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Galuth jehoschua maschiach


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Man könnte hierbei auch des Liedes gedenken das folgendermaßen beginnt: k´Ajol tha´arog al Afikej Majm ken Nafschi tha´arog eläjcho Älohim zom´oh Nafschi l´Elohim l´El chaj mothaj awo wero´äh Pnej Älohim, „wie ein Hirsch lechzt nach Flussbetten von Wasser so lechzt, oh Gott, meine Seele nach dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach der Lebenskraft (nach dem lebendigen Gott), wann werde ich ankommen und sehen das Angesicht Gottes?“ Lesen wir nun die übrigen Stellen aus dem Thanach wo von den Majm Chajm die Rede ist, zuerst aus dem Ssefär Jirmjahu: Kisse Chawod Marom meRischon M´kom Mikdoschenu Mikweh Jissro´el Jehowuah – „Thron der Herrlichkeit, Höhe seit Anbeginn, Ort unseres Heiligtums, Hoffnung von Jissro´el, oh Jehowuah“ – kol oswäjcho jewoschu J´ssuraj ba´Oräz jikothewu ki oswu M´kor Majm Chajm äth Jehowuah – „alle die dich verlassen werden beschämt (und) die mir ausweichen werden in die Erde geschrieben denn verlassen haben sie die Quelle der Wasser des Lebens, den Jehowuah“. Ob Jirmjahu die Ab- oder Ausweicher auf den „Herrn“ oder auf sich selber bezieht ist nicht klar, doch in den folgenden Versen spricht er mit einer krassen Egozentrik von sich was für die letztere Annahme spricht: r´fo´eni Jehowuah werofeni hoschi´eni wiwoschenah ki Th´hilothi athoh – „heile mich, Herr, und ich werde geheilt, rette mich und ich werde gerettet denn du bist mein Ruhm“ – hineh hemoh omrim elaj ajeh Dwar Jehowuah jawo no – „sieh wie sie zu mir sagen: wo ist (denn) das Wort des Herrn, soll es doch kommen“ – wani lo azthi meRo´äh acharäjcho w´Jom Onusch lo hith´awejthi – „und ich habe mich nicht beeilt vom Hirten(dasein loszukommen) hinter dir her und mich nicht nach dem Tag der Verzweiflung gesehnt“ – athoh jodatho moza Ss´fothaj nochach Ponäjcho hajoh – „du weisst was aus meinen Lippen herauskam, für dein Angesicht war es anwesend“ – al thih´jäh li liM´chithoh Machassi athoh b´Jom Ro´ah – „werde mir nicht zum Erschrecken, sei du meine Zuflucht am Tag des Unheils“ – j´woschu Rodfaj wal ewoschah ani jechathu hemoh wal echatho ani howi alejhäm Jom Ro´ah umischnäh Schibaron schowrem – „beschämt werden sollen meine Verfolger, ich selbst (aber) will nicht beschämt werden, erschrecken sollen sie, ich selbst (aber) will nicht erschrecken, lass kommen den Tag des Unheils auf sie und in einem zweifachen Zusammenbruch zerbrich sie“. Den Zusammenbruch jeder Vorstellung insbesondere der von sich selber dem sich auf dem Weg zum Baum des Lebens niemand entziehen kann wünscht Jirmjahu seinen Feinden verdoppelt um seinem eigenen zu entkommen, und das Entsetzen das ihn selber ergreift entlädt er auf seine Gegner womit er seine Heilung und Rettung unmöglich macht, jedenfalls solange er in dieser Haltung verharrt.

Die folgenden schon gehörten Verse aus dem Gesang der Gesänge lesen wir in der Übesetzung noch einmal: „Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, die Braut, eine verschlossene Welle, eine versiegelte Quelle. Dich belebt ein Paradies von Granatapfelbäumen mit den köstlichsten Früchten, Hennasträucher mit Narden und Krokus, Schilfrohr und Zimt mit allen Hölzern vom Weihrauchbaum und Myrre und Aloe mit allem Besten der Balsamöle, eine Quelle der Gärten, ein Born lebendiger Wasser die vom Libanon rieseln. Erwache Nord(wind) und komm Süd(wind) herbei, durchweht meinen Garten, es rieseln die Balsamöle, zu seinem Garten kommt mein Geliebter und die Früchte seiner Köstlichkeit nimmt er zu sich“. Dies gilt nicht nur der geistlichen sondern unbestreitbar auch der leiblichen Minne, der Sinnesfreude die entgegen der offiziellen Lehre auch Jesus gekannt haben muss ansonsten er die Energieströme der Wasser des Lebens die aus dem Unterleib sprudeln nicht erwähnt hätte. Im Buch Genesis lesen wir: wajoschaw Jizchak wajachpor äth Beroth haMajm aschär chofru b´Imej Awroham Awjo wajssathmum P´lischthim acharej moth Awroham wajkro lohän Schemoth kiSchemoth kora lohän Awjo – „und Jizchak kehrte zurück und grub die Brunnen der Wasser die in den Tagen seines Vaters Awraham gegraben und von den Plischthim verstopft worden waren nach dem Tod des Awraham (wieder aus), und er benannte sie mit den Namen wie es die Namen waren mit denen sein Vater sie benannt hatte“ – wajachpru Awdej Jizchak baNochal wajimzu schom B´er Majm chajm – „und die Knechte des Jizchak gruben im Wadi und fanden dort einen Born lebendiger Wasser“ -- wajoriwu Ro´ej G´ror im Ro´ej Jizchak lemor lonu haMajm wajkro Schem haB´er Essäk ki hith´assku imo – „und es stritten die Hirten von G´ror mit den Hirten des Jizchak indem sie sagten: das Wasser ist unser, und er nannte den Born Zank denn gezankt hatten sie sich mit ihm“ -- wajachpru B´er achäräth wajoriwu gam oläjho wajkro Sch´mo Ssitnoh – „und sie gruben einen anderen Born und sie stritten auch über ihn und er nannte seinen Namen Anklage“ – wajathek mischom wajachpor B´er achäräth w´lo rowu oläjho wajkro Sch´mo R´chowoth wajomär ki athoh hirchiw Jehowuah lonu uforinu wa´Oräz – „und er rückte von dort ab und er grub einen anderen Born und um den stritten sie nicht und er nannte seinen Namen die Weiten und sagte: denn jetzt hat der Herr uns die Erweiterung zugelassen und wir werden fruchtbar im Land (in der Erde)“ – waja´al mischom B´er Schowa – „und von dort zog er zum Born der Sieben hinauf“.

Nachal (50-8-30), Bach, ist auch ein Wadi, das ist ein Wasserlauf der zeitweise austrocknet, und als die Knechte des Jizchak in einem solchen gegraben hatten waren sie auf lebendiges Wasser gestoßen, das heisst hier auf unterirdisch fließendes Wasser. Gror (3-200-200) ist die Intensivform von Ger (3-200), Fremd, als Verbum Gorar bedeutet es Zerkleinern, Zerreiben sowie Zerren und Schleppen; Gerah (3-200-5) ist die Fremde und auch das Wiedergekäute, als Verbum Gorah heisst es Hetzen, Aufhetzen und hä´äloh Gerah, wörtlich die Fremdlingin aufsteigen lassen, ist Wiederkäuen. Immer wieder müssen wir das was verzerrt und verschleppt worden ist, verhetzt und aufgerieben, verdrängt und verstopft und entfremdet in uns aufleben lassen um mit den unterirdisch fließenden Wassern in Berühurng zu kommen, mit den Wassern des Lebens die tief in unserem Inneren fließen auch wenn wir an der Oberfläche unseres Bewusstseins austrocknen, verdursten. B´er (2-1-200), Born oder Brunnen, heisst b´Or gelesen „im Licht“ und als Verbum Be´er Klären, Erklären, woraus folgt dass eine Erklärung die nicht in die Tiefe geht keine ist. Essäk (70-300-100), der Name des ersten Brunnens den die Knechte des Jizchak ausgraben, bedeutet Oschäk gelesen Unterdrückung, Ausnutzung, Ausbeutung, Beraubung, und zum Streit um die Wasser des Lebens kommt es immer nur dann wenn sie in eigennütziger Weise verwendet werden -- in dem Moment da wir sie nicht für uns allein beanspruchen fließen sie unerschöpflich und fröhlich. Ssitnah (300-9-50-5), der Name des zweiten Brunnens, ist die weibliche Form von Ssatan (300-9-50), die Teufelin also die uns daran hindert unser Glück als Privatpersonen zu finden. Erst um den dritten Brunnen giebt es keinen Zank mehr und das kommt wohl daher dass es hier nicht wajachpru heisst, „und sie gruben“, was sich auf die Knechte des Jizchak bezieht, sondern wajachpor, „und er grub“, denn da lässt er keine anderen graben um sich ihr Resultat anzueignen. Das hat er zwar auch schon bei den Brunnen seines Vaters getan hat, die er mit den selben Namen rief aber nicht bei seinen eigenen. Nun gräbt er selber in seinem eigenen Inneren wo er Rechowoth findet, die Weiten, die Erweiterungen die ihm niemand mehr rauben kann; und von dort steigt er hinauf nach B´er Schowa, dem Born der Siebenheit und findet die Erklärung für die Rätsel der sieben Tage.


Wajdaber Jehowuah äl Moschäh lemor soth thih´jäh Thorath haM´zorah b´Jom Taharatho – „und der Herr sprach zu Moschäh um zu sagen: dies sei die Anweisung des Aussätzigen am Tag seiner Reinung“ – w´huwo äl haKohen w´jozo haKohen äl Michuz laMachanäh w´ro´ah haKohen w´ hineh nirpo Näga haZora´ath haZ´rua – „und gebracht wird er zum Kohen und der Kohen geht zum Ausserhalb in Bezug auf das Lager (auf die Begnadung) hinaus und siehe da geheilt ist die Berührung des Aussatzes des Aussätzigen“ – w´ziwoh haKohen w´lokach laMitaher schthej Ziporim chajoth t´horoth w´Ez Äräs uSchni Thola´ath w´Esow – „und der Kohen befiehlt und er nimmt für den Reingewordenen zwei Vögel, lebendige, reine und Zedern-Holz und Scharlachrot und Ysop“ – w´ziwoh haKohen w´schochat äth haZipor ho´ächath äl K´li Chäräss al Majm Chajm – „und der Kohen befiehlt und er schächtet den einen (den einzigen) Vogel zu einem Gefäß aus Tonerde hin auf dem Wasser des Lebens“ – äth haZipor hachajoh jikach othah wäth Ez ho´Äräs wäth Schni haThola´ath wäth ho´Esow utowal otham wäth haZipor hachajoh b´Dam haZipor hasch´chutoh al haMajm haChajm – „den lebendigen Vogel er nimmt ihn und das Zedern-Holz und das Scharlachrot und den Ysop und er taucht sie und den lebendigen Vogel in das Blut des geschächteten Vogels auf den Wassern des Lebens“ – w´hisoh al haMitaher min haZora´ath schäwa P´omim utiharo w´scholach äth haZipor hachajoh al Pnej haSsodäh – „und er spritzt auf den vom Aussatz Reingewordenen sieben Male und er reinigt ihn und er entsendet den lebendigen Vogel auf das Antlitz der Wildnis“ – so heisst es im Ssefär Wajikro, „Und er ruft“, das ist das dritte Buch Moses.

Eine Deutung dieses tiefgründigen Textes und des Zusammenhangs in dem er steht erfordert eine eigene Abhandlung, einen Ansatz dazu habe ich im 21. Band meiner Werke gemacht, und hier sind mir nur leise Hinweise zu geben erlaubt. Schochat (300-8-9), Schächten, heisst Töten indem die Halsschlagader durchtrennt wird, vom Rumpf mit den vier Gliedern das eine Haupt abgeschnitten, was eine Wiederholung der „Ursünde“ ist, der Trennung des Baumes des Lebens vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Zora´ath (90-200-70-400), Aussatz, ist Zor-Eth gelesen der Fels, die Gestalt und die Bedrängnis der Zeit, wodurch haM´zora (5-40-90-200-70), der Aussätzige oder der vom Unheil Eingekreiste den Kontakt zu Machanah (40-8-50-5), der Begnadeten, der Gnade Gewordenen verliert. Die beiden Vögel deren Zweiheit ein Einziges ist sind ein Symbol für seine gespaltene Seele und in das Blut, das heisst in das Gleichnis seiner Sünde eintauchend wird ihm bewusst was in ihm aufleben und frei werden will. Zwar ist Näga haZora´ath, das „Mal des Aussatzes“ oder die Berührung, die Plage der zur Bedrängnis gewordenen, zum Fels erstarrten Zeit schon geheilt bevor der Kohen den davon Betroffenenen aufsucht, aber erst als er siebenmal mit der Mixtur aus Zedernholz, Scharlachrot und Ysop, dem Blut des geschächteten Vogels und den Wassern des Lebens bespritzt wird erblickt er Pnej haSsadäh, das Antlitz der Wildnis, das Pnej haSchedah gelesen das Gesicht der Dämonin ist als die er die Freiheit bis dahin verteufelt hatte, sie aber trotzdem nicht loswerden konnte.

Das nächste Zitat stammt aus demselben Kapitel, es bezieht sich jedoch nicht auf den Aussatz eines einzelnen Menschen sondern auf den eines Hauses, das nicht nur ein Gebäude sondern auch eine Familie oder Sippschaft sein kann -- wie das Haus Ja´akow, das Haus Habsburg undsoweiter: w´lokach l´chate äth haBajth schthej Ziporim w´Ez Äräs uScnni Thola´ath w´Esow – „und er (der Kohen) nimmt um das Haus zu entsündigen zwei Vögel und Zedern-Holz und Scharlachrot und Ysop“ – w´schochat äth haZipor ho´ächath äl K´li Chäräss al MajmChajm – „und er schächtet den einen (den einzigen) Vogel zu einem Gefäß aus Tonerde hin auf den Wassern des Lebens“ – w´lokach äth Ez ho´Äräs wäth ho´Esow wäth Schni Thola´ath wäth haZipor hachajoh utowal otham b´Dam haZipor hasch´chutoh uwaMajm haChajm w´hisoh äl haBajth schäwa P´omim – „und er nimmt das Zedern-Holz und den Ysop und das Scharlachrot und den lebendigen Vogel und taucht sie in das Blut des geschächteten Vogels und in die Wasser des Lebens und spritzt zu dem Haus hin sieben Male“ – w´chite äth haBajth b´Dam haZipor uwaMajm haChajm uwaZipor hachajoh uw´Ez ho´Äräs uw´Esow uwiSchni haThola´ath – „und er entsündigt das Haus im Blute des Vogels und in den Wassern des Lebens und in dem lebendigen Vogel und im Zedern-Holz und im Ysop und im Scharlachrot“ – w´schilach äth haZipor hachajoh äl Michuz lo´Ir äl Pnej haSsodäh w´chipär al haBajth w´toher – „und er entsendet den lebendigen Vogel zum Aussen der Stadt, zum Antlitz der Wildnis und er versöhnt das Haus und es wird rein“.

Dieses Haus war in sich zerstritten weshalb es versöhnt werden muss und weil Bajth (2-10-400), Haus, genauso geschrieben wird wie Bejth, der Name des zweiten Buchstabens und des Zahlzeichens für Zwei, ist dies die prinzipielle Versöhnung der Gegensätze wie auch immer sie heissen, Klein und Groß, Dick und Dünn, Reich und Arm, Schön und Hässlich, Liebenswert und Abscheulich etcetera. Während es beim aussätzigen Menschen noch hieß dass die vier Ingredienzen, das Zedernholz, der Ysop, das Scharlachrot und der lebendige Vogel, in das Blut des geschächteten hineingetaucht werden al haMajm haChajm, „über (oder auf) den Wassern des Lebens“, heisst es jetzt uwaMajm haChajm, „und in die Wasser des Lebens“. Was das erstere bedeutet so kann ich nur vermuten dass das irdene Gefäß mit seinem Inhalt über fließendes Wasser gehalten wird, also gleichsam nur dessen Aura erfährt während es jetzt ganz in dieses Wasser hineingetaucht wird. Daraus können wir schließen dass ein Mensch wenn ihn nur als Einzelnen die Verfehlung betrifft leichter behandelbar ist als wenn er von seiner Sippschaft verseucht worden ist -- womöglich schon über Generationen. „Und er entsendet den lebendigen Vogel zum Aussen der Stadt, zum Antlitz der Wildnis“, das besagt wenn wir Ir (70-10-200) als Bewusstsein verstehen dass der lebendige Vogel, die dahinfliegende Seele, den Raum des bisher dem Selbstbewusstsein Zugänglichen hinter sich lässt, eben weil der betroffene Mensch so tief in die Wasser nicht nur seines eigenen Lebens hineintauchen muss um zu genesen.


Das letzte hierher gehörige Zitat stammt aus dem selben Buch und bezieht sich auf den an einem Ausfluss Leidenden von dem gesagt wird: Isch Isch ki jih´jäh sow miB´ssaro Sowo tome hu, „ein Mann, ein Mann wenn es geschieht dass er ausfließt, aus seinem Fleische sein Ausfluss, unrein ist er“. Von seiner Heilung heisst es: w´chi jit´har haSow miSowo ussofar lo schiw´ath Jomim l´Taharatho w´chibäss B´godajo w´rochaz B´ssaro b´Majm Chajm w´toher – „und wenn der Ausfließende von seinem Ausfluss rein wird dann soll er sich sieben Tage abzählen für seine Reinwerdung und seine Kleider waschen und sich baden im Wasser des Lebens“ – uwa´Jom haschmini jikach lo schthej Thorim o schnej Bnej Jonah uwo liFnej Jehowuah äl Päthach Ohäl Mo´ed un´thathom äl haKohen – „und am achten Tag nehme er sich zwei Turteltauben oder zwei Söhne der Taube und bringe sie zum Antlitz des Herrn, zur Öffnung des Zeltes der Zeit und gebe sie dem Kohen“ – wossah otham haKohen ächad Chatoth w´ho´ächad Olah w´chipär olajo haKohen liFnej Jehowuah miSowo – „und der Kohen soll sie bereiten, einen als Entsündigung und den einen (den einzigen) als Aufstieg (als Höhe) und versöhnen soll auf ihm der Kohen zum Antlitz des Herrn von seinem Ausfluss“.

Jonah (10-6-50-5), die Taube, gilt als Symbol des heiligen Geistes, was auf die Taufe des Jesus im Jordan zurückgeht wovon es bei Matthäus heisst: baptisthejs de ho Jäsus euthys anebä apo Hydatos kai idu äneochthäsan hoi Uranoi kai ejden Pneuma The´u katabainon hosej Peristeron erchomenon ep auton, „als Jesus getauft war stieg er sogleich aus dem Wasser herauf und siehe die Himmel öffneten sich und er sah einen Geist Gottes herabsteigend wie eine Taube auf sich zukommend“. Der bestimmte Artikel vor Pneuma fehlt in allen Handschriften und ist erst später hinzugefügt worden; bei Markus ist er vorhanden dafür fehlt bei ihm die Angabe dass es der Geist Gottes war: kai euthys anabainon ek tu Hydatos ejden s´chizumenus tus Uranus kai to Pneuma hos Peristeron katabainon, „und sogleich stieg er aus dem Wasser herauf und sah die Himmel gespalten und herabsteigen den Geist wie eine Taube“ – ejs auton, „in sich hinein“, wie nicht alle Abschriften ergänzen. Im Hebräischen erweckt das Wort Jonah eine andere Assoziation, es ist das Partizip von Jonah (10-50-5), Gewalttätig-Sein, Unterdrücken, im Hifil Honoh (5-6-50-5), Übervorteilen, Täuschen, Betrügen; so ist beim Nawi Zefanjah zu lesen: hoj Mor´oh w´Nig´aloh ho Ir ha´Jonah, „wehe der Furchtbaren und sich Besudelnden, der Stad der Gewalttätigkeit“ – womit Jerusalem gemeint ist und Ir ha´Jonah kann auch als „Stadt der Taube“ übersetzt werden.

Thor (400-6-200) ist die Turteltaube und bis heute ist Turteln ein Synonym für Liebkosen, das Gurren der Wildtauben wirkt betörend und im Lied der Lieder stehen die Verse: haNizozim nir´u wa´Oräz Eth haSomir higia w´Kol haThor nischma b´Arzenu – „die Blumen sind sichtbar auf Erden, die Zeit des Gesangs ist erreicht und die Stimme der Turteltaube wird hörbar in unserem Land“ – haTh´enoh chontoh Fagäjho w´haG´fonim Ss´modar noth´nu Rejach kumi lochi Rajothi Jafothi ulchi loch – „der Feigenbaum (die Begierde) treibt seine Frühfeigen hervor und die Knospen der Weinreben geben Geruch, steh auf, geh, meine Freundin, meine Schöne und geh zu mir hin“ – Jonathi b´Chagwej haSsäla b´Ssethär haMadregah har´ini äth Mar´ajch haschmi´ini äth Kolech ki Kolech orew uMarech nowäh – „meine Taube in den Klüften der Felsen, im Geheimnis der Abstufung, lass deinen Anblick mich sehen, deine Stimme mich hören, denn angenehm ist deine Stimme und anmutig dein Anblick“. Dazu fällt mir ein dass mit Makom Ächad, „dem einzigen Ort“ der Ort gemeint war, wo sich die oberen mit den unteren Wassern vereinigen, wo sie münden ineinander und sich wirbelnd vermischen. Normalerweise kann ein irdischer Körper nicht an demselben Ort sein wie ein anderer irdischer Körper, da jeder einen Raum für sich einnimmt per definitionem. Der einzigartige Ort ist auf Erden für den Leib nur erreichbar wenn er mit einem anderen Leib in der Liebeswonne verschmilzt, weshalb der von beiden gleichzeitig erlebte Orgasmus so hoch gelobt wird; der ist jedoch ein Geschenk und wer ihn mithilfe von Trainigsprogrammen anpeilt der verfehlt ihn selbst dann wenn er ans Ziel kommen sollte.

Suw (7-2), Fließen, ist an sich nicht übel, dasselbe Wort steht auch in dem berühmt gewordenen Ausdruck Äräz sowath Cholaw uD´wasch, „das Land wo Milch und Honig fließt“. Warum wird also gesagt Isch Isch ki jih´jäh sow miB´ssaro Sowo tome hu, „ein Mann, ein Mann wenn es geschieht dass er fließt, aus seinem Fleische ein Fluss, unrein (schmutzig) ist er“ -- ? Im profanen Sinn ist damit eine Geschlechtskrankheit gemeint bei der es zu einem Ausfluss aus der Öffnung kommt aus welcher der Harn und der Leben spendende Same des Mannes beim Orgasmus entspringt. Wenn wir Bossar, Fleisch, in seiner anderen Bedeutung verstehen, dann haben wir es mit einem Manne zu tun der eine, womöglich sogar die frohe Botschaft hat aber nicht an sich halten kann und sie in jedem passenden und unpassenden Augenblick verkündigen muss. Ein solcher wäre einem übererregten Mann zu vergleichen der beim geringsten Anlass seinen Samen verliert, die groteske Karikatur eines charismatischen Menschen dessen erotische Wellen frei dahinströmen wie die Strahlen der Sonne ohne zu fragen ob und wem dies etwas bringt. Und am Ende wäre er ganz ausgeflossen und leer und die der Liebesgöttin seit jeher heilige Taube hätte er weil er nicht in der Lage war zu unterscheiden doppelt, auf beiden Seiten verspielt, bei den Bös- und den Gutwilligen, weshalb er sie beide zu opfern hat und kein lebendiger Vogel ihm bleibt. Dass er sich sieben Tage abzählt könnte bedeuten dass er sich seiner alten Welt vollkommen bewusst werden muss, und wenn er sein Opfer am achten Tag bringt hat er auch seine Vorstellung von der neuen Welt aufzugeben, weil seine Vorgehensweise mit Gewalt durchsetzt war, mit der Gewalt die er den anderen angetan hat indem er sich ihnen aufdrängte und mit der Gewalt die er sich selber antat indem er unter Zwang stand und sich mit dem Zwingherrn identifizierte -- aber im Wasser der Leben darf er neu sich erfinden.


Ego to Dipsonti doso ek täs Pägäs tu Hydatos täs Zoäs dorean, „ich selbst gebe dem Dürstenden aus der Quelle der Wasser der Leben umsonst“ – so spricht der neue König und entwertet damit jeden vorgefertigten Heilsweg und jede Gebrauchsanweisung die zum Glück führen soll. Die einzige Bedingung dafür dass wir das Wasser des Lebens, das in den Märchen der Völker die Toten und alles Abgestorbene zu neuem Leben erweckt, zu trinken bekommen ist unser Durst nach diesem Wasser. Wir dürsten ausnahmslos alle danach, die Frage ist nur ob wir es endlich zugeben und eingestehen dass uns die abgeschmackten Brühen und Soßen die uns vorgesetzt werden nicht munden und nicht erquicken, ja uns aus tiefster Seele anekeln. Und weil von den Dürstenden die Rede ist dürfen wir einen davon nicht vergessen, den Crucifixus der am Kreuz hängend gesagt hat: dipso, „mich dürstet“, was nur der Evangelist Jochanan überliefert, derselbe der auch als einziger von dem Gespräch zwischen der Frau am Brunnen und Jesus berichtet in dem er zu ihr gesagt hat: pas ho pinon ek tu Hydatos tutu dipsäsej palin hos dan piä ek tu Hydatos hu ego doso auto u mä dipsäsej ejs ton Ajona alla to Hydor ho doso auto genäsetai en auto Pägä Hydatos allumenu ejs Zoän ajonion, „jeder der von diesem Wasser trinkt wird wieder dürsten, wer aber trinkt von dem Wasser das ich ihm gebe wird nimmermehr dürsten in Ewigkeit sondern das Wasser das ich ihm gebe wird zu einer Quelle in ihm deren Wasser ins ewige Leben entspringen“.

Hat er den Mund zu voll genommen, muss er wegen seiner Überheblichkeit in die denkbar erniedrigendste Position gebracht werden und öffentlich bekennen dass er Durst hat wie jeder gewöhnliche Verbrecher in dieser Aufhängung bei der das Blut nach unten absackt und die Kehle austrocknet? Die Worte des Evangelisten Johannes sind unglaublich zynisch, jedenfalls in meiner Empfindung: meta tuto ejdos ho Jäsus hoti ädä panta tetelestai hina telejothä hä Grafä legej dipso, „nach diesem, da Jesus wusste dass alles schon vollbracht war sagte er um die Schrift zu erfüllen: mich dürstet“. Erschütternder kann es nicht offenbar werden wie abgrundtief die Einsamkeit Jesu gewesen sein muss wenn sich sein „Lieblingsjünger“ auf eine solch absurd grausame Weise von seinem entsetzlichen Leid distanziert, und das im Nachhinein noch wo er sein Evangelium schreibt! es sei denn es war ein Fälscher am Werk, meine Fassungslosigkeit richtet sich dann an ihn. In jenem unvorstellbar schrecklichen Augenblick in dem der gekreuzigte Jesus von nichts anderem mehr wusste als von seinem brennenden Durst soll er darauf aus gewesen sein „die Schrift zu erfüllen“, und während er die Qual noch nicht ausgestanden hat soll er gewusst haben „dass alles schon vollbracht war“. „Die Schrift“ ist in diesem Fall gar keine Profezeiung sondern ein Klagelied das mit den Worten beginnt: Eli Eli lamah asawthani rachok m´Ischuathi Scha´anothi, „mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? fern von meiner Rettung sind die Worte meines Gebrülls“. In einem späteren Vers dieses, des 22. Psalmes heisst es: jowesch kaChäräss Kochi uL´schoni mudbok Malkochi w´la´Afar Mowäth thischp´theni, „vertrocknet wie Tonerde ist meine Kraft und meine Zunge wird an meinen Gaumen geklebt und zum Staub des Todes legst du mich ab“. Wenn Jesu Tod diesen von Gott verlassenen Menschen hätte nachahmen wollen oder sollen, warum, und nun muss auch ich zynisch werden, ist dann nicht auch der vorige Vers in Erfüllung gegangen und sein Knochengerüst eingestürzt? Denn da wird gesagt: kaMajm nischpachthi w´hithpordu kol Ezmothaj hajoh Libi kaDonag nomess b´Thoch Me´aj, „ausgegossen wie Wasser werde ich und all meine Knochen haben sich voneinander getrennt, wie Wachs ist mein Herz, in der Mitte meiner Eingeweide schmilzt es dahin“.

Vom Crucifixus berichtet der Evangelist Jochanan ausdrücklich dasss seine Gebeine unversehrt blieben, wofür er gleichfalls die Schrift verantwortlich macht: egeneto gar tauta hina hä Grafä plärothä Ostun u syntribäsetai autu, „denn dieses geschah damit die Schrift erfüllt würde: nicht zerbrochen werden seine Gebeine“ – was sich auf das Pässach-Lamm bezieht von dem der „Herr“ sagt: w´Äzäm lo thischbru wo, „und sein Gebein sollt ihr ihm nicht zerbrechen (und sein Wesen könnt ihr ihm nicht zerstören)“.

Mit den „sieben Worten des Erlösers am Kreuz“ kann es sich nicht so verhalten haben als seien sie von einem Lehrstuhl gesprochen worden welcher Eindruck aber erweckt und womit unterstellt wird, dem Gekreuzigten hätten die Qualen nichts anhaben können, seine Göttlichkeit hätte sie gleichsam neutralisiert -- weshalb eine Richtung der frühen Christen der Meinung anhing er hätte nur einen „Scheinleib“ gehabt. Im Evangelium nach Matthäus lesen wir: apo de hektäs Horas Skotos egeneto epi pasan tän Gän heos Horas enatäs – „von der sechsten Stunde an geschah eine Finsternis auf der ganzen Erde bis zur neunten Stunde“ – peri de tän enatän Horan aneboäsen ho Jäsus Fonä megalä legon: Äli Äli lema sabachthani, tut estin The´u mu The´u mu hinati me enkatelipes – „um die neunte Stunde aber schrie der Jesus laut auf und sagte mit großer Stimme: Eli Eli lamah asawthani, das ist: mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ – tines de ton ekej hestäkoton elegon hoti Älian fonej autos – „einige von den dort Herumstehenden sagten: er ruft den Elijah“ – kai euthys dramon hejs ex auton kai labon Spongon pläsas de Oxus kai perithejs Kalamo epotizen auton – „und sogleich lief einer von ihnen herbei und nahm einen mit Essig gefüllten Schwamm und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn (damit)“ – hoi de Loipoi elegon: afäs idomen ej erchetai Älias soson auton – „die Übrigen aber sagten: lass, wir wollen sehen ob Elijah kommt und ihn rettet“ – ho de Jäsus palin kraxas Fonä megalä afäken to Pneuma – „der Jesus aber schrie abermals auf mit lauter Stimme und warf den Geist ab“.

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