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Galuth jehoschua maschiach


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Der erste Aufschrei des zu Tode Gemarterten mit der ausgetrockneten Kehle war der Lautstärke zum Trotz so unartikuliert dass er als Hilferuf an den Elijah aufgefasst werden konnte, und der eine der ihm den Essig zum Mund geführt hat verstand ihn sogar als „mich dürstet“. Wer aber jenen wiederholten und durch Mark und Bein gehenden Schrei noch nie gehört hat geschweige denn es gewagt hat ihn selbst auszustoßen – wie sollte der sich „Christ“ nennen dürfen? Ebenso skeptisch müssen wir in Bezug auf die dreifache „Leidensankündigung“ sein die ich nach Matthäus zitiere: apo tote ärxato dejknyejn tois Mathätais autu hoti dej auton ejs Hierosolyma apelthejn kai polla pathejn apo ton Presbyteron kai Archiereon kai Grammateon kai apoktanthänai kai tä tritä Hämera egerthänai, „von da an begann er seinen Schülern begreiflich zu machen dass er nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten viel erleiden und sterben und am dritten Tag auferstehen müsse“. Apo tote, „von da an“, bezieht sich auf den davor geschriebenen Satz: tote diestejlato tois Mathätais hina mädeni ejposin hoti autos estin ho Christos, „sodann gebot er seinen Schülern niemandem zu sagen dass er der Messias sei“ – mit anderen Worten: er bat sie mit diesem Geschwätz aufzuhören. Wäre er der Überzeugung gewesen der von allen so heiss ersehnte Retter zu sein, warum hätte er sie geheim halten sollen? Meiner Meinung nach wichen die Vorstellungen die sich seine Schüler und die Allgemeinheit von dieser Lichtgestalt machten diametral von der seinigen ab, weshalb er nicht verwechselt werden wollte mit ihr. Systrefomenon de auton en tä Galilaia ejpen autois ho Jäsus – „als sie sich aber zurückgezogen hatten in Galilaä sagte der Jesus zu ihnen“ – mellej ho Hyios tu Anthropu paradidosthai ejs Chejras Anthropon kai apoktenusin auton kai tä tritä Hämera egärthäsetai – „die Bestimmung des Menschensohns ist es ausgeliefert zu werden in die Hände der Menschen und sie werden ihn töten und am dritten Tag wird er auferstehen“ – kai elypäthesan sfodra – „und sie wurden sehr traurig“. Hätte Jesus ihnen tatsächlich das Wunder aller Wunder verkündet, den einzigartigen Triumf des Gottessohnes über den Tod, dann hätten sie keinen Anlass zur Trauer gehabt. Lypeo heisst nicht nur Trauern sondern auch Unlust oder Missbehagen Empfinden, Unwillig-Sein, und genau das war ihre Reakton darauf dass seine Rede ihren Erwartungen ganz und gar widersprach.

Kai anabainon ho Jäsus ejs Hierosolyma parelaben tus Dodeka kat idian kai en to Hodo ejpen autois – „und als der Jesus nach Jerusalem hinaufging nahm er die Zwölf eigens mit und sagte im Wege zu ihnen“ – idu anabainomen ejs Hierosolyma kai ho Hyios tu Anthropu paradosäthetai tois Archiereusin ka Grammateusin kai katakrinusin auton Thanato – „seht wir gehen nach Jerusalem hinauf und der Menschensohn wird den Hohepriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert und verurteilen werden sie ihn zum Tod“ – kai paradosusin auton tois Ethnesin to empaixai kai mastigosai kai staurosai kai tä tritä Hämera egerthäsetai – „und sie werden ihn den Gojm ausliefern damit sie ihr Spiel mit ihm treiben und ihn züchtigen und ihn kreuzigen und am dritten Tag wird er auferstehen“. Unmittelbar darauf steht geschrieben: tote prosälthen auto hä Mätär ton Hyion Zebedaiu meta ton Hyion autäs proskynusa kai aitusa ti ap auto – „da kam die Mutter der Söhne des Säwädjah zusammen mit ihren Söhnen auf ihn zu um sich vor ihm niederzuwerfen und ihn um etwas zu bitten“ – ho de ejpen autä: tis thelejs? legej auto: ejpe hina kathisosin hutoi hoi dyo Hyioi mu hejs ek Dexion su kai hejs ex Euonymon su en tä Basileja su“ – „er sagte zu ihr: was willst du? sie sagte zu ihm: versprich dass diese meine zwei Söhne der eine zu deiner Rechten und der andere zu deiner Linken in deinem Königreich sitzen werden“ – apokrithejs de ho Jäsus ejpen: uk oidate ti aitejsthe, dynasthe piejn ton Potärion ho ego mello piejn? – „der Jesus antwortete und sagte: ihr wisst nicht was ihr erbittet, seid ihr (denn) dazu imstande den Kelch zu trinken den ich trinken muss?“

Die beiden Söhne des Säwädjah (Zebedäus, Geschenk oder Gabe des Jah) hießen Jakobus und Johannes, sie genossen mit Petrus zusammen sein besonderes Vertrauen – auf den Berg der „Verklärung“ hat er nur sie mitgenommen und im Gan Gath Schämän (im Garten Gethsemane) nahm er sie näher zu sich als die übrigen neun. Und wenn sogar sie auf die zu besetzenden Machtposten in seinem neuen Reich derart erpicht waren dass sie sich auf seinm Weg in den Tod zu dieser lächerlichen Posse hergaben um den Ehrgeiz ihrer Mutter zu stillen an der sie offenkundig noch wie Säuglinge hingen, einer an ihrer linken und einer an ihrer rechten Mamma -- wie viel mehr dann die andern! Auf der ganzen Linie war Jesus gescheitert, die ihm Nächsten wollten ihn nicht verstehen und konnten den Unterschied zwischen Älohim und Jehowuah und den sich daraus ergebenden zwischen dem Gottes- und dem Menschensohn nicht akzeptieren. Bis auf wenige, vermutlich an einer Hand abzählbare Menschen war der Funke des Feuers das er entfachen wollte nicht übergesprungen und die Quelle der lebendigen Wasser im Schoß seiner Anhänger blieb nachhaltig verstopft, sodass sie ihn bis zu seiner Entkräftung aussaugen mussten was für ihn noch viel schlimmer gewesen sein muss als der tödliche Hass seiner Feinde. Und so entschloss er sich zu dem Schritt in die Höhle des Löwen, in den Rachen des Drakon. Die Elite der Juden hätte ihn mit einem gedungenen Killer heimlich aus dem Weg räumen können, doch kannte er sie gut genug um ihnen zuzutrauen dass sie das Schauspiel seiner Erniedrigung in aller Öffentlichkeit abhalten wollten, zu welchem Behufe sie sich auf den König der Könige und den Herrn der Herren beriefen, auf den Kaisar in Roma. Gleichgültig ist es ob dieses Super-Ego von einem Menschen, einem Gott oder einem Idol verkörpert wird, die verheerende Wirkung die es ausübt bleibt immer dieselbe.

Einige Monomanen sind der Meinung man dürfe Auschwitz oder die Passion Jesu Christi mit nichts Vergleichbarem vergleichen, doch Völkermord hatten bereits die Söhne des Jissro´el an den Einwohnern des Landes begangen und der König Dawid mit seinem Heer an den Nachkommen von Edom – und nach oder während der Folter gestorben sind auch andere. Gekreuzigt wurden seinerzeit nur entlaufene Sklaven und Rebellen gegen die vergöttlichte Staatsmacht, und das war er beides, er hatte die unterwürfige Haltung gegenüber der menschlichen und göttlichen Obrigkeit abgelegt und es gewagt sein Haupt zu erheben, weshalb er zum Feind der Juden und Römer wurde. „Die Bestimmung des Menschensohns ist es ausgeliefert zu werden in die Hände der Menschen und sie töten ihn und am dritten Tag steht er auf“. Diese Aussage ist gültig bis heute und wird auch morgen noch gelten denn der „Menschensohn“ wird in jedem Menschen geboren und von jedem Menschen getötet, doch steht er ungerührt davon am dritten Tag auf -- an dem Tag da Älohim die Hoffnung der unteren Wasser auf den einzigen Ort als Köder einsetzt um sie zu Meeren und Tagen zu machen, woraufhin die Erde die er als Vertrocknete hingestellt hatte ihren Gehorsam dem „Allmächtigen“ gegenüber verweigert und anstatt wie befohlen den Ez Pri ossäh Pri nur den Ez ossäh Pri hervorbringt, den Weg der ins Freie führt, dessen Ziel offen ist und sich erst dem Wanderer erschließt, nicht vorherbestimmt und festgelegt in unseren eigenen Grenzen oder in denen des Älohim.


Dem sterbenden Menschensohn hat man Essig zu trinken gegeben wie um zu beweisen dass sein Weg nirgends hinführt, vom „König der neuen Welt“ bekommt er dagegen das Wasser des Lebens wie jeder der Durst hat geschenkt. Dass jetzt kein Unterschied mehr gemacht wird zwischen ihm und jedem gewöhnlichen Menschen, ja dass er einer von uns ist geht aus den Worten hervor: ho Nikon kläronomäsej tauta kai esomai auto Theos kai autos estai moi Hyios, „der Sieger wird dieses erben und ich werde ihm Gott sein und er wird mir Sohn sein“. Zum Sieger wird jeder der seine Selbstherrlichkeit und seinen Stolz überwindet indem er sich seinen Durst eingesteht, seinen brennenden Durst nach einem anderen als dem sattsam und bis zum Überdruss bekannten Leben mit seinen Zwängen und erbärmlichen Tricks. Dieses erneuerte Leben kann er sich allerdings nicht selber machen, er erhält es sobald er dafür empfänglich wird; und weil er der Erbe des Vaters ist wird er zum neuen König der den Dürstenden die ihm begegnen jenes Wasser ohne Gegenleistung darreicht. Aber er wird auch auf solche treffen die es verschmähen wie er selbst es einst auch verschmäht hatte als er noch seinem Idealbild gleich und zum Gott werden wollte. Darum lautet der Schluss-Satz der Rede des neuen Königs: tois de Dejlois kai Apistois kai Ebdelygmenois kai Foneusin kai Pornois kai Farmakois kai Ejdololatrais kai pasin tois Pseudesin to Meros auton en tä Limnä tä kaiomenä Pyri kai Thejo ho estin ho Thanatos ho deuteros, „den Mutlosen aber und den Unzuverlässigen und denen die Greuel verüben und morden und buhlen und zaubern und Götzen anbeten und allen die lügen wird ihr Anteil im See brennend von Feuer und Schwefel (gegeben), das ist der zweite Tod.“

Dies klingt so als hätte der neue König sein Urteil gesprochen und sieben Kategorien von Menschen die in der achten zusammengefasst sind das Wasser der Leben verweigert. Die Quelle dieser Wasser befindet sich im neuen Jerusalem wie später gesagt wird und die Tore dieser Stadt werden niemals geschlossen sodass alle durch sie hineingehen könnten und trotzdem heisst es: kai u mä ejselthä ejs autän pan Koinon kai poion Bdelygma kai Pseudos, „und keinesfalls geht in sie hinein jeder Gemeine und wer Greuel verübt und wer lügt“, woraus erhellt dass sie nicht kraft eines Gerichtsbeschlusses aussen vor bleiben müssen sondern sich selber ausschließen weil sie „die Braut des Lammes“ und ihre offenen Pforten nicht sehen, genauso wenig wie den neuen König der für sie immer noch der alte beziehungsweise sein Sohn als dessen Kopie und Ebenbild ist. Die zentrale Kategorie für die Selbstverurteilung ist die dem achten Tag entsprechende Lüge an dem sich die scheinbar erreichte neue Welt als Kopie der alten herausstellt, ja sie an Exzessen der Brutalität noch übertrifft weil man seinen fundamentalen Irrtum nicht einsehen will, eine Folge des beharrlich festgehaltenen Missverstands der sieben Tage und ihres Direktors.



Dejlois, Apistois, Ebdelygmenois, Foneusin, Pornois, Farmakois, Ejdololatrajs werden die Sieben von Johannes auf Patmos genannt, und bevor wir sie näher betrachten und ihre Beziehung zu den sieben Tagen erwägen, darf ich wieder eine persönliche Zwischenbemerkung einstreuen. Mittlerweilen musste ich aus meiner geliebten Garage ausziehen und meine Randlage aufgeben, was von Anfang an klar war da sie bei Frost nicht genügend beheizbar ist und nur im Sommerhalbjahr bewohnbar. Der Winter hat heuer schon Mitte Oktober ein vorzeitiges Gastspiel mit Schneeschauern und eisigen Winden gegeben, der Himmel zeigte sich in seiner wildesten Schönheit und weil es bis dahin spätsommerlich mild war standen die Herbst- und auch die Sonnenblumen noch in vollster Blüte, die Wiesen waren noch grün und von den Laubbäumen hatten sich erst wenige gelb- und rötlich verfärbt. Eigentlich war es ausgemacht dass ich zwei Räume unter dem Dach bewohnen könnte, doch sie waren von unerwarteten Gästen besetzt sodass ich eine Woche in den späten Abend- und frühen Morgenstunden demaßen fror dass ich es nur aushalten konnte mit einem T-Shirt, einem Hemd, einem ärmellosen Pullover, einer Kapuzen- und einer gefütterten Jacke, einer kurzen und langen Unterhose, einer eng anliegenden Trainingshose und einer weiten sowie drei Paar Socken. Die Eltern meines Vermieters und auch die seiner Frau sind nach der Vertreibung der Deutschen aus Böhmen von Rumänien hierher gekommen, sie gehörten der tschechischen Minderheit an die es dort und in Wolhynien gab und die nach Tschessko heimgeholt wurde; wie mir ein Kenner des Ortes später erklärte stammen achtzig Prozent der Einwohner in Hartmanice von rumänischen Tschechen und die Vorfahren des Restes dürften so wie es aussieht Slowaken und Zigeuner gewesen sein. Mein Vermieter ist ein tüchtiger Mann, ausser seinem Haus mit dem Gemischtwaren-Laden besitzt er mehrere Wohungen in den Blöcken die ich anlässlich meines Umzugs im April erwähnt habe, und weil eine von diesen gerade frei wurde und er keine Nachmieter fand wurde ich dorthin verfrachtet, im Dachgeschoss seines Hauses hätte er schon mehrere Buchungen für den Winter entgegengenommen wie er mir sagte. Ich wohne jetzt also in einem Block mit zwei Eingängen und 32 Wohneinheiten von verschiedener Größe, je drei auf einer Etage und muss mich darauf gefasst machen dass noch jemand in die für mich allein zu große Wohnung einzieht, was mir aber erst gesagt wurde nachdem ich meine sieben Sachen dort hinaufgeschleppt hatte. Dass die Gardinen zu dünn sind um das Licht der Straßenlaterne in der Nacht abzuhalten wurde mir auch erst hinterher klar, und an das permanente Ströumungsgeräusch der Zentralheizung musste ich mich erst mühsam gewöhnen; dieses lag an einem defekten Schalter der fünf Wochen nach meinem Einzug ausgewechselt wurde und von da an war es ruhig. Ich habe ein schönes geräumiges Zimmer mit einem Balkon und nach viereinhalb Jahren Duschen endlich wieder eine Wanne zum Baden. Der Blick aus dem Fenster ist zwar nicht mehr so offen aber immerhin ist noch etwas von der Ferne zu sehen. Ein wenig irritiert bin ich deshalb weil ich vor etlichen Jahren als ich noch nicht daran gedacht hatte in die Schumawa zu ziehen -- das ist „die Rauschende“, der tschechische Name des Böhmerwaldes -- einen Traum geträumt habe der keine Handlung hatte sondern nur einen Eindruck darbot. In diesem Traum wohnte ich in einem Haus und sah von dort aus mehrere andere Häuser, ein paar parkende Autos -- es gab keinen Durchgangsverkehr -- und auf der Straße spielende Kinder, dahinter eine sich verheissungsvoll öffnende Bergwelt. Obwohl es mir dort gefiel wunderte ich mich noch während des Traumes dass ich so nah unter den Menschen sein sollte wo ich doch die Einsamkeit und die Abgelegenheit suchte. Der Ausblick im Traum war derselbe wie der vom Balkon des Dachgeschosses das ich vor meinem Einzug in die Garage etwa drei Wochen bewohnte, nun aber ist er seitenverkehrt und in der Perspektive verkürzt. Ich habe mich trotzdem entschieden in den Wohnblock zu ziehen anstatt woanders unterzukommen weil ich nicht mehr allzu lange hier bleibe und mich mein Vermieter und seine Frau in Ruhe lassen und in meiner sonderbar anmutenden Art tolerieren. Ausserdem halte ich Hartmanice für einen magischen Ort wie ich meinen staunenden Besuchern aus Deutschland erklärte wobei ich augenzwinkernd hinzufügte, das Beste daran sei dass dies niemand ausser mir merke. Die erwachsenen Einwohner übersahen mich längere Zeit indem sie an mir vorbeischauten, die Kinder aber begrüßten mich von Anfang an herzlich und inzwischen habe ich ein freundschaftliches Verhältnis zu einigen Leuten, auch wenn unser gemeinsamer Wortschatz nur klein ist, doch manchmal besagen Gesten mehr als es Worte vermöchten -- und kein einziger Mensch macht mich blöd an was mir noch an keinem Ort widerfuhr an dem ich länger verweilte, selbst die Säufer sind freundlich.
Nun zu den „glorreichen Sieben“ die wir auch die sieben Todsünden nennen könnten da sie in den „zweiten Tod“ hineinführen. Dejlos bedeutet Hassenswert, Nichtsnutzig, Charakterlos, Schändlich, Schnöde, Gemein, Schlecht, Elend, Arm, Unseelig, Bedauernswert, Jämmerlich, Ohnmächtig, Furchtsam, Feige, Verzagt. Nach Menge kommt dieses Wort von Dejdo, Sich-Fürchten, in Furcht oder Angst Sein, Besorgt- oder Bange-Sein, in Furcht Geraten, Erschrecken, Bedenken Tragen, Zurückscheuen; Dejma ist Furcht, Angst, Schrecken, Entsetzen, ein Ungeheuer und Schreckbild. Beziehen wir dies auf den ersten Tag so können wir das Erschrecken des Älohim vor Or (1-6-200), dem Licht, darin sehen wenn es als Ebenbürtigkeit und Verbindung von Stier und Mensch verstanden wird wie es die Buchstaben Aläf und Rejsch nahelegen. Zwar hatte Älohim gesagt j´hi Or, „es werde Licht“, und so schnell wie ein Blitz war die Antwort erfolgt waj´hi Or, „und es war Licht“ -- das einzige Mal wo Älohim nichts schaffen oder machen und tun muss! Doch obwohl seine tiefste Sehnsucht ganz spontan zum Ausdruck gekommen war muss er erschrocken gewesen sein, da er im Folgenden das Licht von der Finsternis trennt und nicht alles Licht werden lässt. Choschäch (8-300-20), Finsternis oder Dunkelheit, heisst Chossach gelesen Zurückhalten, Aussparen, und somit reserviert Älohim die eine Hälfte des Ganzen für sich, in der er ungestört und unerreichbar in seiner Dunkelheit und Unzugänglichkeit wie ein Bedauernswerter und Schnöder verweilt.

Apistos heisst Unglaubwürdig, Unglaublich, Unwahrscheinlich, Zweifelhaft, Unerkennbar, Verdächtig, Unzuverlässig, Treulos, Tückisch, Ungläubig, Misstrauisch, Argwöhnisch -- und nichts fällt leichter als diese Eigenschaft mit dem Rokia in Verbindung zu bringen, mit der Trennung der unteren von den oberen Wassern hinter der sich Älohim am zweiten Tag noch weiter abschottet -- aus Angst vor dem Licht dem er zutraut die Finsternis zu erhellen und ihn in seiner als Abwehr gegen seine Sehnsucht nach Kommunikation auf Augenhöhe vorgespiegelten Selbstgenügsamkeit zu enthüllen. Wie die Sünde des ersten Tages durch Furchtlosigkeit zu überwinden ist so die des zweiten durch Pistis, Treue, Vertrauen, Zutrauen, Zuversicht, Glaube, und zwar daran dass der Austausch dessen was unten und dessen was oben geschieht nichts Verdächtiges an sich hat sondern zum Heil des Ganzen notwendig ist. Ebdelygmenos bedeutet dasselbe wie Bdelyktos, Abscheulich, Grauenhaft, Furchtbar, Entsetzlich, und so nennt Johannes wenn wir die Analogie mit den sieben Tagen zulassen das Täuschungsmanöver des Älohim mit dem er die Hoffnung der unteren Wasser zu dem einzigartigen Ort -- äl Makom ächad -- vorzustoßen, um dort die oberen Wasser zu treffen unerfüllt und sie Jamim, Meere beziehungsweise Tage sein lässt ohne den Rokia jemals durchbrechen zu können.

Foneus ist ein Mörder oder Totschläger, Fonikos heisst Mörderisch, Grausam, und grausam ist es in der Tat was Älohim am vierten Tag bewerkstelligt. Der Rokia erscheint ihm nicht mehr sicher und undurchdringlich genug und infolge der Verdrehung seiner eigenen verleugneten Sehnsucht bringt er Verwünschungen an auf der Trennwand die jeden abschrecken, ja umbringen sollen der es wagen würde sie anzukratzen und womöglich bis zu ihm vorzustoßen. Als Reaktion auf den Ungehorsam der Erde am dritten Tag die ihn befürchten lässt alles könnte nunmehr seiner Kontrolle entgleiten zementiert er die Scheidung zwischen dem Licht und der Finsternis durch die großen Leuchtkörper die in Wahrheit Überwachungsorgane sind und der Beherrschung von Tag und Nacht dienen sollen. Und aus der freien Begegnung von Stier und Mensch als dem Gleichnis von Kreatur und Kreator ist das Spektakel der einseitigen Unterwerfung geworden das sich wie das Verhältnis zwischen Mörder und Ermordetem, Kastrierer und Kastriertem anfühlt. Pornos, der Buhler und Rivale in dem Kampf um das Dasein korrespondiert mit dem Zwang zur Vermehrung und dem Kriechen und Wimmeln wozu Näfäsch chajah, die lebendige Seele am fünften Tag verdammt wird. Unter Pornos verstehe ich einen der sich nicht liebenswert findet und glaubt die Gunst des Schicksals oder des Gottes verdienen zu müssen durch Wohlverhalten und gute Taten nach seiner Vorstellung; und wenn er sich derart verkrümmt hat dann meint er einen Anspruch auf das Glück erworben zu haben und klagt es ein wann es ihm nicht gewährt wird was stets der Fall ist da es nur geschenkt und nie und nimmermehr gekauft werden kann.

Als Farmakos, Giftmischer und Hexer, erweist sich Älohim am sechsten Tag indem er den Menschen einredet sie könnten sich die Erde untertan machen und in den Fischen des Meeres, den Vögeln des Himmels und jeder sich vor ihnen windenden und kriechenden Seele als Abbild des Abgottes herrschen, der einen letzten verzweifelten Ansatz gewagt hatte sich wenigstens von einem Geschöpf erkennen zu lassen aber dann wieder einen Rückzieher macht indem er dem Menschen nur erlaubt sein Zäläm, sein Bildnis und nicht seine Demuth, sein Gleichnis zu werden. In der Konsequenz wird der Mensch selber zum Kriechtier, zum Ejdololatros, zum Götzendiener und Anbeter des Idols das er sich selber gemacht hat. Nach seinem eigenen Bildnis hat er sich den Gott ausgedacht, sowohl im abstraktesten Monotheismus als auch in dessen Derivaten bis hin zur „Weltformel“. Älohim selbst kann es jetzt nicht mehr sein, nur sein Nachhall, sein Eindruck, sein Bild, da er am siebenten Tag sein Werk vernichtet und nun im wahrsten Sinne des Wortes erschöpft ist. Von Jehowuah haben „Adam und sein Weib“ noch lange keinen Begriff worauf der Schluss des 22. Psalmes anspielt: Sära ja´awdunu j´ssupar l´Adonaj laDor jawo´u w´jagidu Zidkatho l´Am nolad ki ossah, „der Samen, sie werden ihm dienen (und) meiner Basis, einem (kommenden) Geschlecht wird er erzählen, und sie werden hineingehen und seine Rechtfertigung einer zu gebärenden Gemeinschaft mitteilen denn er wird es bewirken“.

Die Sieben stehen im Dativ wie das Achte das sie zusammenfasst und den Satz mit den Worten beschließt: kai pasin tois Pseudesin to Meros auton en tä Limnä tä kaiomenä Pyri kai Thejo ho estin ho Thanatos ho deuteros, „und allen Lügnern wird ihr Anteil im See brennend von Feuer und Schwefel, das ist der zweite Tod“. Pseudo heisst Lügen, Täuschen, Irreführen, Hintergehen, Betrügen, und mit den Lügnern sind auch die Belogenen betroffen, alle die sich in die Irre führen, betrügen und belügen lassen und den Schmeichlern ihrer Eitelkeit auf den Leim gehen. Meros ist der jemandem zugewiesene oder gebührende Teil sowie die Stellung die einer einnimmt oder bezieht, und die Furchtsamen, die Misstrauischen, die Grauenhaften, die Totschläger, die Buhler, die Verhexer und die Götzenanbeter übernehmen mit allen den Lügnern zusammen das ihnen zustehende Amt, die ihnen gestellte Aufgabe wie Meros auch übersetzt werden kann. Diese Aufgabe besteht aber darin dass sie sich selbst überprüfen auf ihre Ächtheit was sie nirgends besser tun könnten als in dem See der da brennt in Feuer und Schwefel. Das Feuer verhilft ihnen dazu ihren Durst nach den Wassern des Lebens zu spüren sodass sie nur so lange an jenem Ort zu verweilen haben wie sie ihren Durst noch verleugnen. Und Thejon, Schwefel, ist das Göttliche auch -- Thejos, Theja und Thejon ist das Adjektiv Göttlich im Maskulinum, Femininum und Neutrum -- und vor dem Göttlichen und dem Bild das sie sich von ihm gemacht hatten waren sie in Ehrfurcht erstarrt, hatten es unkenntlich gemacht, waren sie so abscheulich und mörderisch wie dieses geworden. Sie hatten ihm zu gefallen versucht und in seinem Namen gezaubert -- der Ausdruck Hokuspokus ist eine Verhohnepiepelung der bei der so genannten Transsubstantiation gesprochenen Worte hoc est corpus meus, „das ist mein Leib“ -- um dem Selbstbetrug und der Lüge zu dienen die ihren reinsten Ausdruck in der Gleichsetzung von Älohim und Jehowuah fand.

Die Zwölf als die scheinbare Kennzahl der Braut



Kai älthen hejs ek ton hepta Angelon ton echonton tas hepta Fialas ton gemonton ton hepta Plägon ton es´chaton kai elaläsen met emu legon – „und es kam einer von den sieben Boten welche die sieben Kelche hatten die gefüllt waren mit den sieben Plagen, den letzten und er sprach mit mir und sagte“ – deuro dejxo soi tän Nymfän tän Gynaika tu Arniu – „komm, ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes“ – kai apänenken me en Pneumati epi Oros mega kai hypsälon kai edejxen moi tän Polin tän hagian Jerusaläm katabainusan ek tu Uranu apo tu The´u echusan tän Doxan tu The´u – „und er brachte mich im Geist auf einen Berg, einen großen und hohen, und zeigte mir die Stadt, das heilige Jerusalem, herabsteigend aus dem Himmel von Gott und sie hat die Ehre des Gottes“ – ho Fostär autäs homoios Litho timiotato hos Litho Jaspidi krystallizonti – „ihr Lichtglanz war einem Edelstein ähnlich wie ein Jaspis-Stein durchsichtig wie ein Kristall“ – echusa Tejchos mega kai hypsälon echusa Pylonas dodeka kai epi tois Pylosin Angelus dodeka kai Onomata epigegrammena ha estin ton dodeka Fylon Hyion Israäl – „und sie hat einen Wall, groß und hoch und sie hat zwölf Tore und an den Toren zwölf Boten und Namen geschrieben, das sind die der zwölf Stämme der Söhne von Israel“ – apo Anatoläs Pylones trejs kai apo Borra Pylones trejs kai apo Notu Pylones trejs kai apo Dysmon Pylones trejs – „von Osten drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore“ – kai to Tejchos täs Poleos echon Themelius dodeka kai ep auton dodeka Onomata ton dodeka Apostolon tu Arniu – „und der Wall der Stadt hat zwölf Fundamente und auf ihnen sind zwölf Namen (das sind die) der zwölf Gesandten des Lammes“ -- kai ho lalon met emu ejchen Metron Kalamon chrysun hina meträsä tän Polin kai tus Pylonas autäs kai tu Tejchos autäs – „und der mit mir sprach hatte als Maßstab ein goldenes Rohr damit er ermesse die Stadt und ihre Tore und ihren Wall“ – kai hä Polis tetragonos kejtai kai to Mäkos autäs hoson to Platos, kai emeträsen tän Polin to Kalamo epi Stadion dodeka Chiliadon, to Mäkos kai to Platos kai to Hypsos autäs isa estin – „und die Stadt ist viereckig angelegt und ihre Länge ist wie ihre Breite und er ermaß die Stadt mit dem Rohr auf zwölf Tausend Stadien, ihre Länge und ihre Breite und ihre Höhe sind gleich“ – kai emeträsen to Tejchos autäs hekaton tesserakonta tessaron Pächon Metron Anthropu ho estin Angelu – „und er ermaß ihren Wall, einhundert vierzig vier Ellen, das Maß eines Menschen der ist eines Engels“ – kai hä Endomäsis tu Tejchus autäs Jaspis kai hä Polis Chrysion katharon homoion Hyalo katharo – „und das Material ihres Walles ist Jaspis und die Stadt ist aus reinem Gold wie reines Glas“ – hoi Themelioi täs Poleos panti Litho timio kekosmämenoi – „die Fundamente des Walles der Stadt sind alle mit Edelsteinen geschmückt“ – ho Themelios ho protos Jaspis ho deuteros Sapfiros ho tritos Chalkädon ho tetartos Smaragdos ho pemptos Sardonyx ho hektos Sardion ho hebdomos Chrysolithos ho ogdoos Bäryllos ho enatos Topazion ho dekatos Chrysoprasos ho endekatos Hyakinthos ho dodekatos Amethystos – „das erste Fundament Jaspis das zweite Sapfiros das dritte Chalkädon das vierte Smaragdos das fünfte Sardonyx das sechste Sardion das siebente Chrysolithos das achte Bäryllos das neunte Topasion das zehnte Chrysoprasos das elfte Hyakinthos das zwölfte Amethystos“ – kai hoi dodeka Pylones dodeka Margaritai ana hejs hekastos ton Pylonon än ex henos Margaritu – „und die zwölf Tore sind zwölf Perlen, durch jedes einzelne der Tore hindurch ist es aus einer einzigen Perle“.
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