaten zerreiben und 1 EL für 1 Zimmer verräuchern. (Magret Madejsky - Paracelsusmedizin)



Heute wird Weihrauch eingesetzt als:

  • Stimmungsaufheller

  • Bei degenerativen, entzündlichen, traumatischen Erkrankungen des ZNS

  • Bei Entwicklungsstörungen und Verhaltensstörungen (Präparate wie Aurum comp. Glob bei kindlicher Entwicklungsstörung, neben Weihrauch auch mit Myrrhe und Gold!!!)

  • Ideale Arznei für ältere Menschen weil Sonne und der Saturn vereint sind (ermöglicht leicht Übergänge) im St. Benedikter Melissengeist ist Weihrauch mit enthalten. Harze und vorallem Olibanum bringen Lebenswärme in erkaltete Krankheitsgeschehen

  • Äußerlich bei alten Narben und zur Narbenentstörung

  • Bei Lippenherpes

  • Bei juckenden Darmekzemen (in eine Salbe verarbeitet)

  • Kauweihrauch zur Desinfektion kauen (im Repha Os Mundspray enthalten)

  • Weihrauch räuchern zum Kontakt in die Anderswelt und als Opfergabe

  • Bei Nervösen Störungen

  • Bei nervösen Herzbeschwerden

  • Bei Allergien

  • Als Begleitbehandlung bei Krebs (bei bestimmten Hirntumoren bis 1200 mg Trockenextrakt)

  • Bei Hautleiden (auch Narbenkeloidbildung)

  • Bei Morbus crohn und Colitis ulcerosa

  • Bei Asthma

  • Bei Rheuma

  • Zur Schmerzlinderung

  • Um Durchblutung der Haut zu fördern.

Die Liste lässt sich bestimmt noch um ein vielfaches erweitern.

Eine sinnliche und besinnliche Weihnachtszeit

Mit duftendem Weihrauch

Wünscht Euch

Sandra Kunz
Heilpraktikerin

www.heilkunst-passau.de

Literaturnachweise:

Jacobus Theodorus Tabernaemontanus Neu vollommen kräuter Buch 1731
Reprint 1975 by Verlag Konrad Kölbl

Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel,


mediamed Verlag ISBN 3-922724-05-1





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