Ana səhifə

Galuth jehoschua maschiach


Yüklə 0.68 Mb.
səhifə4/23
tarix13.05.2016
ölçüsü0.68 Mb.
1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   23

Paulus schreibt: episkopuntes mä tis Riza Pikrias ano fyusa enochlä, „sorgt dafür dass keine Wurzel der Bitternis nach oben wächst die (euch) stört“, was aber bedeutet dass wir diese Wurzel nicht ausrotten können und andauernd am Jäten sein müssen bis unsere Kräfte erlahmen und sie uns überwuchert. Für mich ist es die Wurzel des unvermeidlichen Wachstums von Jehowuah in der Welt der Älohim, bitter ist sie nur für diese und alle die sich ihnen gleichmachen, wenn wir aber nichts mehr gegen sie unternehmen enthüllt sie uns ihre Schönheit im Wachstum des Ganzen. Des Paulus Vision vom himmlischen Jerusalem hat nichts Einladendes an sich, jedenfalls nicht für mich da sich keine Vorfreude einstellt und seine vollkommenen Gerechten sind mir ein Graus. Auf die „zehn Gebote“ die Moschäh auf dem Berg Chorew erhielt der auch Har Älohim, „Berg der Götter“ und Ssinaj genannt wird und auf die Rahmenhandlung in der sie stehen kann ich hier nicht eingehen, ein eigenes Werk wäre dafür erforderlich wie ich schon sagte und viele tiefgründige Mysterien sind dabei zu entdecken, aber wie leichtfertig Paulus mit seinen Zitaten aus derThorah umgeht kann ich auch jetzt wieder zeigen. Moschäh war nicht „voller Zittern und Angst vor der furchtbaren Erscheinung des Herrn“, und diese entstellte Aussage bezieht sich nicht darauf wie Jehowuah auf jenen Berg im Feuer herabstieg und dessen Rauch wie der Rauch eines Schmelzofens aufstieg sondern auf seinen, des Moschäh zweiten Aufstieg zum Gipfel, nachdem er die ersten Tafeln zerschmettert hatte: wäthnapal liFnej Jehowuah karischonah arbojm Jom warbojm Lajlah Lächäm lo ochalthi uMajm lo schothithi al kol Chatathchäm aschär chatothäm la´assoth hoRa b´Ejnej Jehowuah l´hach´issu – „und ich warf mich nieder zum Antlitz des Herrn wie beim erstenmal, vierzig Tag und vierzig Nächte habe ich keine Speise gegessen und kein Wasser getrunken wegen all eurer Verfehlungen mit denen ihr euch verfehltet indem ihr das Böse in den Augen des Herrn getan habt um ihn zu reizen“ – jagorathi mipnej ho´Af w´haChemoh aschär kozaf Jehowuah alejchäm l´hischmid äthchäm wajschma Jehowuah elaj gam baPa´am hahu – „angesichts des Zornes und des Ingrimms mit denen der Herr auf euch wütend war fürchtete ich dass er euch vernichten würde doch der Herr hörte auch diesmal auf mich“.

Das andere von Paulus angeführte Zitat stammt vom Nawi Chagaj und bezieht sich auf den zweiten Tempel nach der Zerstörung des ersten: wathoh chasak S´rubawäl N´um Jehowuah wachasak Jehoschua Bän Jehozadok haKohen hagadol wachasak kol Am ha´Oräz N´um Jehowuah wassu ki ani äthchäm N´um Jehowuah Z´wa´oth – „und nun sei stark, Serubawäl, öffentlicher Ausspruch des Herrn, und sei stark, Jehoschua Sohn des Jehozadok Hoherpriester und alles Volk des Landes sei stark, öffentlicher Ausspruch des Herrn, geht ans Werk denn ich bin mit euch, öffentlicher Ausspruch des Herrn der Heerscharen“ – äth haDowar aschär korathi ithchäm b´Zethchäm miMizrajm w´Ruchi omädäth b´Thoch´chäm al thir´u – „die Sache die ich mit euch zusammen beschlossen habe in eurem Auszug aus Mizrajm und mein Geist halten stand in eurer Mitte, fürchtet euch nicht“ – ki choh omar Jehowuah Z´wa´oth od achath m´at hi wa´ani mar´isch äth haSchomajm wäth ha´Oräz wäth ha´Jam wäth häCharowah – „denn so spricht der Herr der Heerscharen: noch einmal, ein kleines ist es und ich werde die Himmel und die Erde erschüttern und das Meer und das Trockene“ – w´hiraschthi äth kol haGojm uwa´u Chämdath kol haGojm umilethi äth haBajth hasäh Kawod omar Jehowuah Z´wa´oth – „und ich werde alle Völker erschüttern und sie werden die Kostbarkeiten aller Völker herbringen und ich werde dieses Haus (diesen Tempel) mit Ehre erfüllen, spricht der Herr der Heerscharen“ – gadol jih´jäh K´wod haBajth hasäh ho´acharon min horischon omar Jehowuah Z´wa´oth uwaMakom hasäh äthen Schalom N´um Jehowuah Z´wa´oth – „größer wird die Ehre dieses Hauses, des letzten, sein als die des ersten, spricht der Herr der Heerscharen und diesem Ort gebe ich Frieden, öffentlicher Aussspruch des Herrn der Heerscharen“.



Dass auch der zweite Tempel wieder zerstört und durch einen dritten ersetzt werden würde der aber nicht mehr den Juden sondern den Muslimen geweiht ist, den so genannten Felsendom mit der goldenen Kuppel, konnte Chagaj nicht voraussehen. Aber wesentlicher ist seine Aussicht auf die Erschütterung der Welt der Älohim die in Wahrheit so weit geht dass sie zum Zusammenbruch führt und zwar nicht mehr nur einer der zahllosen Welten die sie erschufen sondern der ihren, ihrer ureigenen. Was für Chagaj noch der Tempel war das wird bei Jochanan zum neuen Jerusalem in die alle Völker ihre Kostbarkeiten hineinbringen wie in die Braut die keinem einzelnen Mann mehr gehört sondern allen die sich von ihr anziehen lassen und den befruchtenden Samen ihr spenden. Von zentraler Bedeutung ist die ermutigende Aufforderung al thir´u, „fürchtet euch nicht“, denn wo die Furcht herrscht und sei es die „Gottesfurcht“ sind wir noch immer unfrei und befangen -- wovor wir aber in Wahrheit Angst haben müssen das ist unser Missverstand der uns dazu verführt den „Herrn“ der alles mitleidet mit dem Gott zu verwechseln der nicht herunterkommt von seinem Thron. Im unmittelbaren Anschluss an die „zehn Worte“ steht der folgende Passus: w´chol ha´Om ro´im äth haKoloth wäth haLapidim weth Kol haSchofar wäth haHor oschan wajare ha´Om wajnu´u waja´amdu merachok –„und das ganze Volk nahm die Stimmen wahr und die Fackeln und die Stimme des Widderhorns und den rauchenden Berg und das Volk fürchtete sich und sie zitterten und sie standen von ferne“ -- wajomru äl Moschäh dabär athoh imanu w´nischmo´ah wal j´daber imanu Älohim pän namuth – „und sie sagten zu Moschäh: sprich du mit uns und wir wollen hören und Älohim soll nicht mit uns sprechen sonst müssen wir sterben“ – wajomär Moschäh äl ha´Om al thir´u ki l´wa´Awur nassoth äthchäm bo Älohim uwa´Awur thih´jäh Jir´atho al Pnejchäm l´wilthi thächato´u – „und Moschäh sagte zum Volk: fürchtet euch nicht denn in Bezug auf das Innere des Übergangs euch zu verführen ist Älohim gekommen und damit im Übergang die Furcht vor ihm über euren Wendungen sei um euch zu verfehlen für nichts“. In dieser befremdlich klingenden Übersetzung wird etwas anderes ausgesagt als in der gewohnten nach welcher die Furcht vor Gott uns vor der Sünde bewahrt. Wer sie aber nur aus Angst vor der Strafe umgeht der dreht sie so lange herum bis sie sich ihm im Gewand der Tugend darstellt. Und wer sich wie der stets das Unerschütterliche anpeilende Paulus nicht erschüttern lässt der darf den Zusammenbruch nicht erleben oder muss ihn verleugnen und sein Ideal mit eigenen Mitteln und auf eigene Kosten vergeblich zu rekonstruieren bemüht sein, wobei er die vom Himmel herabsteigende Braut nicht wahrnehmen kann.
In dem Brief an die sechste Gemeinde in Asia lässt der Sohn des Menschen ausrichten: ho nikon poiäso auton Stylon en to Nao tu The´u mu kai exo u mä exelthä eti kai grapso ep auton to Onoma tu The´u mu kai to Onoma täs Poleos tu The´u mu täs kainäs Jerusaläm hä kataibainon ek to Urano apo tu The´u mu kai to Onoma mu to kainon, „wer überwindet den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen und hinausgehen muss er nie mehr und ich schreibe auf ihn den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes des neuen Jerusalem die aus dem Himmel herabsteigt von meinem Gott und meinen Namen den neuen“. Amud, das hebräische Wort für Säule, kommt von Amad, Stehen, Bestehen, Stand-Halten, und weil es im neuen Jerusalem keinen Tempel mehr giebt sind keine Gesten der Unterwerfung mehr nötig, die Anbeterei hat ein Ende genommen. Wer das eingefleischte Gottesbild überwindet braucht auch keinem Ideal mehr nachzujagen, und zum Tempel, zum Heiligtum wird ihm alles, weshalb er von dort weder hinausgehen kann noch es will. Drei Namen bekommt er und so wird er fortan mit diesen gerufen, mit dem Namen Jehowuah, mit dem Namen der Braut und mit dem neuen Namen den nur der kennt der ihn empfängt und wem er ihn mitteilen will in trautester Stunde. Nicht in allen Handschriften steht kai to Onoma mu to kainon, in manchen fehlt das mu so dass es lediglich kai to Onoma to kainon heisst, „und den neuen Namen“ der mit der Neuwerdung des Ganzen einhergeht. In der neuen Welt fehlen drei Dinge die es in der alten noch gab, das Meer, der Tod und der Tempel. Mit Jam, dem Meer, ist Elah-Jam, die Göttin des Meeres die sich genauso wie Älohim schreibt zum Feind übergelaufen und zur Braut des Widders oder des Ziegenbockes geworden zu dem das Lamm herangereift ist -- das Pässach-Lamm wurde von den Schafen und von den Ziegen genommen wie wir uns erinnern. Den Unterschied zwischen diesen zwei Frauengestalten sehe ich darin dass in die Göttin des Meeres alle fließenden Wasser einmünden, von denen sie einen beträchtlichen Teil der Anziehungskraft der Sonne ausliefern muss damit er als Dunst aufsteigt und sich zu Wolken verdichtet, sie aber desungeachtet auf ihrem Status als Göttin beharrt; die himmlische Braut verlässt ihren göttlichen Wohnsitz, sie steigt zur Erde herab und wird irdisch ohne ihren überirdischen Glanz und ihre Strahlkraft zu verlieren, und in sie kommen nicht alle so ohne weiteres hinein, es verschließen sich etliche vor ihr und wer diese sind wird später erklärt.

Die Unterwerfung unter einen fremden Willen sowie auch die unter das Idealbild das man sich von sich selber gemacht hat, jedoch niemals freiwillig sondern als zwanghafte Reaktion auf die Demütigungen und Zurücksetzungen durch andere Menschen, entspricht dem Tod des eigenen Wesens; und mit diesem hätte in der Erneuerung auch der Thron abgeschafft werden müssen auf dem das Gottesbild die ganze Zeit über stumm und regungslos saß. Nun heisst es aber weiter im Text des Jochanan: kai äkusa Fonäs megaläs ek tu Thronu legusäs, „und ich hörte eine große Stimme aus dem Thron heraus sagen“; nach der Rede dieser Stimme spricht der auf dem Thron Sitzende und zum drittenmal wird der Thron in diesem Kapitel dort erwähnt wo es heisst: kai ho Thronos tu The´u kai tu Arniu en autä estai kai hoi Duloi autu latreususin auto, „und der Thron des Gottes und des Lammes wird in ihr sein und seine Knechte werden ihm dienen“ – was bei oberflächlichem Lesen so klingt als hätte sich überhaupt nichts geändert. Ein Thron steht normalerweise auf einem Podest zu welchem einige Stufen hinaufführen, und auch an sich selbst ist er schon ein über alles ringsum erhöhter Standort, hier aber heisst es en autä, „in ihr“ und nicht ep oder hyper autä, „über ihr“, sodass jener Thron im Innern der Braut steht als ein Gleichnis für ihren unteren Leib, dem Ort an welchem die Einung der füreinander wie geschaffenen Gegensätze stattfindet -- Kisse, der Thron, ist wie wir wissen auch der Stuhl auf dem das Gesäß und nicht der ganze Leib sitzt. Und weil ich jemand bin dessen Feuer sich entzündet nur dann wenn ich mich an etwas oder jemandem reiben kann liebe ich meine Feinde.



Zum Thron der mit dem Altar lange genug eine unheilige Allianz eingegangen war -- und es auch heute noch tut, nur dass die Etiketten ausgetauscht wurden -- passt eine Stelle aus der Thorah die unmittelbar im Anschluss an die oben zitierte Warnung des Moschäh vor den Verführungskünsten des Älohim steht: wa´amod ha´Om merachok uMoschäh nigasch äl ho´Arofäl aschär schom ho´Älohim – „und das Volk steht von ferne (besteht aus der Weite) und Moschäh tritt heran zu der Finsternis worin Älohim dort (für das Volk ungreifbar) ist“ – wajomär Jehowuah äl Moschäh koh thomar äl Bnej Jissro´el athäm r´ithäm ki min haSchomajm dibarthi imochäm – „und Jehowuah sagt zu Moschäh: so sollst du zu den Söhnen des Jissro´el sagen: ihr seht wie ich aus den Himmeln spreche mit euch“ – lo tha´assun ithi Älohej Chässäf w´Elohej Sohaw lo tha´assu lochäm – „bei mir braucht ihr keine Älohim aus Silber (aus Sehnsucht) zu machen, und Älohim aus Gold (aus Hingabe) braucht ihr euch nicht zu machen (denn ich bin die Erfüllung der Sehnsucht und das Ziel der Hingabe)“ – Misbeach Adomah tha´assäh li w´sowachtho olajo äth Olothäjcho wäth Sch´lomäjcho äth Zoncho wäth B´korächo b´chol haMakom aschär askir äth Sch´mi awo eläjcho uwerachthicho – „einen Altar aus Erde darfst du für mich machen und deine Erhöhung (deinen Aufstieg) und deine Instandsetzung (deine Wiedergutmachung) darbringen auf ihm, das was aus dir herauskommt und was du besinnst, an jedem Ort wo ich an meinen Namen erinnere, werde ich zu dir hineingehen und dich segnen“ – wim Misbeach Awonim tha´assäh li lo thiwnäh äth´hän Gosith ki Charb´cho henaftho oläjho wathchal´läho – „wenn du (aber) einen Altar aus Steinen für mich machen willst darfst du sie nicht als Behauene erbauen denn deine Zerstörung hättest du geschwungen auf ihr und sie entweiht (was sich auf Äwän bezieht, den im Hebräischen weibichen Stein)“ – w´lo tha´aläh b´Ma´aloth al Misb´chi aschär lo thigoläh Ärwathcho olajo – „und in Stufen sollst du nicht auf meinen Altar hinaufsteigen damit deine Blöße nicht auf ihm enthüllt wird“. Das ist eine klare Absage nicht nur an die Freimaurerei sondern an alle Versuche des Menschen sich das Heil mit seinen eigenen Eingriffen zugänglich und gefügig zu machen, hierarchisch gestaffelt in „Einweihungsgraden“ wobei jeder am Boden Gebliebene im „Meister vom Stuhl“ dasselbe Arschloch erkennt wie in dem kindischen „Papa auf dem heiligen Stuhl“.
Bevor wir die jetzige Rede der aus dem Thron heraus ertönenden Stimme besinnen gedenken wir ihrer zuvor gesprochenen Worte. In dem Kapitel vom Ausgießen der sieben Kelche der Leidenschaft Gottes heisst es: kai ho hebdomos execheen tän Fialän autu epi ton Aera kai exälthen Fonä megalä ek tu Na´u apo tu Thronu legusa: gegonen – „und der siebente (Engel) entleerte seinen Kelch in die Luft und eine große Stimme kam aus dem Tempel vom Thron her und sagte: es ist geschehen (es ist geboren)“. Genau dasselbe sagt später auch der scheinbar immer noch auf dem Thron Sitzende zu Jochanan: kai ejpen moi: gegonan, „und er sagte zu mir: es ist geschehen (es ist geboren)“ -- zwischen gegonen und gegonan besteht kein Sinnunterschied. Damit macht der Autor jedem aufmerksamen Leser klar dass der Thron und der auf ihm Thronende nunmehr eine Einheit darstellen, die Trennung zwischen unten und oben ist aufgehoben, und weil das Untere früher aus den vier Lebewesen bestand jetzt aber aus allen die den Weg gehen, ist auch die Trennung zwischen dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen und dem Baum des Lebens aufgehoben für jeden von uns im Schwert der Todesverwandlung, die Vier und die Eins in der Fünf. Aus der Wendung ek tu Na´u apo tu Thronu ergiebt sich dass sich der Thron im Tempel befand und mit diesem zusammen verschwindet er auch. Anlässlich des Untergangs von Babylon beziehungsweise ihrer Verwandlung in den Zufluchtsort für alle Verfemten ist zu lesen: kai Fonä apo tu Thronu exälthen legusa: ainejte to Theo hämon pantes hoi Duloi autu kai hoi Fobumenoi auton hoi Mikroi kai hoi Megaloi, „und eine Stimme kam vom Thron her und sagte: lobt unseren Gott all seine Knechte und die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen“. Das klingt ganz und gar konventionell und kann bei den Zensoren keinerlei Anstoß erregen, und ich wiederhole was ich schon gesagt habe: der Johannes auf Patmos bringt das Kunststück fertig die Zensoren zu täuschen und ihnen vorzumachen er teile ihre Auffassung von Gott während er ihn unter der Hand zur Abdankung zwingt und den erniedrigten und aus der Versammlung der Götter verstoßenen Jehowuah auf den Thron hebt der keiner mehr ist. Und hier wird wie an den anderen Stellen wo von den Kleinen und den Großen die Rede ist eine subversive Botschaft vermittelt, nämlich die dass es keinen Unterschied zwischen diesen zwei Kategorien mehr giebt und sich jeder lächerlich macht der groß oder gar der Größte sein möchte was auch für diejenigen gilt die sich selber klein und andere groß machen indem sie in diesen ihren Größenwahn unterbringen.

Hören wir nun die dritte Rede des Thrones: idu hä Skänä tu The´u meta ton Anthropon kai skänosej met auton kai autoi Laoi autu esontai kai autos ho Theos met auton estai – „siehe das Zelt des Gottes mit den Menschen zusammen und er wird mit ihnen zelten und seine Völker werden sie sein und er selbst, der Gott, wird mit ihnen sein“ – kai exalejpsej pan Dakryon ek ton Ofthalmon auton kai ho Thanatos uk estai eti ute Penthos ute Kraugä ute Ponos uk estai eti, ta Prota apälthan – „und er wird jede Träne aus ihren Augen abwischen und der Tod wird nicht mehr sein und weder Trauer noch Lärm noch Pein werden mehr sein, das Erste verschwunden ist es“ -- übergelaufen zum Feind. Nicht nur der Teufel steckt im Detail, das tut auch der „Herr“, denn als einer der zwanzig vier Alten dem Jochanan erklärt wer diejenigen seien die ihre Gewänder im Blut des Lammes weiss gemacht haben sagt er unter anderem: dia tuto ejsin enopion tu Thronu tu The´u kai latreu´usin auto Hämeras kai Nyktos en to Nao autu kai ho Kathämenos epi tu Thronu skänosej ep autus, „dadurch sind sie im Angesicht des Thrones des Gottes und dienen ihm bei Tag und bei Nacht in seinem Tempel und der auf dem Thron Sitzende zeltet bei ihnen“. Kai ho Kathämenos epi tu Thronu skänosej ep autus kann auch übersetzt werden mit „und der auf dem Thron Sitzende wohnt über ihnen“, was bei der jetzigen Rede kai skänosej met auton nicht möglich ist denn auch wenn wir anstatt zelten wohnen sagen lautet sie: „und er wohnt mit ihnen zusammen“, auf keinen Fall über ihnen. Und diejenigen mit denen er zeltet sind nun nicht mehr irgendwelche Auserwählten oder Ausgezeichneten die sich durch ein besonderes Verhalten hervorgetan haben sondern die Menschen, die Menschheit, Adam auf hebräisch. So fein sind die Veränderungen im Text des Jochanan dass man sie glatt übersehen könnte, worin sie den Veränderungen in unserem Leben gleichen die wir oft garnicht bemerken und die uns erst ganz allmählich und im Nachhinein bewusst werden.

Vom Zelt beziehungsweise vom Zelten ist im Text des Jochanan ausser in dem gerade wiederholt gelesenen Zitat und der jetzt zu besinnenden Stelle noch dreimal die Rede, einmal beim Sturz des Drakon vom Himmel zur Erde wo es heisst: arti egeneto hä Soteria kai hä Dynamis kai hä Basileja tu The´u hämon kai hä Exusia tu Christu autu – „erst jetzt ist geboren die Rettung und die Kraft und das Königreich unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten“ – hoti ebläthä ho Katägor ton Adelfon hämon, ho katägoron autus enopion tu The´u hämon Hämeras kai Nyktos – „denn abgeworfen ist der Ankläger unserer Brüder der sie Tag und Nacht im Angesicht unseres Gottes angeklagt hat“ – kai autoi enikäsan auton dia to Haima tu Arniu kai dia ton Logon täs Martyrias auton – „und sie besiegen ihn durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihrer Zeugenaussage“ – kai uk ägapäsan tän Psychän auton achri Thanatu – „und nicht lieben sie ihre Seele (ihr Leben) bis in den Tod“ – dia tuto eufrainesthe hoi Uranoi kai hoi en autois skänuntes – „darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die in ihnen zelten“; ein zweitesmal da wo von der Menschenbestie gesagt wird: kai änoixen to Stoma autu ejs Blasfämias pros ton Theon blasfämäsai to Onoma autu kai tän Skänän autu kai tus en to Urano skänuntas, „und sie öffnete ihren Mund zu Schmähungen gegen den Gott um seinen Namen und sein Zelt und die im Himmel zelten zu schmähen“ -- den Tempel und den darin Angebeteten lästert sie wohlgemerkt nicht; und ein drittesmal noch da wo es heisst: kai meta tauta ejdon kai änoigä ho Naos täs Skänäs tu Martyriu en to Urano kai exälthon hoi hepta Angeloi echontes tas hepta Plägas, „und mit diesem sah ich und geöffnet wurde der Tempel des Zeltes der Zeugenaussage im Himmel und heraus kamen die sieben Boten welche der sieben Plagen inne geworden“ – das sind die sieben letzten Unglücksschläge wie Plägä auch übersetzt werden kann, von denen Jochanan sagt dass in ihnen die Leidenschaft des Gottes ans Ziel kommt.

Die Wendung ho Naos täs Skänäs tu Martyriu, haBejth Ohäl Eduth, „das Haus des Zeltes der Zeugenaussage“, erscheint paradox da ein Haus etwas Feststehendes ist ein Zelt demgegenüber ab- und aufbaubar und damit beweglich, das Haus gehört den Sesshaften das Zelt den Nomaden und diese zwei Gruppen schließen sich aus. Anders sieht es jedoch aus wenn wir bedenken wie sehr die viel beschworene Mobilität unserer Tage und auch die Unruhe der Massentouristen, das Fernweh der Weltreisenden und die in Wirklichkeit nie beendete Völkerwanderung die Sehnsucht zum Ausdruck bringen die Erde kennenzulernen bis der Raum zu eng und der unerreichbare Kosmos zum Ziel wird. Die Zitate zeigen dass überall dort wo vom Zelt und vom Zelten gesprochen wird der Himmel im Spiel ist und die Aussage jedes glaubwürdigen Zeugen lautet: ich bin ein Nomade -- was für jeden Menschen zutrifft soweit er Kontakt hat zum Himmel; den hat er in seinen Tag- und Nachtträumen und wie bei jedem Pol ist der Gegenpol mit dabei und der des Himmels ist die Hölle auf Erden. Den äusseren Himmel kann er niemals durchmessen aber der innere kommt ihm entgegen und die Hochzeit feiern dann auch das Rationale und das Irrationale, das Begründbare und das Grundlose. Idu tän Skänän tu The´u meta ton Anthropon, „siehe das Zelt des Gottes mit den Menschen zusammen“, das bedeutet dass du nicht weisst wer oder was der Mensch ist solange du den Gott der Nomaden nicht kennst. Der ist kein starres und immerzu sich selbst gleiches Gebilde wie in dem Kirchenlied „Großer Gott wir loben dich“, wo es heisst „und wie du warst vor aller Zeit so bleibst du in Ewigkeit“; veränderlich und beweglich ist er wie die Wolken des Himmels, immer mit und in dir, da dein innerstes Wesen das seinige ist.

Sprechen wir anstatt von den Menschen in der dritten Person von uns selbst dann bedeutet der Anfang der jetzigen Rede des Thrones auch dies: lasst uns doch endlich die Beweglichkeit des Gottes erkennen die auch die unsere ist, zusammen mit uns ist er unterwegs und wir sind seine Völker, seine Vielfältigkeit und er selbst, dieser Gott den wir durch unsere Verehrung von uns entfernten, ist unzertrennlich mit uns zusammen, unsere Kraft und unsere Schwäche ist er – und weil es so unsagbar schön ist mit ihm zusammen zu wandern wollen wir von einer Endlösung nichts wissen. Kai autoi Laoi autu esontai, „und sie (die Menschen) werden seine Völker sein“ – damit wird jeder Gleichmacherei und auch jedem Gedanken an eine wie immer geartete Auserwähltheit eine unmissverständliche Abfuhr erteilt was notwendigerweise mit der Überwindung des Glaubens an einen auserwählten Messias einhergeht. Ho nikon kläronomäsej tauta kai esomai auto Theos kai autos estai moi Hyios, „wer überwindet der wird dies erben und ich werde ihm Gott sein und er wird mir Sohn sein“ – so spricht der auf dem Thron Sitzende nachdem der Thron seine Rede beendet, und wie aus einem Mund sprechen sie beide. Der Unterschied zwischen ihnen besteht nur darin dass der Thron von dem Gott in der dritten Person spricht, der Thronende jedoch in der ersten, aber im Sinn und im Inhalt sind sie sich einig. Und dieser ist wahrlich ein unerhörter Skandal, der Gipfel der Ketzerei denn all das was vom Christus ausgesagt wurde gilt nunmehr für jeden der überwindet -- weil der Sohn den Vater beerbt und der Vater Gott ist wird er zum Gott! Aber nicht so wie früher gedacht denn dieser Gott ist nicht Älohim sondern Jehowuah; ho Nikon, der Sieger, wird keine Menschenbestie mehr sein, kein Übermensch, davor bewahrt ihn der See aus Feuer und Schwefel; Schöpfer und Geschöpf zugleich wird er sein, nicht als Einzelner oder Angehöriger einer exklusiven Gemeinschaft sondern als Mitleidender und Mitfühlender der sich durch sein Mitleid und sein Mitgefühl mit allen anderen Wesen verbindet.

Was oder wen aber hat der Sieger zu überwinden? Es ist nicht der alte Adam oder das Ego, viel zu zäh sind diese beiden und zu fest eingewurzelt, es ist ho Katägor ton Adelfon hämon ho katägoron autus enopion tu The´u hämon Hämeras kai Nyktos, „der Ankläger unserer Brüder der sie Tag und Nacht im Angesicht unseres Gottes anklagt hat“ – wofür wir auch sagen können: der Ankläger der uns ununterbrochen vor unserem früheren Gott, vor Älohim der ihm ein offenes Ohr schenkt verklagt -- im Namen eines Ideals oder einer Perfektion die von keinem Menschen jemals erreicht werden kann. Wenn wir diesen Ankläger loswerden wollen dann brauchen wir nur für den unnahbar gestrengen und gnadenlosen Älohim den barmherzigen Jehwouah einzusetzen für den Jehoschua miN´zoräth Zeugnis abgelegt hat indem er für alle Sünder eintrat und ihnen die Schulden erließ. Dadurch hat er sie aus dem Zwang zur Wiederholung befreit was bei den Popen die sich auf ihn beriefen nicht mehr funktionierte weil sie die Schuld in der freien Willensentscheidung für das Böse sahen während sie in Wahrheit eine Nötigung ist der wir aus Schwäche erliegen. Dafür möchte ich ein Beispiel geben aus meinem jetzigen Leben: seit dem Tag da ich mich in dieser Schrift die wie all meine im Internet zu findenden Werke für die Öffentlichkeit bestimmt ist zu meinen Wutanfällen bekannte sind sie ausgeblieben, und seit dem Tag da ich meine Verzagtheit mir eingestand, meine Mutlosigkeit dieses Werk gebührend beenden zu können, ja meine Verzweiflung an allem, ist sie wie weggeblasen. Weil ich die Sympathie und das Verständnis für mich selber aufbrachte -- und keiner kann es für andere aufbringen der es nicht für sich selbst hat -- haben sich die Verknotungen mühelos und wie von selber gelöst. Hätte ich meine Schwächen oder Sünden moralisch verurteilt und rigoros bekämpft dann wären sie womöglich für eine Weile verschwunden aber nur um alsbald mit verstärkter Wucht wiederzukommen wie ich aus meinen früheren Erfahrungen weiss. Und darin sehe ich den Sinn des Jesus-Wortes das für alle ein Ärgernis ist die den neuen Menschen nach ihrem Gusto herstellen wollen und ihn aus Mangel an Vertrauen nicht heranwachsen lassen nach seiner eigenen Art: Ego de lego hymin mä antistänai to Ponero, „ich aber sage euch, widersetzt euch dem Übel nicht“ – „dem Bösen sollt ihr keinen Widerstand leisten, es nicht bekämpfen“. Um das nicht misszuverstehen muss hinzugefügt werden dass der Übeltäter der sein eigenes Übel nach aussen ablenkt es gerade damit bekämpft und sich selbst ihm nicht aussetzt.

1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   23


Verilənlər bazası müəlliflik hüququ ilə müdafiə olunur ©anasahife.org 2016
rəhbərliyinə müraciət