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Galuth jehoschua maschiach


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Sie macht sich noch anderweitig bemerkbar da es ungerecht wäre wenn sich nur das hinterlistig einschleichende Alte durchsetzen könnte, das offen zum Kampf und zur Auseinandersetzung antretende jedoch vernichtet würde. Von der Grenze des Stammes Jehudah heisst es: wolah haG´wul Gej Wän Hinom äl Käthäf haJ´wussi miNägäw hi Jeruscholajm wolah haG´wul äl Rosch haHor aschär al Pnej Gej Hinom Jomah aschär biK´zeh Ämäk R´fo´im Zafonah, „und hinauf steigt die Grenze das Tal Ben-Hinom zur Schulter der Jebusiter vom Süden, dies ist Jerusalem, und hinauf steigt die Grenze zum Gipfel des Berges der auf dem Angesicht des Tales Hinom nach Westen hin (steht) das (sich) am Ende der Tiefe der Totengeister nach Norden hin(zieht)“. Gej Hinom ist der Ort der im neuen Testament Geenna genannt wird und wo die Könige von Jehudah die Kinder dem Moloch zum Opfer darbrachten; Hinom (5-50-40) heisst „siehe da sind sie“, wobei sich das sie auf die männliche Mehrzahl bezieht und Ben-Hinom „Sohn, siehe da sind sie“ – deine Mörder. Refa´im (200-80-1-10-40), die Geister der Toten, sind Heiler vom Wort her denn Rafa (200-80-1) heisst Heilen, doch weit entfernt sind die Eroberer von ihrer Heilung, sie bleibt ihnen zafonah, verschüsselt. Nachdem die Grenzen des Stammes Jehudah abgesteckt sind ist zu lesen: wäth haJ´wussi Joschwej Jeruscholajm lo jochlu Wnej Jehudah l´horischom wajeschäw haJ´wussi äth Bnej Jehudah b´Iruscholajm ad ha´Jom hasäh, „und die Söhne des Jehudah vermochten die Jebusiter, die Einwohner von Jerusalem, nicht zu vertreiben (zu beerben) und der Jebusiter wohnt mit den Söhnen des Jehudah zusammen in Jerusalem bis zum heutigen Tag“. Laut der Beschreibung der Grenzen des Stammes Bin-Jomin gehört Jerusalem zu dessen Städten und dort heisst es ausdrücklich: w´haJ´wussi hi Jeruscholajm, „und der Jebusiter, das ist Jerusalem“.

Wuss (2-6-60) bedeutet Zertreten, Zertrampeln sodass haJ´wussi (5-10-2-6-60-10) derjenige ist „der mich zertrampelt“; und daran dass in Nomine Domini, „im Namen des Herrn“ dessen Wesen bis zum heutigen Tag mehr oder weniger bewusstlos zertreten wird kann kein Zweifel bestehen. Auf die Schicksalsverbindung von Jehudah und Bin-Jomin die ihren Brennpunkt in Jerusalem hat bin ich in den „Zeichen der Hebräer“ eingegangen, hier darf ich noch auf den Widerspruch aufmerksam machen der darin besteht dass der König von Jerusalem einer der fünf Könige der Amoriter war wie wir hörten, die Bewohner dieser Stadt jetzt aber auf einmal die Jebusiter gewesen sein sollten. Ho´Amori ist derjenige der mich ausspricht und haJ´wussi derjenige der mich zertritt, der erstere wird von dem letzteren verdrängt was der geschichtlichen Entwicklung entspricht. Ho´Amori und haJ´wussi das sind zwei der sechs Völker die im Ssefär Jehoschua genannt werden und vom Volk Israel als dem siebenten beerbt werden sollten; sie entsprechen den sechs Tagen der ersten Schöpfung die aber nicht durch deren Auslöschung zu überwinden und zu beheben sind sondern durch ihre Verwandlung wie ich nicht müde werde zu sagen. Lo hajthoh Ir aschär hischlimoh äl Bnej Jissro´el bilthi haChiwi Joschwej Giw´on äth haKol lokchu waMilchomah – „es war keine Stadt die mit den Söhnen des Jissro´el Frieden schloss ausser den Chiwitern den Bewohnern von Giw´on, das Ganze nahmen im Krieg sie“ – ki me´eth Jehowuah hajthoh l´chasek äth Libom likrath haMilchomah äth Jissro´el l´ma´an hacharimom l´wilthi häjoth lohäm Th´chinah ki l´ma´an haschmidom ka´aschär ziwoh Jehowuah äth Moschäh – „denn vom Herrn ging es aus dass ihr Herz gestärkt wurde um den Söhnen des Jissro´el im Krieg zu begegnen damit der Bann an ihnen vollstreckt und ihnen keine Gnade zuteil werden sollte sondern vernichtet sie wurden wie der Herr es aufgetragen hatte dem Moses“.



Die Ganzheit des Landes haben sie nicht einzunehmen, nicht zu fassen vermocht obwohl doch ihr scheinbar allmächtiger Gott für sie kämpfte der sogar imstande gewesen sein soll den Lauf der Sonne und des Mondes zu stoppen und große Hagelgesteine gezielt auf die Feinde seines Volkes zu schmeissen, sich jedoch was die Ganzheit betrifft als Schwächling erwies, was ich damit erkläre dass es zwei Götter waren und sind, der eine der für die absolute Vernichtung des Alten plädiert und Älohim heisst und der andere mit dem Namen Jehowuah der für dessen Verwandlung eintritt wie es schon war in der Geschichte von Noach und der „Sintflut“. Beispielhaft dafür ist die Stelle die im Anschluss an das gerade wiedergegebene Zitat steht: wajawo Jehoschua ba´Eth hahi wajachreth äth ho´Anokim min haHor min Chäwron min D´wir min Anow umikol Har Jehudah umikol Har Jissro´el im Arejhäm hächärimom Jehoschua, „und in jener Zeit kam Jesus herein und rottete die Anokim aus, vom Berg, von Chäwron (aus der Gesellschaft), von Dewir (aus dem Wort, aus der Sprache), von Anow (aus der Bindung) und von jedem Berg von Jehudah und von jedem Berg von Jissro´el, zusammen mit ihren Städten vollstreckte Jesus an ihnen den Bann“ – was bedeutet dass kein einziger überlebte, doch dann heisst es weiter: lo Nothar Anokim b´Äräz Bnej Jissro´el rak b´Asoh b´Gath uw´Aschdod nisch´oru, „es war kein Rest der Anokim (mehr) im Land der Söhne des Jissro´el, nur in Asah (in der Kraft), in Gath (in der Kelter) und in Aschdod (im Feuer der Liebe) sind sie übriggeblieben“. Die Anokim (70-50-100-10-40) gelten als Riesen, Anok (70-50-100) heisst aber nicht nur Riese sondern auch Halsschmuck, Halsgeschmeide und als Verbum Schenken, Gewähren, Erteilen, Verleihen. Mit den Refa´im, den Geistern der Toten die in Wirklichkeit Heilende sind haben sie gemeinsam dass sie Schrecken erregen und den Reflex sie auszurotten auslösen, ihre Gabe aber verkannt wird. Es sind die Erfahrungen der Geschlechter die vor uns gelebt haben und deren Verfehlungen wir so lange nachmachen müssen, sei es auch noch so subtil und verkleidet, bis wir sie in uns selbst erkannt haben. Asah, Gath und Aschdod sind drei der fünf Städte der Pelischthim die von den Söhnen des Jissro´el nicht eingenommen werden konnten und deren Häuptlinge nicht Melochim, Könige, genannt werden sondern Ssäränim (60-200-50-10-40), das heisst Achsen. Von chamäschäth Ssarnej F´lischthim ist die Rede, von den fünf „Filister-Fürsten“ und in ihnen ist die Fünfheit der Könige der Amoriter zu neuem Leben erwacht.
Von der Eroberung der Stadt Jerusalem durch Jo´aw und Dawid hörten wir schon und auch dass die Seele des letzteren die Blinden und die Lahmen seither gehasst hat wovon das Sprichwort herrührt: Iwer uFisseach lo jawo äl haBajth, „der Blinde und Lahme darf nicht ins Haus hereinkommen“, was aber auch so übersetzt werden kann: „ein Erwachter und ein Springender geht nicht in den Tempel hinein“. Das schon erwogene Jesus-Wort vom Ausreissen und Wegwerfen der Augen und Beine könnte eine nicht mehr genau rekonstruierbare Anspielung auf jenes Sprichwort und dem Sinn nach auch so gemeint sein: besser ist es blind zu werden für die vorherrschende Ordnung dieser Welt und für die kommende zu erwachen als heil im Gej-Hinom zu landen, und besser ist es angesichts der Greuel dieser Welt vor Schreck wie gelähmt zu sein um sie von da aus zu überspringen als unversehrt in den Tempel des Götzen zu gehen der die Verstümmelung und Ermordung von Menschen als Bedingung für seine Pseudo-Erlösung verlangt. Mit all dem will ich sagen wie leicht wir uns auch über das neue Jerusalem täuschen lassen wenn wir die gewohnten Maßstäbe nicht wirklich zerbrechen und von uns abtun, und zur Veranschaulichung muss ich wieder Paulus zitieren der in seinem Brief an die Galater schreibt: legete moi hoi hypo Nomon thelontes ejnai ton Nomon uk akuete – „sagt mir die ihr unter dem Gesetz sein wollt: hört ihr das Gesetz nicht?“ – gegraptai gar hoti Abraam dyo Hyius es´chen, hena ek täs Paidiskäs kai hena ek täs Eleutheras – „denn es ist geschrieben dass Awraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin und einen von der Freien“ – all ho ek täs Paidiskäs kata Sarka gegennätai ho de ek täs Eleutheras di Epangelias – „doch der von der Sklavin war dem Fleisch entsprechend geboren, durch Verheissung aber der von der Freien“ – hatina estin allägorumena hautai gar ejsin dyo Diathäkai, mia men apo Orus Sina ejs Dulejan gennosa hätis estin Hagar – „das ist bildlich gesprochen denn diese sind zwei Bündnisse, das eine vom Berg Ssinaj hat fürwahr in die Knechtschaft geboren, das ist Hagar“ – to de Hagar Sina Oros estin en tä Arabia systoichej de tä nyn Jerusaläm duleuej gar meta ton Teknon autäs – „denn Hagar ist der Berg Ssinaj in Arabien und steht mit dem jetzigen Jerusalem in einer Linie da sie sich mit ihren Kindern in der Knechtschaft befindet“ – hä de ano Jerusaläm eleuthera estin hätis estin Mätär hymin – „das obere Jerusalem aber ist frei (und) diese ist unsere Mutter“ -- gegraptai gar: eufranthäti Stejra hä u tiktusa, räxon kai boäson hä uk ädinusa hoti polla ta Tekna täs Erämu mallon ä täs echusa ton Andra – „denn es ist geschrieben: freue dich Unfruchtbare die du nicht gebarst, juble und jauchze die du keine Wehen gehabt hast, denn zahlreich sind die Kinder der Vereinsamten, mehr als die der (Frau) die den Mann hat“ – hymejs de, Adelfoi, kata Isaak Epangelias Tekne este – „ihr aber, Brüder, Kinder der Verheissung seid ihr wie Jizchak“ – all hosper tote ho kata Sarka Gennäthejs edioken ton kata Pneuma hutos kai nyn – „aber so wie der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist (Geborenen) verfolgte so ist es auch jetzt“ – alla ti legej hä Grafä? ekbale tän Paidiskän kai ton Hyion autäs u gar mä kläronomäsej ho Hyios täs Paidiskäs meta tu Hyiu täs Eleutheras – „doch was sagt die Schrift? wirf die Sklavin hinaus und ihren Sohn denn der Sohn der Sklavin soll auf keinen Fall erben mit dem Sohn der Freien zusammen“ – dio, Adelfoi, uk esmen Paidiskäs Tekna alla täs Eleutheras – „daher, ihr Brüder, sind wir nicht Kinder der Sklavin sondern der Freien“.

Der Verfasser dieser Zeilen erweckt den Eindruck ein Experte auf dem Gebiet der Schriften des Thanach zu sein was er sicher auch ist, doch kann er es einfach nicht lassen ihren Sinn zu verdrehen. Seiner Logik zufolge müsste Jesus aus Nazareth von einem bösen Geist besessen und verrückt gewesen sein nur weil es Leute gab die so etwas sagten und deren Gerede festgehalten wurde von den Evangelisten; denn es war nicht „die Schrift“ die gesagt hat dass die Magd der Ssarah namens Hagar, was haGer gelesen das Fremde bedeutet, samt ihrem Sohn Jischma´el (Ismael, „Gott erhört“) den die Araber als ihren Stammvater verehren hinauszuwerfen sei sondern die Ssarah: watherä Ssarah äth Bän Hagar haMizrith aschär joldah l´Awroham mizachek – „und Sarah sah den Sohn der Hagar, der Ägypterin, die dem Awraham geboren hatte, lachend“ – wathomär l´Awroham goresch ho´Amah hasoth wäth B´noh ki lo jirasch Bän ho´Amah hasoth im B´ni im Jizchak – „und sie sagte zu Awraham: vertreibe diese Magd und ihren Sohn denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohn, mit Jizchak“ – wajera haDowar m´od b´Ejnej Awroham al odoth B´no – „und wegen seines Sohnes war das Wort in den Augen des Awraham äusserst übel“. Er ist aber nicht Manns genug seiner Gattin zu widersprechen und schickt seine Nebenfrau Hagar und seinen Sohn von ihr in die Wüste; gnädigerweise hat er ihnen etwas Brot und Wasser mitgegeben damit sich ihr unvermeidliche Tod hinauszögert. Wathe´ar b´Midbar B´er Schäwa wajchlu haMajm min haChemäth wathaschlech äth ha´Jäläd thachath achad haSsichim – „und sie irrte in der Wüste von B´er-Schäwa herum und das Wasser aus dem Schlauch ging zu Ende und sie warf ihr Kind unter einen der Sträucher“ – watheläch watheschäw loh minägäd harchek kiM´tachawej Käschäth ki omrah lo är´äh b´Moth ha´Jäläd watheschäw minägäd wathisso äth Kolah wathew´ch – „und sie ging hin und setzte sich gegenüber für sich (allein) etwa einen Bogenschuss weit entfernt denn sie sagte: ich kann das Sterben des Kindes nicht sehen, und sie setzte sich hin und sie erhob ihre Stimme und weinte“.



Der Gott der sie und ihren Sohn vor dem Tod rettet ist Jehowuah auch wenn in der Schrift Älohim steht, und schon einmal hatte er sie erhört, da war sie schwanger und wurde weil sie stolz darauf war von ihrer Herrin misshandelt und sie floh vor ihr in die Wüste wo ihr der Engel des „Herrn“ erschien und ihr die Rückkehr empfahl. Paulus konstruiert einen Gegensatz zwischen dem Fleisch und dem Geist -- womit er nicht allein steht, auch Johannes der Evangelist schlägt scharf genug in diese Scharte -- das erstere sei unfrei und stünde unter dem Gesetz während der letztere frei sei. Dieser Gegensatz entspricht dem zwischen dem alten und dem neuen Menschen, zwischen Adam und Christus, der erstere sei zu töten und der letztere anzuziehen wie es mir als Kind im Religionsunterricht beigebracht wurde, wobei ich mich gefragt habe wie das denn zugehen sollte. Der „Fleischgeborene“ würde den „Geistgeborenen“ verfolgen, was aber nicht mit den Worten des Engels übereinstimmt der zu Hagar gesagt hatte: hinoch haroh w´jolad´th Ben w´korath Sch´mo Jischma´el ki schoma Jehowuah äl Onjech – „siehe schwanger bist du und du wirst einen Sohn gebären und seinen Namen Jischma´el nennen denn gehört hat Jehowuah auf dein Elend“ – w´hu jih´jäh Pärä Adom Jado waKol w´Jad Kol bo wal Pnej chol Ächajo jischkon – „und er wird ein Wildesel-Mensch sein und seine Hand wird in Allem und die Hand von Allem wird in ihm sein und wohnen wird er auf dem Gesicht all seiner Brüder“. Durch seine Verstoßung ist dieser Sohn frei geworden und mit seinem Menschsein lebt er die unbändige Freiheit eines Wildesels, desjenigen Tieres das selbst in der Domestikation einen Rest seines eigenen Willens bewahrt. In Jischma´el ist der auszurottende und nie völlig zu unterdrückende Naturmensch zu sehen, die Lebenskraft in jedem Menschen von der auch der Geist seine Energie bezieht und ohne den er nicht sein kann. Die einzige Sünde des Jischma´el war es dass er gelacht hat wobei man wissen muss dass Jizchak der Name des „rechtmäßigen“ Sohnes nichts anderes heisst als „er lacht“. Sein leiblicher Vater war Awimäläch wie ich im 39. Band meiner Werke nachweisen konnte, und diese Geschichte ist wirklich zum Lachen; aber die todernste Miene der Dogmatiker erlaubt es nicht die scherzhafte und ironische Seite der biblischen Schriften zu sehen -- im übrigen wird von einer Begegnung zwischen Jischma´el und Jizchak nirgends berichtet.

Roni Akorah lo joladah piz´chi Rinoh w´zachali lo cholah ki rabim Bnej Schomemah miBnej W´ulah omar Jehowuah, „juble du Unfruchtbare die du nicht geboren hast, brich in Jubel aus und jauchze die du keine Wehen gehabt hast denn zahlreicher sind die Söhne der Verlassenen als die Söhne der Verheirateten sagt Jehowuah“. Wenn sich dieses Zitat auf Jerusalem bezieht dann auf das alte von Bawäl zerstörte denn Schomemah ist die Verwüstete, Verödete, von den Menschen Verlassene -- und nicht auf das „obere“ oder „höhere“; damit gleicht sie der nicht nur von ihrem Geliebten sondern von allen verlassenen Ariadne auf Naxos die nur als solche von Dionysos gefreit werden konnte. Und nur ein Mensch der seinen Glauben an den allmächtigen Älohim verloren und die Gottverlassenheit kennengelernt hat, die Einsamkeit in ihrer grausamsten Form, ist imstande sich dem Sinn und der Tragweite des Namens Jehowuah zu nähern. Sollte es aber auf die beiden Frauen des Awraham gemünzt sein dann war ja Hagar die Verlassene und Ssarah die B´ulah, die Gattin, von deren Nachkommenschaft so großes Aufsehen gemacht worden ist während wir von den Kindern des Jischma´el nichts hören -- es sei denn dass wir ihn in Essaw, dem Zwillingsbruder des Ja´akow, aufleben sehen, am ganzen Körper behaart kommt er vor jenem zur Welt, ein Tiermensch auch er; und wie gerufen spricht Paulus von ihm in seinem Brief an die fiktiven Hebräer mit denen die Juden-Christen gemeint sind in der Passage die vom himmlischen Jerusalem handelt und die ich weiter unten vollständig zitiere. Zuvor aber will ich noch die kühne Behauptung hervorheben der am Berg Ssinaj geschlossene Bund habe in die Knechtschaft anstatt in die Freiheit geführt, wofür aber nicht die Hagar und ihr Sohn verantwortlich sind sondern die falsche Vostellung der legitimen Nachkommen, der zur Befreiung Berufenen von dieser. Neben dem Wort Liebe ist das Wort Freiheit das am meisten missbrauchte und ich bin dankbar und froh dass der Jochanan auf Patmos bei seiner Beschreibung der neuen Welt gänzlich ohne sie auskommt. Der Weg der Christenheit hat auch nur eine neue Form der Knechtschaft gezeitigt genauso wie alle „Befreiungskriege“ in die Unfreiheit führten und die „freie Welt“ eine raffinierte Verkleidung der konsequenter als je zuvor organisierten Versklavung ist, was auch für die „Presse-Freiheit“ zutrifft in der die wesentlichen Dinge einer strengen Zensur unterliegen die ebenso effektiv wie unsichtbar das heisst verinnerlicht ist -- schon allein aus dem Grund weil ansonsten die Werbe-Anzeigen ausblieben. Machen wir uns den Unterschied der Auffassung des Paulus vom neuen Jerusalem zu der des Jochanan bewusst, das des ersteren bleibt „oben“, es steigt nicht zur Erde herab, es hat kein Fleisch, kein Blut und keine Knochen und wird „unsere Mutter“ genannt sodass die Vermählung mit ihr einem virtuellen Inzest gleichkommt während es bei Johannes die Braut ist mit der wir guten Gewissens und freudigen Herzens die Hochzeit feiern dürfen, die Einung der Gegensätze auch der zwischen Jischma´el und Jizchak, Essaw und Ja´akow sowie den zwischen dem Wolf und dem Lamm.
Der angekündigte Abschnitt ist in der Elberfelder Übersetzung mit dem Zwischentitel „Heiligung im Blick auf das Ziel“ überschrieben und lautet: dia tas parejmenas Chejras kai ta paralelymena Gonata anorthosate kai Trochias orthas poiejte tois Posin hymon hina mä to Cholon ektrapä iathä de mallon – „darum sollt ihr die ausser acht gelassenen Hände und die entkräfteten Kniee aufrichten und gerade machen für eure Beine die Gleise damit das Gelähmte nicht abgelenkt sondern um so mehr geheilt wird“ – Ejränän diokete meta panton kai ton Hagiasmon u choris udejs opsetai ton Kyrion – „dem Frieden mit allen sollt ihr nachjagen und der Heiligung ohne die niemand den Herrn sehen kann“ – episkopuntes mä tis hysteron apo täs Charitos tu The´u mä tis Riza Pikrias ano fyusa enochlä kai di autäs mianthosin polloi – „sorgt dafür dass niemand die Gnade des Gottes entbehrt und dass keine Wurzel der Bitternis nach oben wächst die (nur) stört und durch die beschmutzt werden viele“ – mä tis Pornos ä Bebälos hos Äsau hos anti Broseos mias apedeto ta Prototokia heautu – „niemand sei ein Hurer oder Gottloser wie Essaw der für eine einzige Speise sein Erstgeburtsrecht verkauft hat“ – iste gar hoti kai metepejta thelon kläronomäsai tän Eulogian apedokmasthä, Metanoian gar Topos uch heuren kaiper meta Dakryon ekzätäsas autän – „denn ihr wisst wie er nachher den Segen zu erben bestrebt war und verworfen wurde weil er für die Buße keinen Raum fand obwohl er sie mit Tränen gesucht hat“. Das sie kann sich auch auf hä Eulogia, den im Griechischen weiblichen Segen beziehen, was mehr Sinn macht denn zur Buße bestand für Essaw keinerlei Anlass. Er hatte die Bitte des erblindeten Vaters erfüllt und ihm ein Wildbret nach dessen Geschmack erjagt und zubereitet, und als der Betrug des Ja´akow ans Licht kommt sagt Jizchak: bo Achicho b´Mirmoh wajkach Birchothächo -- „gekommen ist dein Bruder in Täuschung und deinen Segen hat er weggenommen“ -- wajomär hachi kora Sch´mo Ja´akow waja´akweni säh fa´amim äth B´chorathi lokach w´hineh athoh lokach Birchothi -- „und er sagte: wird sein Name deshalb Ja´akow gerufen? denn diese zweimale hat er mich hintergangen, mein Erstgeburtsrecht hat er mir weggenommen und siehe jetzt nahm er meinen Segen“. Lange Zeit habe ich wie wohl die meisten geglaubt dass Ja´akow im Alleinbesitz des väterlichen Segens gewesen sei und Essaw leer ausgegangen, so wird es allgemein hingestellt und ist doch eine Lüge; denn als Jizchak der selber der Meinung ist er könnte für seinen so schnöde betrogenen erstgeborenen Sohn den er liebte nichts mehr tun, von dessen Tränen bis ins Innerste seines Herzens gerührt wird, da erteilt er ihm den folgenden Segen: hineh miSchmanej ha´Oräz jih´jäh Moschawächo umi Tal haSchomajm me´al – „siehe aus dem Öl der Erde wird dein Verweilen sein und aus dem Tau der Himmel von oben“ – wal Charb´cho thich´jäh wäth Achicho tha´awod w´hajoh ka´aschär thorid uforaktho Ulo me´al Zaworächo – „und über deinem Schwert wirst du leben und dienen musst du deinem Bruder, doch wird es geschehen sobald du herabsteigst und sein Joch wirst du von deinem Halse abwerfen“.

Der natürliche und in seinem ganzen Leib lebende Mensch wurde und wird vom zivilisierten Kopfmensch unterjocht, tyrannisiert und zerstört; und die Folge dieser schweren Traumatisierung die jedes Kind wiederholt im Lauf seiner Erziehung erleidet ist das Abheben, die Trennung eines wesentlichen Seelenanteiles vom Tagesbewusstsein; der Essaw in uns flüchtet sich gleichsam in eine Traumwelt die keine Verbindung mehr mit der gegenwärtigen hat, und dort lebt er „vom Öl der Erde und vom Tau der Himmel -- über seinem Schwert“, das heisst ohne sich zu wehren, bis er sich besinnt und herabsteigt, dem Betrüger die reale Welt streitig macht und dessen Joch von seinem Halse abschüttelt. Welche Verheissung, was für ein Segen! Davon erlauben sich ein Paulus und alle die sich von seinesgleichen hinters Licht führen lassen nichts, aber auch garnichts zu ahnen; und so geht es weiter in seinem Text: u gar proselälythate Psälafomeno kai kekaumeno Pyri kai Gnofo kai Zofo kai Thyellä – „denn ihr seid nicht herangetreten zu etwas Berührbarem und einem brennenden Feuer und einer Gewitterwolke und einer Finsternis und einem Sturmwind“ – kai Salpingos Ächo kai Fonä Rämaton häs hoi Akusantes parätäsanto mä prostethänai autois Logon uk eferon gar to Diastellomenon – „und auch nicht zum Schall eines Widderhornes und zur Stimme von Worten deren Hörer sich verbaten dass die Rede ihnen auferlegt würde weil sie das Auseinandergesetzte nicht ertragen konnten“ – kan Thärion thigä tu Orus lithoboläthäsetai – „und wenn ein Tier den Berg traf war es zu steinigen“ – kai huto foberon än to Fantazomenon Moysäs ejpen: ekfobos ejmi kai entromos – „und so fürchterlich war die Erscheinung dass Moschäh gesagt hat: voll Angst und Zittern bin ich“ – alla proselälythate Sion Orej kai Polej The´u zontos Jerusaläm epuranio kai Myriasin Angelon Panägyrej – „sondern ihr seid herangetreten zum Berg Zijon und der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu einer feierlichen Versammlung von unzähligen Engeln“ – kai Ekkläsia Prototokon apogegrammenon en Uranois kai Kritä Theo panton kai Pneumasi Dikaion tetelejomenon – „und zur Gemeinde der Erstgeborenen die eingeschrieben sind in den Himmeln und zu Gott dem Richter aller und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten“ – kai Diathäkäs neas Mesitä Jäsu kai Haimati Rantismu krejtton lalunti para Abel – „und zu Jesus dem Vermittler eines neuen Bundes und zum Blut der Ausgießung das mächtiger spicht als (das des) Häwäl“ – blepete mä paraitäsästhe ton Lalunta ej gar ekejnoi uk exefygon epi Gäs paraitäsamenoi ton Chrämatizonta poly mallon hämejs oi ton ap Uranon apostrefomenoi – „seht zu dass ihr dem Sprecher nicht ausweicht denn wenn (schon) jene nicht entfliehen konnten die dem auswichen der den göttlichen Willen auf Erden kundtat um wieviel mehr wir wenn wir uns von dem aus den Himmeln abwenden“ – hu hä Fonä tän Gän esaleusan tote nyn de epängelletai legon: eti hapax ego sejso u monon tän Gän alla kai ton Uranon – „dessen Stimme einst die Erde erschütterte, nun aber verhieß er indem er gesagt hat: noch einmal werde ich, ja ich selbst nicht nur die Erde sondern auch den Himmel erbeben lassen“ – to de eti hapax däloi ton saleuomenon Metathesin hos pepoiämenon hina mejnä ta mä saleuomena – „was noch einmal offenbart die Umwandlung dessen das als Gemachtes erschütterbar ist damit das bleibt was nicht zu erschüttern ist“ – dio Basilejan asaleuton paralambanontes echomen Charin di häs latreuomen euarestos to Theo meta Eulabejas kai De´us – „deshalb lasset uns die wir ein unerschütterliches Königreich empfangen die Dankbarkeit behalten durch die wir dem Gott wohlgefällig dienen mit Angst und (mit) Furcht“ – kai gar ho Theos hämon Pyr katanaliskon – „denn auch unser Gott ist ein vernichtendes Feuer“.

Trotz seiner offenkundigen Regression spielt Paulus das alte gegen das neue Testament aus, und er war maßgeblich daran beteiligt dass die Judenchristen schon in seiner, spätestens aber in der nächsten Generation in der Versenkung verschwanden und die Brücke zwischen den Juden und den Christen abgebrochen wurde -- ein Verhängnis mit sehr schlimmen Folgen für beide. Für mich ist jener selbst ernannte Apostel das Paradebeispiel eines Menschen der glaubt das Alte hinter sich gelassen zu haben indem er es von sich abschnitt, aber in verkleideter Form holt es ihn wieder ein um noch übler zu wirken als vorher. Das ist auch dem gerade zitierten Text zu entnehmen, die Furcht und die Angst vor dem tyrannischen Gott werden nicht überwunden, auch wenn Eulabejas kai De´us mit Frömmigkeit und Respekt und Pyr katanaliskon mit verzehrendes Feuer übersetzt werden. In der ersten Hälfte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel „Das Alte im Neuen“, das ich mir erlaube hier wiederzugeben: „Das Alte kennt noch die Not und die Vertreibung, weiss noch von Hass, Zwietracht und Tod und ist verflucht und getrieben. So reisst es ins Elend Alles was nachwachsen will, gönnt keinem Werdenden seine Potenz, sondern begabt es mit Gift und Verderben. Neues kann da nicht gedeihen, sein Ort ist woanders, es muss sich entfernen. So lass es zurück und verschenk dich, verströme, vergeh! Denn je mehr du dich hingiebst desto mehr wird dir vergeben. -- Und was mit dem Alten? Wohin doch damit? Neid und Verzweiflung bringens zur Ballung und befangen im eigenen Kreisen zieht es sich zusammen, gebannt in Ohnmacht und Wut weil es dem ausser sich nichts mehr anhaben kann. Da hüpft das Neue im Ursprung heran, nimmt diesen Ball auf, wirft ihn in die Lüfte und fängt an, nie zu vergessen dies Leid. Im Spiel bleibt es dabei, in den Liedern der Liebe.“

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