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Galuth jehoschua maschiach


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Neun- beziehungsweise zehnmal wird die Zahl Zwölf hier genannt: dodeka Pylonas, „zwölf Tore“, Angelus dodeka, „zwölf Engel“, dodeka Fylon, „zwölf Stämme“, Themelius dodeka, „zwölf Fundamente“, dodeka Onomata, „zwölf Namen“, dodeka Apostolon, „zwölf Apostel“, dodeka Chiliades, „zwölf Tausend“, dodeka Pylones, „zwölf Tore“, dodeka Margaritai, „zwölf Perlen“, das sind neunmal, zählen wir ho dodekatos Amethystos, „der zwölfte ein Amethyst“, mit dazu sind es zehn und sehen wir in hekaton tesserakonta tessaron Pächon, in den „hundert vierzig vier Ellen“, zwölfmal zwölf sind es zwölf. Die Flagge der „Europäischen Union“ hat auf einem blauen Hintergrund einen Kreis von zwölf Sternen, so als wollte sie die Sternenfrau imitieren, obwohl sie derzeit 27 Staatsgebilde umfasst. Die Bedeutung der Zwölf nicht nur bei den alten Isrealiten sondern bei allen Völkern der Erde kommt daher dass ein Jahr zwölf Monate hat, zwölfmal dreht sich der Mond um die Erde während die Erde sich einmal um die Sonne herumdreht. Doch geht die Rechnung nicht ganz auf, es bleibt ein Rest übrig den der nach Gaius Julius Ca´esar benannte julianische Kalender eliminiert hat. Seit dieser „Kalender-Reform“ hat das Jahr exakt zwölf Monate doch war dies nur um den Preis zu haben dass der Monat vom Mond abgetrennt wurde und nicht mehr mit dem Neumond beginnt was beim jüdischen Kalender nach wie vor der Fall ist. Um die Bewegungen von Erde und Mond in Einklang zu bringen wird den zwölf Monden des Jahres in rhythmischer Folge (siebenmal in neunzehn Jahren) ein dreizehnter Monat hinzugegeben, und daher rührt die hervorgehobene Stellung der Dreizehn welche Dinah, die einzige Tochter unter den zwölf Söhnen des Ja´akow und Jesus unter den zwölf „Aposteln“ einnimmt. Und auch der Johannes auf Patmos hat die Dreizehn nicht vergessen denn zum dreizehntenmal kommt die Zahl Zwölf im nächsten Abschnitt vor wo vom Baum des Lebens gesagt wird: en Meso täs Platejas autäs kai tu Potamu enteuthen kai ekejthen Xylon Zoäs poiun Karpus dodeka, kata Mäna hekaston apodidun ton Karpon autu kai ta Fylla tu Xylu ejs Therapejan ton Ethnon, „inmitten ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits (davon) ist der Baum des Lebens der Früchte bringt zwölf nach einem Monat je eine hingebend und die Blätter des Baumes zur Heilung der Völker“.

Oberflächlich gesehen hat sich Johannes mit der Kalenderreform arrangiert, der dreizehnte Monat fällt unter den Tisch, im Verborgenen aber rebelliert er dagegen, und dies ist wieder ein Beispiel für seine subtile Vorgehensweise. Wie leicht hätte er anstatt kai epi tois Pylosin Angelus dodeka kai Onomata gegrammenon, „und bei den Toren zwölf Engel und Namen geschrieben“, Angelus dodeka kai Onomata dodeka, „zwölf Engel und zwölf Namen“ hinschreiben können -- oder anstatt ha estin ton dodeka Fylon Hyion Israäl, „das sind die (Namen) der zwölf Stämme der Söhne von Israel“, ha estin ton dodeka Fylon ton dodeka Hyion Israäl, „das sind die der zwölf Stämme der zwölf Söhne von Israel“ wie er es bei den „Aposteln“ getan hat wo es heisst kai ep auton dodeka Onomata ton dodeka Apostolon tu Arniu, „und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes“; auch da hätte er sich damit begnügen können kai ep auton dodeka Onomata ton Apostolon tu Arniu, „und auf ihnen zwölf Namen der Apostel des Lammes“ zu sagen ohne den Sinn zu verändern. Aber er will dass wir die Dreizehn suchen und finden und deswegen hat er sie noch auf eine andere Weise versteckt. Bei der Aufzählung der Zwölf treten zweimal Zwölf besonders hervor, die zwölf Tore und die zwölf Fundamente der Stadtmauer, das sind die zwölf Söhne von Jakob und die zwölf Jünger von Jesus; und zu dieser doppelten Zwölf kommen der Gott und das Lamm sodass sich die doppelte Dreizehn des Namens ergiebt – eine Konstellation wie sie uns schon in den vierundzwanzig Alten begegnet ist die sich zu je sechs um eines der vier Lebewesen gruppierten beziehungsweise die je sechs Aspekte dieser Vier waren, und um den Gott und das Lamm.



Zwölf ist die Summe der männlichen Drei, der weiblichen Vier und der kindlichen Fünf und als solche die doppelte Sechs; und auch das Produkt von Drei, Vier und Fünf ergiebt Sechs, nämlich die Sechs in der Reihe der Zehner. Das Zeichen der Sechzig ist Ssamäch (60-40-20), genannt Wasserschlange, und genauso wird Ssamach geschrieben, sich auf etwas oder jemand Verlassen, Stützen, Unterstützen, Vertrauen. Worauf wir uns die ganze Zeit über stützten ohne es zu bemerken war Hydra, die Wasserschlange, das Ungeheuer der uns verschlingenden Zeit. Und weil Sechs die Zahl des am sechsten Tag von Älohim erschaffenen Menschen darstellt und die Einer für die Vergangenheit und die Zehner für die Gegenwart stehen ist der Mensch gegenwärtig selbst jenes Untier. Wenn er der sich selber verschlingt aber will dass er ausgespien wird wie Jonah von dem großen Fisch, in dessen Bauch er sich befand so muss er die Zwölf in der Dreizehn und die zehnfache Zwöf in der zehnfachen Dreizehn aufheben, in Ajn (70-10-50), dem Zeichen der Siebzig, in der Quelle der er zusammen mit allem Geschehen entspringt. Jonah ist die Taube die wie alle Zugvögel und unter den Fischen die Lachse und Aale ungeheuer große Entfernungen zurücklegen und den Weg zu ihrem Ursprung zurückfinden, was man sich in der Brieftaube zunutze gemacht hat. Was aber ist unser Ursprung wenn nicht der innige Wunsch nach der Lücke die hier bei allen Rechnungen offenbleibt und die Pore oder Pforte zu einer anderen Welt ist? Dies wird bekräftigt von der Tatsache dass wir wenn wir die zwölf Söhne des Jakob und die zwölf Stämme von Israel und die zwölf Gesandten des Lammes zusammenzählen zur sechsfachen Sechs gelangen die zugleich die Summe der Zahlen von Eins bis Acht ist.
Kai älthen hejs ek ton hepta Angelon ton echonton tas hepta Fialas ton gemonton ton hepta Plägon ton es´chaton kai elaläsen met emu legon: deuro dejxo soi tän Nymfän tän Gynaika tu Arniu, „und es kam einer von den sieben Boten welche die sieben Kelche hatten die gefüllt waren mit den sieben Plagen, den letzten und er sprach mit mir und sagte: komm, ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes“. Mit ähnlichen Worten hatte Johannes von der großen Hure gesprochen: kai älthen hejs ek ton hepta Angelon ton echonton tas hepta Fialas kai elaläsen met emu legon: deuro dejxo soi to Krima täs Pornäs täs megaläs täs kathämenäs epi Hydaton pollon, „und es kam einer von den sieben Boten welche die sieben Kelche hatten und sprach mit mir und sagte: komm, ich werde dir das Urteil der großen Hure zeigen die da sitzt auf vielen Wassern“. Das ist wieder ein Hinweis auf die Identität von Babylon und Jerusalem und auch darauf dass die Plagen erst dann beendet sein werden wenn wir die Hure und die Braut nicht mehr als zwei grundsätzlich voneinander unterscheidbare Kategorien von Frauen betrachten. Zur Ansicht von Babylon wurde Johannes in eine Wüste geführt, zur Ansicht des neuen Jerusalem auf einen Berg, einen großen und hohen sogar denn es heisst: kai apänenken me en Pneumati epi Oros mega kai hypsälon, „und er brachte mich im Geist auf einen Berg, einen großen und hohen“ -- in Bezug auf Babylon aber: kai apänenken me ejs Erämon en Pneumati, „und er brachte mich in eine Wüste im Geist“.

Wer aber nun glaubt damit sei die Braut gegenüber der Hure bevorzugt der sollte sich an die dritte Versuchung des Jesus erinnern als er nach seiner Taufe im Jordan vom Geist in die Wüste geführt worden war um sich vom Teufel überprüfen zu lassen: palin paralambanej auton ho Diabolos ejs Oros hypsälon lian kai dejknysin auto pasas tas Basilejas tu Kosmu kai tän Doxan auton – „abermals nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Ehre“ – kai ejpen auto: tauta soi panta doso ean peson proskynäsäs moi – „und er sagte zu ihm: alle diese will ich dir übergeben wenn du niederfällst um mich anzubeten“ – tote legej auto ho Jäsus: hypage Satana gegraptai gar: Kyrion ton Theon su proskynäsejs kai auto mono latreusas – „da sagte der Jesus zu ihm: weiche von mir Satan denn es steht geschrieben: den Herrn deinen Gott bete an und ihm allein diene“. Ironischerweise findet sich bei den angegebenen Verweisen nichts vom Anbeten sondern vom Fürchten da wir dort lesen: äth Jehowuah Älohäjcho thiro wotho tha´awod uwiSch´mo thischowea, „den Herrn deinen Gott sollst du fürchten und ihm sollst du dienen und schwören in seinem Namen“; und wiederum: äth Jehowuah Älohäjcho thiro otho tha´awod uwo thid´bok uwiSch´mo thischowea – „den Herrn deinen Gott sollst du fürchten, ihm sollst du dienen und an ihm sollst du kleben und schwören sollst du in seinem Namen“. Äth Jehowuah Älohäjcho thiro kann auch heissen: „das Unglück deiner Götter nimm wahr“, und wiSch´mo thischowea bedeutet wenn wir das Schin als Ssin lesen: „in seinem Namen sättige dich“ -- Schowa, Schwören, und Ssowa, Satt-Sein und -Werden, bestehen beide aus den Zeichen Schin, Bejth und Ajn (300-2-70). In seinem oder durch seinen Namen bist du satt von dieser Welt und verzichtest gern auf all ihre Reiche und Kronen. Hätte Jesus das Angebot des Satan der niemand anderer ist als Älohim angenommen dann wäre er zu dem König der Könige und Herr der Herren geworden zu dem man ihn gegen seinen Willen gemacht hat; doch hat er damit genauso viel oder wenig gemein wie Jehowuah mit Älohim.

Der Johannes auf Patmos hat die Überlieferung von den Versuchungen Jesu mit Sicherheit gekannt und mit dem hohen Berg ganz bewusst darauf angespielt was auch aus dem letzten Kapitel seines Buches hervorgeht wo er schreibt: kago Joannäs ho akuon kai blepon tauta kai hoti äkusa kai eblepsa epesa proskynesai emprosthen ton Podon tu Angelu tu dejknyontos moi tauta, „und ich Jochanan bin derjenige welcher diese (Dinge) hörte und sah und als ich sie hörte und sah fiel ich nieder um anzubeten vor den Füßen des Boten der mir diese (Dinge) gezeigt hat“. Der Bote weist ihn zurecht indem er sagt: to Theo proskynäson, „den Gott bete an!“ Aber Proskyneo bedeutet sich vor jemandem niederzuwerfen und den Staub zu dessen Füßen oder den Saum seines Kleides zu küssen -- Kyneo heisst Küssen -- und damit wird der Gott zu einem Großkönig nach der Art des persischen Schach-in-Schach gemacht. Alexander „der Große“ hat die Sitte der Proskynesie übernommen und zuletzt auch von seinen alten Kampfgefährten verlangt dass sie sich vor ihm niederwerfen um ihn als einen Gott zu verehren. Weil sich einer von ihnen diesem Ansinnen verweigerte hat er ihn mit seiner Lanze durchbohrt, das war in Babylon, drei Tage später starb der vergöttlichte König im Fieberwahn – und auch dies dürfte dem Jochanan bekannt gewesen sein. Wenn er seine eigene Fehlhaltung trotzdem und sogar wiederholt darlegt dann wie ich meine um uns zu zeigen wie eingefleischt sie ist und wie leicht wir in sie zurückfallen. Dieser Tatbestand wird unterstrichen von der Angabe des Boten der dem Seher das neue Jerusalem zeigt: dejxo soi tän Nymfän tän Gynaika tu Arnio, „ich zeige dir die Braut, die Frau des Lämmleins“ – wo er selbst doch zuvor gesagt hatte: kai tän Polin tän hagian Jerusaläm kainän ejdon katabainusan ek tu Uranu apo tu The´u hätoimasmenän hos Nymfän kekosmämenän to Andri autäs, „und die heilige Stadt, das neue Jerusalem, sah ich herabsteigen aus dem Himmel von Gott, bereitet wie eine Braut die sich für ihren Mann geschmückt hat“.

Setzen wir die Bausteine der verschlüsselten Rede zusammen so ergiebt sich: indem wir vor dem Engel niederfallen und ihm huldigen erhalten wir gemäß der vom Versucher in Aussicht gestellten Belohung die Braut des Lammes zur Gattin und werden zum Herrn und Besitzer des neuen Jerusalem – womit alles was neu werden wollte nur das alte Schlamassel erneuert. Kalah (20-30-5), das hebräische Wort für die Braut, ist dasselbe wie das für Vollenden, Fertigmachen, Vernichten, und wer ihr begegnet wird vollendet und vernichtet zugleich. Ihr Bräutigam das heisst ihr künftiger Gemahl ist von ganz anderer Sorte als es je zuvor einer war; weil er ein Lämmlein ist bringt er das Kindlich-Naive zum Tragen und will seine Gattin nicht alleine besitzen, er führt ihr im Gegenteil seine Rivalen und Nebenbuhler noch zu da wir hörten: to Arnion to ana Meson tu Thronu poimanej autus kai hodägäsej autus epi Zoäs Pägas Hydaton, „das Lamm das über das Zentrum des Thrones hinaus(weist) führt sie auf die Weiden und zeigt ihnen den Weg zur Quelle der Wasser des Lebens“. Diese Quelle entspringt seiner Frau die vom Himmel herabsteigt womit sie jede Erhabenheit von sich ablegt und jede Anwandlung von Unterwürfigkeit ihr gegenüber zurückweist. Kai edejxen moi Potamon Hydatos Zoäs lampron hos Krystallon ekporeuomenon ek tu The´u kai tu Arniu, „und er zeigte mir den Strom der Wasser des Lebens, leuchtend wie Kristall und herauskommend aus dem Gott und dem Lamm“. In manchen Handschriften und in der offiziellen Version steht geschrieben: ekporeuomenon ek tu Thronu tu The´u kai tu Arniu, „herauskommend aus dem Thron des Gottes und des Lammes“; doch ist der Thron hier deplaziert weil sich die Quelle des Stromes der lebendigen Wasser im Inneren der Braut des Lammes befindet -- es sei denn wir würden ihren Schoß darin sehen, da uns gesagt wird: kai ho Thronos tu The´u kai tu Arniu en autä estai, „und der Thron des Gottes und des Lämmleins wird in ihr sein“.


Kai edejxen moi tän Polin tän hagian Jerusaläm katabainusan ek tu Uranu apo tu The´u echusan tän Doxan tu The´u, „und er zeigte mir die Stadt, das heilige Jerusalem, herabsteigend aus dem Himmel von Gott und sie hatte die Ehre des Gottes“. Hä hagia Jerusaläm, das heilige Jerusalem ist wie alle Städte und Länder sowohl im Griechischen als auch im Hebräischen weiblich und in dieser Sprache müsste sie heissen Jeruschalajm hakadoschah. So wird sie aber nirgends genannt, vermutlich war den Autoren des Thanach die Identität dieses Ausdrucks mit Jeruschalajm haKadoschah, „Jerusalem die Tempelhure“, die Dienerin der Liebesgöttin, zu peinlich. Stattdessen sagten sie Jeruschalajm Ir haKodäsch, „Jerusalem, Stadt des Heiligen“, ohne zu bedenken dass Kodäsch auch ein „Tempelhurer“ ist, ein Diener der Liebesgöttin, das männliche Gegenstück der Kadoschah der sich genauso vorbehaltlos allen ihn Aufsuchenden hingiebt -- nur ihre Kleider gewaschen und sich gebadet haben in lebendigem Wasser müssen sie zuvor noch. Den folgenden Vers aus dem Ssefär Jeschajahu hörten wir schon: uri uri liwschi Osech Zijon liwschi Bigdej Thif´arthech Jeruscholajm Ir haKodäsch, „erwache, erwache, kleide dich in deine Kraft Zijon, kleide dich in deine Gewänder der Pracht Jerusalem des Heiligen Stadt“ – nur dass ich damals mit der Elberfelder und der englischen Übersetzung „Jerusalem (du) heilige Stadt“ gesagt habe obwohl Ir (70-10-200) weiblich ist und es dann Ir kadoschah heissen müsste. Ich lege auch ein anderes Zitat aus demselben Buch noch einmal vor allerdings nur auf deutsch: „(so) höret (nun) dieses, Haus von Ja´akow (und) ihr die sich im Namen Jissro´el nennen und von den Wassern des Jehudah ausgehen die schwören im Namen Jehowuah und im Gott von Jissro´el sich erinnern (aber) nicht in Wahrheit und nicht in Gerechtigkeit wenn sie sich von der Stadt des Heiligen zurufen und sich auf den Gott von Jissro´el stützen, Unglück der Heere sein Name. Die Anfänge von einst teilte ich mit und hervorgegangen sind sie aus meinem Mund, plötzlich tat ich es und es kam an aus meinem Wissen dass du hart bist und dein Nacken eine eiserne Sehne und deine Stirne aus Erz ist. Und ich teilte es dir von einst her (schon) mit, bevor es ankam ließ ich es dich hören, sonst hättest du gesagt: mein Gottesbild hat es bewirkt und mein Idol und meine Maske hat es befohlen. Du hattest dies alles gehört und entgegnen wolltet ihr nichts. Hören lasse ich dich von jetzt an Neuigkeiten und Geheimnisse (Einsichten) und ihr kennt sie nicht, erschaffen werden sie jetzt und nicht von einst her und zum Antlitz des Tages; und ihr hörtet sie nie sonst würdest du sagen: siehe ich wusste es (schon). Du hast es weder gehört noch gewusst noch war dein Ohr von einst her geöffnet denn ich habe erkannt dass du treulos ja treulos bist und dass man dich einen Frevler vom Mutterleib nennen muss. Um meines Namens willen dehne ich aus meinen Zorn (lasse ich meine Leidenschaft dauern) und für dich atme ich meinen Ruhm um dich nicht auszurotten. Siehe ich läutere dich und nicht in Silber (in Geld, in dem was erwünscht wird) ich prüfe (ich erwähle) dich im Schmelzofen des Elends (der Armut, der Not); mir zuliebe ja mir zuliebe will ich es tun denn wie sollte es (sonst) beginnen und meine Schwere (meine Ehre, meine Bedeutung) gebe ich keinem Anderen“.

U´Chwodi l´Acher lo äthän, „und meine Ehre gebe ich keinem Anderen“ – einer Anderen aber giebt er sie doch denn von der Braut des Lammes heisst es: echusa tän Doxan tu The´u, „sie hat die Herrlichkeit (die Würde) des Gottes, die Ehre des Gottes ist ihr zu eigen“ -- mit Doxa wird durchgehend das hebräische Wort Kawod wiedergegeben. Und dies ist die unerhörte Neuigkeit die Johannes ausspricht, aber von den Christen zur Kenntnis genommen wurde sie nicht: das neue Jerusalem hat die Ehre des Gottes, ist also selbst nicht nur eine sondern die Göttin, und wer zu ihr hineingeht wird ihrer Göttlichkeit die keine himmlisch distanzierte mehr ist sondern irdisch und nahe geworden teilhaftig. Dass sie aus dem Himmel von Gott herkommend hinabsteigt -- katabainusa ek ton Uranon apo tu The´u -- könnte so aufgefasst werden als hätte den Gott sie verlassen und er müsste nun einsam zurückbleiben dort oben, doch hören wir dies: kai pan Katathema uk estai eti kai ho Thronos tu The´u kai tu Arniu en autä estai, „und alle Verwünschung, nicht ist sie mehr und der Thron des Gottes und des Lammes, in ihr wird er sein“ – in der Braut, in der Göttin. Ein Lamm kann man sich schwerlich auf einem Thron sitzend vorstellen und weil es der göttliche Bräutigam ist dürfte es sich bei dem jetzigen Thron um den Baldachin des Hochzeitsbetts handeln. Das Geheimnis der Welt wird damit enthüllt, und mit der jüdischen Tradition stimmt es darin überein dass die Welt eine Frau ist, eine Göttin wie wir jetzt hinzufügen dürfen die in sich das Männliche birgt wie sein ohne sie sinnloses Glied in ihrem Schoß während sie sich einig werden und als eines erkennen. Alle Verwünschungen und Verfluchungen waren ja nur aus dem Schmerz der Trennung entstanden, in der andauernden Hochzeit von Himmel und Erde, von dem was unbewusst und dem was bewusst ist verschwinden sie aber wie in der Morgensonne die Nebel und in den Frühlingsmonden der Schnee.


Ho Fostär autäs homoios Litho timiotato hos Litho Jaspidi krystallizonti, „ihr Lichtglanz ist einem Edelstein ähnlich wie ein Jaspis-Stein durchsichtig wie ein Kristall“ – so hören wir weiter. Fostär ist aus Fos, Licht, und Astär, Stern, zusammengesetzt, dieses Wort kommt nur im christlichen Sprachgebrauch vor und bedeutet nach Menge Glanz, Lichtglanz, Himmelslicht, Stern. Im neuen Testament findet es sich ausser in der Apokalypsis nur noch ein einziges Mal und zwar in des Paulus Brief an die Filipper wo es heisst: hoste, Agapätoi mu, kathos pantote hypokusate mä en tä Parusia mu monon alla nyn pollo mallon en tä Apusia mu, meta Fobu kai Tromu tän heauton Sotärian katergazesthe – „daher, Geliebte, wie ihr allzeit gehorsam seid nicht nur in meiner Anwesenheit sondern viel mehr (noch) in meiner Abwesenheit, mit Furcht und Zittern bewirkt das euch eigene Heil“ – Theos gar estin ho energon en hymin kai to Thelejn kai to Energejn hyper täs Eudokias – „denn der Gott ist es der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen zum Wohlgefallen bewirkt“ – panta poiejte choris Gongysmon kai Dialogismon – „alles sollt ihr tun ohne Murren und Überlegung (ohne Gedanken, ohne Zweifel)“ – hina genästhe Amemptoi kai Akeraioi, Tekna The´u amoma meson Geneas skolias kai diestrammenäs en hois fainesthe hos Fostäres en Kosmo – „damit ihr Tadellose und Unbefleckte werdet, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und entstellten Geschlechtes worin ihr leuchtet wie Himmelslichter im Kosmos“.

Es bedarf keiner Erklärung um zu ermessen wie weltenweit diese Worte von denen des Jochanan auf Patmos entfernt sind. Dass die Zweifel zur Wahrheitsfindung unerlässlich sind wird jeder wissen der mir bis hierher gefolgt ist und wenn der Gott alles bewirkt sind wir nichts anderes als seine Marionetten. Fos oder Faos, Licht, Helligkeit, Helle ist im übertragenen Sinn Hoffnung, Leben, Heil, Glück, Wonne und Rettung, und unter dem mit Fos synonymen Faos steht im Wörterbuch noch: Heilbringer, Helfer, Retter, Liebling, Zierde, liebstes Gut, Wonne, was wir nun auch auf das neue Jerusalem anwenden dürfen und von der Braut als der Heilbringerin, Helferin und Erlöserin sprechen. Und wenn ihr Licht dem eines Sternes gleicht ist sie, diese unsere durch und durch verwandelte Welt eine der unendlich vielen in deren Reigen sie tanzt. Von unserem Blickwinkel hängt es ab ob wir auch jetzt schon etwas davon erspähen, aber das Wunder der Kristalle und Edelsteine aus dem inneren Dunkel der Erde die im Tageslicht schimmern und schillern, leuchten und glänzen begeistert jeden empfänglichen Menschen und macht ihm klar dass unser eigener Wille Geheimnisse und Schätze in sich birgt die es wert sind erraten und gehoben zu werden. Der Jaspis-Stein ist schon in der Vision vom Thron und dem darauf Sitzenden genannt da wir hörten: kai ho Kathämenos homoios Orasej Litho Jaspidi kai Sardio, „und der Sitzende war dem Anblick eines Jaspis- und Sarder-Steins ähnlich“. Setzen wir für Kathämenos das hebräische Wort Joschew ein dann bedeutet es auch: „und der Heimgekehrte ist dem Aussehen eines Jaspis- und Sarder-Steins ähnlich“. Diese zwei Steine sind in der Aufzählung der zwölf Fundamente das erste und sechste, sie fassen die sechs Tage der früheren Schöpfung zusammen und was bei dem Thronenden noch einer Erstarrung oder Versteinerung glich das löst sich im Lichtglanz der Braut die mit dem Jaspis die Wandlung ganz von vorne beginnt in einem beglückenden Licht- und Farbenspiel auf.


Echusa Tejchos mega kai hypsälon, „sie hat eine große und hohe Mauer“, so heisst es vom neuen Jerusalem weiter und wir müssen uns fragen wofür eine Mauer sie braucht wenn ihre Tore immerzu offen stehen. Dass zu einer Stadt eine Stadtmauer gehört vermag als Antwort nicht zu befriedigen da eine solche der Verteidigung vor angreifenden Feinden dient und die Stadttore in diesem Fall sebstverständlich verschlossen werden. Unter Tejchos steht im Wörterbuch: Mauer von geknetetem Lehm, Wall, Schanze, Bollwerk, ummauerte Stadt, Festung, Kastell, Schloss und Burg; Hermann Menge leitet das Wort aus dem indogermanischen Dejgh ab das die Bedeutung Kneten, aus Ton Bilden hat und wovon unser Teig kommt; er stellt auch eine Beziehung zu dem altpersischen Wort Pardess, Lustgarten, Paradies her indem er dessen griechische Schreibung Paradejsos als Ummauerung deutet. Der wertlos erscheinende verformbare Lehm wird den kristallisierten Edelsteinen gesellt und irdisch sind beide doch hilft uns das bei der Beantwortung der aufgeworfenen Frage nicht weiter. Wie schon so oft müssen wir auch hier wiederum Rat im Hebräischen suchen und das entsprechende Wort heisst Chomah (8-6-40-5), Wall oder Mauer; Chom (8-6-40) ist die braune Farbe, das Braune, was die Verbindung zum Ton oder Lehm knüpft und Cham (8-40), der Name des verteufelten mittleren der drei Söhne des Noach von dem die Neger abstammen ist Warm, Heiss und auch Brünstig; Chomah (8-40-5) ist Hitze, Glut, Aufwallung, Erregung, Leidenschaft, Brunst und Chomam (8-40-40) Warm-, Heiss und Brünstig-Sein oder -Werden. Daraus folgt dass die Braut eine heisse und brünstige Negerin ist wie sie im Lied der Lieder selber bezeugt: Sch´chorah ani B´noth Jeruscholajm k´Ohalej Kedor k´Iri´oth Schlomoh – „eine Schwarze bin ich, (ihr) Töchter von Jeruschalajm, wie die Bühnen der Dunkelheit, wie die Zeltdecken von Schlomoh (der Befriedung)“ – al thir´uni schä´ani schacharchoräth schäsch´softhani haSchomäsch – „fürchtet euch nicht vor mir weil ich schwärzlich bin da mich die Sonne gebräunt hat“ – Bnej Imi nicharu wi ssomuni Noteroh äth haK´romim Karmi schäli lo notarthi – „die Söhne meiner Mutter erzürnten wider mich, zur Hüterin der Weinberge hatten sie mich bestimmt (doch) meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet“.

Sie war also nicht tugendhaft und hatte keine Mauer um ihre Schönheit errichtet weshalb sie den Zorn ihrer bigotten Brüder erregte. Schachar (300-8-200), Schwarz, ist sie deshalb weil sie als solche das Licht am besten aufnehmen kann, aus welchem Grund die Pupille eines jeden Auges schwarz ist, und dasselbe Wort heisst im Hebräischen auch Morgenröte, Sinn und Bedeutung und Ssochar gelesen nach etwas Suchen. Wenn wir den Sinn und die Bedeutung dieser Welt und unseres Lebens in ihr ergründen wollen haben wir uns von Chemah (8-40-5), der Glut der Sonne verbrennen zu lassen und so schwarzbraun zu werden wie hä Nymfä, die Braut; das heisst mit anderen Worten dass wir uns ungeschützt der Bewusstwerdung auszusetzen und all das was sich dem Licht scheinbar entgegenstellt und darum geschmäht wird, es in Wirklichkeit aber so intensiv wie nichts und niemand anderes aufnimmt, anzuerkennen haben damit uns die Morgenröte des neuen Tages aufleuchtet.

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