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Galuth jehoschua maschiach


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Dass das strenge Gefüge der Welt von ihrer Basis her aufgesprengt werden will entnehme ich auch der Episode aus dem Evangelium in der es zur Begegnung des Reichen mit dem Menschensohn kommt und die mit den Worten beginnt: kai epärotäsen tis auton Archon legon: Didaskale agathe, ti poiäsas Zoän ajonion kläronomäso, „und es fragte ihn einer von den Machthabern: guter Meister, was soll ich tun um das ewige Leben zu erben?“ Er ist offensichtlich davon überzeugt das ewige Leben sei so wie alle übrigen Dinge beschaffen und kausal anzugehen, nur hat er den nötigen Kniff noch nicht heraus. Jesus weist ihn zurecht indem er seiner Einschmeichelei eine Abfuhr erteilt und sich selbst nicht gut heissen will: udejs agathos ej mä hejs, „keiner ist gut ausser Einem“ – und nicht in allen Handschriften ist dieser Aussage das Wort ho Theos, „der Gott“, angehängt. Um den Mann genauer zu prüfen fragt Jesus ihn nach den Geboten die dieser alle eingehalten zu haben behauptet seit seiner Jugend, womit er sich als Heuchler entlarvt und unfreiwillig bekennt dass er sich durch seinen scheinbaren Gehorsam vom Leben abschnitt. Akusas de ho Jäsus ejpen auto: eti Hen soi lejpej, „als Jesus (dies) hörte sagte er zu ihm: es fehlt dir noch Eines“ – und dieses Eine steht in engster Beziehung mit dem Einen der gut ist: panta hos echejs poläson kai diados Ptochois kai hexejs Thäsauron en Uranois kai deuro akoluthej moi – „alles was du hast gieb es preis und verteile es an die Armen und haben wirst du einen Schatz in den Himmeln, und komm! folge mir“ – ho de akusas tauta perilypos egenäthä än gar plusios sfodra – „als er dies aber hörte wurde er tief betrübt denn er war schwer reich“.

In Anbetracht dessen sprach Jesus das berühmt gewordene Wort: eukopoteron gar estin Kamälon dia Trämatos Rafidos dielthejn ä Plusion ejs tän Basilejan tu The´u ejselthejn, „leichter ist es nämlich dass ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht als dass ein Reicher in das Königtum des Gottes hineinkommt“. Dazu gab ein Priester aus Sachsen beim deutsch-tschechischen Gottesdienst zu Ehren des heiligen Gunther in Dobra-Woda, Gutwasser, dem ich neulich beiwohnte die bekannte Erklärung, das „Nadelöhr“ sei der Spitzame für ein besonders enges Tor in Jerusalem gewesen wofür es aber keinen Beleg giebt, und dann fügte er noch eine weitere Erklärung hinzu: im Aramäischen sei das Wort für Kamel dem für Strick ähnlich -- wie es heisst sagte er nicht -- und „die Griechen“ mit denen er die Evangelisten meinte hätten ein Kamel daraus gemacht, der Spruch müsste eigentlich heissen: „eher geht ein Strick durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel hineinkommt“. Die bedingungslose Preisgabe von allem was einem hierzulande Halt und Verankerung giebt schwächte er ab mit der Deutung man solle mit seinem inneren und äusseren Reichtum nicht geizen und anderen davon abgeben. Auf mich machte er nicht den Eindruck als hätte er das einzig Fehlende, das fehlende Eine erworben, eine tiefe Depression verbarg sich in seinem schönen Priestergewand und seinem wallenden Bart womit er aussah wie der Erzväter einer, weil er nur vom Glück in dieser Welt sprach das man erreichen könnte wenn man sich Jesus zum Freund gemacht hätte -- wobei er ganz unglücklich dreinsah. Als sein tschechischer Amtsbruder der den liturgischen Teil übernommen hatte und die Oblaten austeilte einmal mit der Hand ausholte bei seiner Verrichtung, da wich er unwillkürlich vor ihm zurück wie ein geprügelter Hund obwohl er ausser Reichweite war. Ganz unter den Tisch fiel wieder und zu meinem Leidwesen immer noch die Tatsache dass sowohl das Kamel als auch das Nadelöhr Bezeichnungen für hebräische Buchstaben und Zahlen sind, Gimel, Kamel, für die Drei und Kof, Nadelöhr, für Einhundert. Und weil Oschär (70-300-200), Reichtum, Vermögen, genauso geschrieben wird wie Ässär, das Zahlwort für Zehn, ist die Aussage Jesu ein Wortspiel das besagt: „eher geht Drei durch Hundert als Zehn“. Anders ist es nicht zu erklären warum seine Jünger die doch alles aufgegeben hatten um ihm zu folgen so entgeistert gewesen sein sollten als sie dieses Wort hörten: hoi de perissos exepläsonto legontes: kai tis dynatai sothänai, „sie aber waren über die Maßen erschrocken (entsetzt, ausser Fassung gebracht) und sie sagten: und wer kann gerettet werden?“ -- womit sie zu erkennen geben dass sie genauso wie der reiche Mann der den Kopf einzog und sich davon gemacht hatte, kausal gedacht hatten und aus reiner Berechnung, aus der Erwartung des zu verdienenden Lohnes hinter ihrem Meister hergingen und nun völlig konsterniert und ausser sich sind weil ihre Rechenregeln nichts gelten sollen.

„Eher geht Drei durch Hundert als Zehn“, das bedeutet dass unser „gesunder Menschenverstand“ im Hinblick auf das „Königreich Gottes“ nichts taugt und dass wir die neunundneunzig Schafe zurücklassen müssen um das eine, das verlorene zu suchen, den Durchbruch zu einer Dimension in der unsere Berechnungen und Gesetze nicht aufgehen. Wie Ajn, das Zeichen der Siebzig, welches Auge und Quelle zugleich ist, hat Kof, das Zeichen für Hundert, eine Doppelbedeutung; es ist nicht nur das Nadelöhr, es ist auch der Affe und damit unsere Verbindung zum Tierreich und allen Wesen die ausser uns leben; und die Einhundert ist auch der Anbruch der Zukunft im Jetzt, der Einbruch des Himmels in unsere gewohnte Umgebung, wodurch das Erste zum Letzten und das Letzte zum Ersten, das Wichgtigste zum Unwichtigsten und das Unwichtigste zum Wichtigsten und alles in sein Gegenteil umgestürzt wird.

Emblepsas autois ho Jäsus legej: para Anthropois adynaton all u para Theo, panta gar dynata para to Theo, „sie anblickend sagte Jesus zu ihnen: bei Menschen ist es unmöglich nicht aber bei Gott denn alles ist möglich bei Gott“ – so beantwortet er ihre Frage wie es möglich sein sollte dass jemand gerettet wird wenn die Drei leichter durch die Hundert geht als die Zehn. Petrus fasst sich als erster wieder und sagt: idu hämejs afäkamen panta kai äkoluthäkamen soi, „siehe wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt“. Jesus errät seine verschwiegene Frage „und was ist unser Lohn?“ und beantwortet sie so: Amän lego hymin udejs estin ho afäken Oikian ä Adelfus ä Adelfas ä Mätera ä Patera ä Tekna ä Agrus heneken emu kai heneken to Euangelio ean mä labä hekatontaplasiona nyn en to Kairo tuto Oikias kai Adelfus kai Adelfas kai Mäteras Pateras kai Tekna kai Agrus meta Diogmon kai en to Ajoni to erchomeno Zoän ajonion, polloi de esontai Protoi Es´chatoi kai Es´chatoi Protoi, „mit Gewissheit kann ich euch sagen: es giebt niemandem der Haus oder Brüder oder Schwestern Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt meinetwegen und der frohen Botschaft zuliebe der nicht empfängt hundertfach jetzt in diesem Moment Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Väter und Kinder und Äcker während der Verfolgungen und in der kommenden Welt ewiges Leben; viele (die meisten) aber der Ersten werden zu Letzten und die Letzten zu Ersten“.



In manchen Handschriften steht für idu kaina poio panta, „siehe alles erfinde ich neu“, idu kainopoio panta sodass es dort heisst: „siehe ich erneuere alles“. Hier muss endlich einmal gesagt sein dass das häufig gebrauchte Wort Idu, „Siehe!“ auf hebräisch Hineh (5-50-5) heisst worin die Fünf-Fünf-Fünf der Sechs-Sechs-Sechs gegenübergestellt ist, das dreifach geborene Kind welches Henah gelesen „Siehe da sind sie!“ bedeutet, die weibliche Vielheit, die unzählbaren Facetten der Welt, die zur Mutter unzähliger Kinder berufene Frau; und ihr gegenüber ist der Mensch in der Sechs die Eins der zweiten Fünf die von da bis zur Zehn reicht. Kainopoio heisst Neues Hervorbringen, Erneuern, und davon kommt der Kainopoiätäs, laut Wörterbuch ein Erfinder neuer Genüsse. Wäre dies einer von der Sorte unserer Lebensmittel-Chemiker die neue Genüsse versprechen von denen man krank wird indem sie künstliche Geschmacksstoffe und synthetisch hergestellte Aromen zusetzen dann hätten wir es mit einem arglistigen Betrüger zu tun. Von dem Gott der erst jetzt seinen Mund öffnet und den erstarrten Götzen ablöst der vor ihm den Thronsitz beherrschte ist dies nicht anzunehmen, und seine Aussage dass er der Anfang und das Ende zugleich sei ist auch so zu verstehen: „die Hauptsache bin ich und die Erfüllung“. Wäre er das Ende im zeitlichen Sinn so würde danach nichts mehr geschehen, alles bliebe sich gleich, seine Auserwählten würden ihn ewig anbeten und vor Langeweile umkommen; ist er jedoch die Erfüllung in jedem Moment dann geht es weiter und die schöpferische Kraft wird aufs neue lebendig, unendliche und unerdenkliche Welten erschaffend in denen die Geschöpfe nicht mehr von ihrem Schöpfer getrennt sind weil sie sich aneinander erinnern. Die „Zeit der Drangsal“ von der wir hörten dass es sie weder vorher gab noch danach je wieder geben wird ist auf unsere ganze Welt zu beziehen in welcher der Kampf zwischen Älohim und Jehowuah ausgefochten und bei deren Untergang die permanente Erneuerung mit ihren unerschöpflichen Wonnen durchbricht. Doch davon zu sprechen ist müßig weil die Paradoxien von unserem auf diese Welt zugeschnittenen Verstand nicht auflösbar sind, gespannt will er werden bis zum äussersten Punkt um uns als Sprungbrett zu dienen.
Erst jetzt wird mir bewusst dass Johannes niemals gesagt hat dass der auf dem Thron Sitzende Gott sei, und dies unterlässt er auch hier wo er dem Ausdruck ho Kathämenos epi to Throno doch leicht ho Theos hätte hinzufügen können. Als ich dem vierten Kapitel die Überschrift gab „die Vision vom Thron Gottes“, ließ ich mich von der Elberfelder Übersetzung irreführen worin der darauf bezogene Zwischentitel „der Thron Gottes“ lautet. In manchen Handschriften steht nur geschrieben: kai idu Thronos ekejto en to Urano kai epi Kathämenos, „und siehe ein Thron stand im Himmel und ein darauf Sitzender“; in der verbreiteten Version heisst es dagegen: kai epi ton Thronon Kathämenos was für gewöhnlich so übersetzt wird: „und auf dem Thron saß einer“, wörtlich: „und ein Sitzender war auf dem Thron“. Aber das ist nicht ganz korrekt ist da der Thron hier wo er zum erstenmal genannt wird im Akkusativ und nicht wie später im Dativ steht; epi mit dem Dativ giebt Antwort auf die Frage Wo? mit dem Akkusativ aber auf die nach dem Wohin? sodass mit diesem sehr leicht zu übersehenden und nicht übersetzbaren Wink der Usurpator gekennzeichnet ist der den Thron widerrechtlich einnahm, von dem er nun da alles Abgestorbene und Tote sich erledigt hat endlich gestürzt wird. Dass Johannes auch jetzt nicht verlauten lässt der Thronende sei ein oder der Gott erkläre ich damit dass er die allgemeine Gottesvorstellung nicht teilt und seine Leser von ihr abbringen will ohne in Rücksicht auf die Zensur allzu deutlich zu werden und deren Verdacht zu erwecken.

Thronos ist im übertragenen Sinn das Königtum, und obwohl sich der Thron und der ihn Einnehmende gleich geblieben zu sein scheinen haben sich beide doch unter der Hand völlig verwandelt; der neue König wie ich ihn nennen will ist von einer ganz anderer Sorte als es der frühere war, er hat Schluss gemacht mit der Diktatur und der Herrschaft und dafür ist sein zweiter Satz ein rührendes Beispiel. Ich zitiere ihn im Kontext um zu zeigen wie Johannes hier wiederum mit den Zeiten jongliert: kai ejpen ho Kathämenos epi to Throno: idu kaina poio panta kai legej: grapson hoti hutoi hoi Logoi pistoi kai aläthinoi ejsin kai ejpen moi: gegonan, ego to Alfa kai to O, hä Archä kai ho Telos – „und der auf dem Thron Sitzende sagte: siehe, neu mache ich alles, und er sagt: schreibe dass diese Worte die zuverlässigen und wahrhaftigen sind, und er sagte zu mir: es ist geschehen, ich bin das Aläf und das Thaw (Ich bin Du), der Anfang und das Ende“. Ejpen ist Vergangenheit, legej Gegenwart sodass die Rede des neuen Königs zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und nicht wie zu erwarten wäre der Zukunft sondern wieder der Vergangenheit oszilliert -- die Zukunft bleibt offen und alles wird möglich. Wenn er sagt „schreibe dass diese Worte die zuverlässigen und wahrhaftigen sind“, dann wirkt dies wie eine Persiflage auf ein Diktat und naiv weil selbstverständlich jeder Betrüger behaupten und auch unterschreiben kann dass seine Worte die zuverlässigsten und die wahrhaftigsten seien. Jochanan aber schlägt damit eine Brücke zu den Worten mit denen sich der Menschensohn der siebenten Gemeinde in Asia bekannt gemacht hat: tade legej ho Amän, ho Pistos kai Aläthinos, hä Archä täs Ktiseos tu The´u „so spricht der Amän (der Beständige, der Vertrauen hat und Vertrauen verdient), der Glaubwürdige und Wahrhaftige, der Anfang der Erschaffung des Gottes“. Ktisis heisst Schöpfung, Erschaffung und auch Geschöpf, Kreatur sowie Menschheit; die Rede ist doppeldeutig und kann einerseits heissen dass der Menschensohn das erste Geschöpf des Gottes gewesen sei, andererseits aber auch dass er diesen in seiner Menschlichkeit erst erschafft beziehungsweise erfindet -- Ktizo wovon Ktisis herkommt hat wie Poio auch diesen Sinn. Und Amän ist nicht nur als die Bekräftigung „so ist es“ zu verstehen sondern auch als der Wunsch „so sei es, so möge es sein“; denn der neue König ist kein Befehlender mehr und ohne die Zustimmung seiner Untertanen kann er nichts tun, sodass für diejenigen die sich nicht wünschen dass alles neu werden soll bis in Ewigkeit alles so bleibt wie es war. Sicut erat in Principio et nunc et semper et in Saecula Saeculorum Amen, „wie es war im Anfang so auch jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen“ – so lautet der Schluss der lateinischen Messe und in der Vertonung von Monteverdi und anderen Meistern ist er wunderbar weit, vom Text her aber fragwürdig. Wenn etwas konstant bleiben sollte dann ist es die Sehnsucht des Anfangs nach uneingeschränkter Kommunikation der Kreaturen untereinander und mit dem Kreator der nichts Furchteinflößendes mehr an sich haben darf wenn er beteiligt sein will.

Man könnte die Ablösung der Monarchie durch die Demokratie als die Erfüllung des Wunsches nach dem Regime-Wechsel ansehen, wären die Zentren aller maßgebenden Parteien nicht insgeheim von Leuten desselben Clubs eingenommen welche dieselben Interessen ungeachtet ihrer äusserlich vorgespielten Gegnerschaft vertreten und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchsetzen. Club bedeutet im Englischen Keule, Knüppel, Schlagholz und Schläger und erst in zweiter Linie Verein; Club-Foot heisst Klumpfuß und von daher ist zu vermuten dass die ursprüngliche Bedeutung von Club Klumpen war, eine unförmige Zusammenballung oder Verdichtung von Materie und später von Menschen die sich als Club organisieren und mit ihren Keulen und Knüppeln auf jeden einschlagen der nicht zu ihnen gehört. Das jüngste Beispiel für die Täuschung der Öffentlichkeit in Deutschland ist die so genannte Linkspartei die geründet wurde um den ins „Prekariat“ abgesunkenen Massen eine Perspektive zu bieten und sie weiterhin an die Demokratie glauben zu lassen. Kaum aber ist „die Linke“ an der Macht beteiligt wie in einigen Landesregierungen übt sie sich schon in „Realpolitik“ was nichts anderes heisst als der herrschenden Linie zu folgen. Bei den „Grünen“ die vorgaben der Zerstörung der Natur Einhalt zu gebieten lief es genauso, kaum waren sie am Mitbestimmen beschlossen sie die seit dem Hitler-Krieg ersten Einsätze deutscher Soldaten im Ausland und strichen die pflanzlichen und homöopathischen Heilmittel von der Kassenerstattung. All das ist Babylon wo nach Herzenslust und was das Zeug hält gelogen und betrogen und hintergangen wird -- nun aber da wir uns bis hierher durchgekämpft haben wo nur die glaubwürdigen und wahrhaftigen Worte Geltung beanspruchen können atmen wir eine andere Luft, eine frische und wohltuende ohne die frühere stickige und giftige ganz zu vergessen denn die Erinnerung an die vergangenen Übel steigert die jetzigen Wonnen. Aläthinos, Wahrhaft, Wahr, Ächt, setzt sich wie das synonyme Wort Äläthäs aus dem A der Verneinung und Läthä zusammen, das letztere bedeutet Vergessen; Lätho heisst Vergessen-, Verhohlen-, Unbemerkt-, Geheim-Sein oder -Bleiben und auch sich Verstecken sodass Alätheja, die Wahrheit, das Nicht-Vergessen und das Aufdecken des Geheimgehaltenen ist.


Ego to Dipsonti doso ek täs Pägäs tu Hydatos täs Zoäs dorean, „ich selbst gebe dem Dürstenden aus der Quelle der Wasser des Lebens umsonst“ – so lautet der dritte Satz des neuen Königs, und in dieser Hingabe besteht sein ganzes Regierungsgeschäft denn er selbst ist die Quelle der Wasser des Lebens; ki schthajm Ra´oth ossah Ami othi oswu M´kor Majm Chajm lachzow lohäm Boroth Boroth nischborim aschär lo jochlu haMajm, „denn ein doppeltes Übel hat mein Volk getan, mich die Quelle der Wasser des Lebens verließen sie um sich Brunnen herauszuhauen, Brunnen die sich selber zerbrechen und die Wasser nicht fassen können“ – so heisst es im Ssefär Jirmjahu. Das erste Übel besteht darin dass sie die von selbst entstandene Quelle allen Lebens und allen Geschehens verlassen um sich Brunnen in die Erde zu graben, das heisst Löcher in den eigenen Willen zu stanzen um die verborgene Substanz in eigener Regie zu ergreifen und sie sich gefügig zu machen; und das zweite Übel ist es dass diese künstlich verfertigten Gebilde sich weigern ihren Zweck zu erfüllen indem sie sich selber zerbrechen und nicht imstande sind das Wasser zu halten, es zerrinnt ihnen unter den Fingern und von dem was übrigbleibt wird ihr Durst nicht gelöscht. Hoj kol Zome l´chu laMajm wa´aschär ejn lo Kossäf l´chu schiwru wo´ächolu ulchu schiwru blo Chässäf uwlo M´chir Jajn w´Cholaw – „auf! jeder Durstige gehe hin zu den Wassern, und wenn ihr kein Geld habt dann geht, kauft und esst und geht und kauft Wein und Milch ohne Geld und ohne Preis “ – lomah thischk´lu Chässäf blo Lächäm w´Igiachäm blo l´Ssow´oh – „für was wägt ihr Geld ab ohne Brot (dafür zu erhalten) und eure Mühsal ohne Sättigung (zu erreichen)?“ – schamoa elaj wuchlu Tow w´thith´oneg baDäschän Nafsch´chäm, hatu Osn´chäm ulchu elaj schim´u uth´chi Nafsch´chäm – „hört auf mich und esst Gutes und eure Seelen sollen sich an Saftigem laben, neigt euer Ohr und geht zu mir und eure Seelen werden aufleben“ – so heisst es im Ssefär Jeschajahu. Das Wesentliche und Kostbare im Leben ist immer geschenkt und mit keinem Preis der Welt zu erkaufen. Und selbst dann wenn ich eine Hure aufsuche, was jetzt nur noch selten geschieht weil mich die Hormone nicht mehr so peitschen wie früher, bekomme ich die Berührung der Seelen als Zugabe zu der der Leiber geschenkt wenn ich mich selber verschenke und sie als Heilige ehre. Vor fünf Tagen sprachen mich in Eisenstein zwei mir bekannte Huren auf offener Straße an, nicht in Ausübung ihres Berufes wie mancher denken könnte (einen Straßenstrich giebt es dort nicht) sondern um mich zu begrüßen; die eine hätte ich wegen ihrer großen Sonnenbrille garnicht erkannt und die andere kam von hinter mir her um wie die erste einen kleinen Schwatz mit mir zu halten was mich tief beglückte. Ich hätte ihnen am liebsten die Hände die wir uns reichten geküsst, doch wollte ich die Guten nicht in Verlegenheit bringen; im Nachhinein tat ich es mehrmals bei den Gedanken an sie, und dass sie es spürten verrieten sie mir durch ihr reizendes und herzerwärmendes Lächeln aus der zur Nähe gewordenen Ferne.
W´hajoh ba´Jom hahu lo jih´jäh Or J´koroth j´kipa´on w´hajoh Jom ächad hu jiwoda laJ´howah lo Jom w´lo Lajlah w´hajoh l´Eth Äräw jih´jäh Or – „und es wird geschehen an jenem Tag da wird kein Licht sein, die Kostbarkeiten werden erstarren (die Lieben werden erfrieren, die Teuren werden an einen toten Punkt kommen) und es wird ein einziger Tag sein der dem Herrn bekannt ist, kein Tag und keine Nacht wird es sein und es wird geschehen: zur Zeit des Abends wird Licht sein“ – w´hajoh ba´Jom hahu jezo´u Majm Chajm m´Iruscholajm Chäzjom äl ha´Jam hakadmoni w´Chäzjom äl ha´Jam ho´acharon baKajiz uwaChoräf jih´jäh – „und an diesem Tag wird es geschehen dass die Wasser des Lebens aus Jeruschalajm herauskommen, ihre (eine) Hälfte zum früheren Meer hin und ihre (andere) Hälfte zum späteren Meer hin, im Sommer und im Winter wird es geschehen“ – w´hajoh Jehowuah l´Mäläch al Kol ha´Oräz ba´Jom hahu jih´jäh Jehowuah ächad uSchmo ächad – „und es wird geschehen dass Jehowuah zum König wird über der Ganzheit der Erde, an diesem Tag wird Jehowuah ein einziger sein und sein Name ein einziger (Name)“ – so heisst es im Ssefär Sacharjah. Nicht mehr Jehowuah Älohim, das Unglück der Götter wird er dann genannt, sondern ihr Glück weil sie in dem seltsamen Zwielicht des Tages an dessen Abend es hell wird und der unsere gegenwärtige Welt symbolisiert aus ihrer Erstarrung sich lösen und ihren toten Punkt überwinden indem sie einsehen dass das was er ihnen anbietet unendlich mehr ist als alles was sie jemals erschaffen und machen, ja sich vorstellen konnten.

En de tä es´chatä Hämera tä megalä täs Heortäs ejstekej Jäsus kai ekraxen legon – „an dem letzten Tag dem großen des Festes trat Jesus auf und rief indem er sagte“ – ean tis dipsa erchestho pros me kai pineto, ho pisteuon ejs eme kathos ejpen hä Grafä Potamoi ek täs Koilias autu reususin Hydatos zontos – „wenn jemand Durst hat soll er zu mir kommen und trinken (und) wer mir vertraut wie die Schrift sagt aus dessen Schoß werden Ströme lebendiger Wasser entspringen“ – tuto de ejpen peri tu Pneumatos ho emellon lambanejn hoi pisteusantes ejs auton upo gar än Pneuma hoti Jäsus udepo edoxasthä – „dies aber sagte er über den Geist den die empfangen sollten die ihm vertrauten denn noch war kein Geist da weil Jesus noch nicht geehrt war“. In zweifacher Hinsicht schwächt Johannes der Evangelist die tollkühne Rede des Jesus ab und raubt ihr den Sinn mit seinem ungehörigen Zusatz; zum einen tut er so als sei der Geist in seiner leibhaftigen Gegenwart noch nicht da und würde erst nach seiner „Verherrlichung“ womit seine Auferstehung gemeint ist erscheinen, zum andern macht er aus den lebendigen Wassern die im Hebräischen Majm chajm sind und daher auch die Wasser des Lebens (Majm Chajm) einen Geist was sie aber gerade nicht sind -- und dies wo er doch vorher von dem nächtlichen Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus erzählt hat in dessen Verlauf der erstere unter anderem sagt: amän amän lego soi, ean mä tis gennethä ex Hydatos kai Pneumatos u dynatai ejselthejn ejs tän Basilejan tu The´u, „mit zuverlässiger Gewissheit kann ich dir sagen: wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Wind so kann er in das Königreich des Gottes nicht hineinkommen“. Die Geburt aus dem Wasser ist die leibliche und die aus dem Wind die geistliche, die beiden gehören unzertrennlich zusammen, und wenn jemand nur aus dem Wind geboren wird ist er genauso unvollständig wie der nur aus dem Wasser Geborene. Hinzu kommt dass der Geist mit dem Kopf respektive mit dessen Inhalt dem Hirn verbunden ist, die Wasser des Lebens dagegen mit dem unteren Leib, und Jesus spricht ganz bewusst von den Strömen der lebendigen Wasser ek täs Koilias, das heisst „aus dem Bauch, aus dem Unterleib, aus dem Schoß“. Wenn Johannes sie hätte „vergeistigen“ wollen dann hätte er zumindest von den Strömen der Energie sprechen müssen die aus der Basis des Leibes entspringen und nicht aus dem Haupt, so aber hat er sich zum Fürsprecher all derer gemacht die das Untere in den Dreck ziehen und schmähen.

Die Stelle aus der Schrift auf die sich Jesus vermutlich bezieht stammt aus dem Ssefär Jeschajahu und wir lesen sie in der Übersetzung noch einmal: „Einst wird wie die Morgenröte durchbrechen dein Licht und dein Heilmittel eilends aufblühen und zu deinem Angesicht hin deine Rechtfertigung gehen, die Ehre des Jehowuah sammelt dich (aus deiner Zerstreuung), einst wirst du rufen und Jehowuah wird antworten (dir), du wirst um Hilfe schreien und er wird sagen: hier bin ich! Wenn du entfernt hast aus deiner Mitte das Joch und das Finger-Ausstrecken und das Reden von Unsinn und (wenn) du deine Seele dem Hungrigen hingiebst und sättigst die Seele dessen der missbraucht worden ist. Und in der Finsternis wird erstrahlen dein Licht und in deiner Dunkelheit wie der Mittag und leiten wird dich beständig Jehowuah und in unfruchtbaren (vertrockneten) Orten sättigen deine Seele und dein Wesen befreien, und du wirst sein wie ein Garten dessen Durst gelöscht wird und wie ein Ursprung von Wassern dessen Wasser nicht lügen. Und sie werden aus dir die Trümmerstätten (die Zerstörungen) der Welt (der Vorzeiten) erbauen, die Grundlagen von Generation und Generation wirst aufrichten du und man wird dich Beschützer der Breschen (der Brüche) nennen, Wiederhersteller der Pfade zum Feiern“.

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