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Galuth jehoschua maschiach


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Kai oisusin tän Doxan kai tän Timän ton Ethnon ejs autän, „und sie werden die Ehre und die Scheu der Gojm in sie hineintragen“. Oiso ist die Futur-Form von Fero und Oisusin die dritte Person Plural, die auch für unser unpersönliches „Man“ stehen kann, sodass es heisst: „und man wird die Ehre und die Scheu der Gojm in sie bringen“. Von den Königen wurde gesagt: ferusin tän Doxan auton ejs autän, „sie bringen ihre Ehre in sie hinein“, von den Gojm dagegen: peripatäsusin dia to Fotos autäs, „durch ihr Licht werden sie wandeln“. Eine Ehre hatten sie da offensichtlich noch nicht, sie sind oder waren ja die Untertanen der Könige, aber nun wird der Gegensatz zwischen Oben und Unten endgültig aufgehoben und den Unteren dieselbe Ehre oder Würde wie den Oberen zuteil. Es kommt ihnen sogar noch mehr als den Königen zu, Timä, wofür im Wörterbuch unter anderem steht: Genugtuung, Entschädigung, Bestimmung des inneren Wertes, Wertschätzung, Würdigung, Ehre, Verehrung, Ehrerbietung, Achtung, Auszeichnung, Anerkennung, Belohnung, ja sogar obrigkeitliche Würde, Herrschermacht, Vorzug. Warum ich Timä mit Scheu übersetze habe ich früher begründet, und hier passt dieses Wort insofern als die Untergebenen es selber nicht fassen können was ihnen zusteht und daher andere zur Hilfe herbei eilen müssen um ihre Ehre und ihre Würde in der Braut ankommen zu lassen. Wer diese anderen sind wird nicht gesagt, und auch das unbestimmte „Man“ erklärt nichts, wir können also nur raten. Die Gojm sind meiner Ansicht nach schon die ganze Zeit über im Licht der neuen Welt spazieren gegangen ohne es selber zu merken, ohne dass es ihnen bewusst geworden war, denn ihre Obergebenen hatten die Verbindung zwischen unten und oben gekappt, und wegen ihre Unterdrückung fühlten sie sich verworfen und unterlegen. In ihren Tag-Träumen und Fantasien ließen sie ihr Unglück jedoch hinter sich, scheuten sich aber dies auch im Wachen zu tun; und daher müssen sie von den zwölf Engeln welche die zwölf Tore behüten zum Eintritt ermuntert und ermutigt und unterstützt werden.
Diese Engel gleichen den Keruwim die den Weg zum Baum des Lebens bewachen und niemanden durchkommen lassen der sich der Todes-Verwandlung zu entziehen versucht und sich weigert die Umwertung aller Werte, den Umsturz von allem in sein Gegenteil zu akzeptieren. Deswegen heisst es diesen Abschnitt beschließend: kai u mä ejselthä ejs autän pan Koinon kai poion Bdelygma kai Pseudos ej mä hoi Gegrammenoi en to Biblio täs Zoäs tu Arniu, „und keinesfalls kann in sie hineingehen alles Gemeine und wer Greuel verübt und wer lügt, nur die geschrieben sind in dem Buch des Lebens des Lammes“. Von denen die Greuel begehen und lügen wurde zuvor schon gesprochen, neu aber ist hier pan Koinon, „alles Gemeine“ -- und die damit verbundene Botschaft ist für jeden der geglaubt hatte mit seiner Zugehörigkeit zu der in seinen Augen richtigen „Konfession“ eine Garantie oder einen Freifahrschein für seine Aufnahme in den Himmel zu haben ein ungeheurer Skandal. Koinos bedeutet Gemeinsam, Gemeinschaftlich, durch Gemeinschaft Verbunden, für alle Gleich, Allgemein, alle Angehend, Gemeinnützig, dem allgemeinen Besten Dienend, Gesamtheit, Ganzes, Gemeinschaft, Gemeinde, Gemeinwesen, Staat, Volk, öffentliche Angelegenheiten, Gemeinwohl, Gemeingut, allgemeiner Besitz sowie Teilnehmend, Beteiligt, Umgänglich, Freundlich, Gesellig, Leutseelig, Volkstümlich, Populär, im allgemeinen Interesse, im Allgemeinen, Gemein und Gewöhnlich. Koinä war die Bezeichnung der allen gemeinsamen Sprache in der hellenistischen Welt und in dieser wurde auch das neue Testament niedergeschrieben.

U mä ejselthä ejs autän pan Koinon, das heisst: „das allen Gemeinsame kann keineswegs in sie hineinkommen“. Das Gegenteil von Koinos ist Idios, den Einzelnen oder die eigene Person Betreffend, dem Einzelnen Gehörend, Eigen, Eigentümlich, Persönlich, Individuell, Eigenartig, Ungewöhnlich, Absonderlich, Sonderbar, Merkwürdig, Seltsam -- und von daher kommt der Idiot und das Idiotische wie wir schon sahen. Es ist das was jeder Mensch von sich abtrennen muss um zu einer Gemeinschaft zu gehören, das was die Gemeinschaft nach aussen oder nach unten verlagert um als solche zusammenzuhalten und in den Aussenseitern, Idioten und Fremden bekämpft. In sich gespaltene Menschen und eine in sich gespaltene Menschheit ist die Folge davon und alles Unheil das daraus entspringt hat im neuen Jerusalem nichts verloren. Der Weg dort hinein geht durch das Persönlichste und Intimste und ist mit dem neuen Namen verbunden den niemand kennt ausser dem der ihn empfängt -- Onoma kainon ho udejs oiden ej mä ho lambanon. Dieser Name korrespondiert mit dem des Reiters auf dem weissen Pferd von dem wir hörten dass er einen Namen geschrieben hat den niemand kennt ausser ihm selbst -- echon Onoma gegrammenon ho udejs oiden ej mä autos. Und genauso wie er seine furchtbare Traumatisierung, das seiner Mutter Entrissenwerden unmittelbar nach seiner Geburt, die schlimmste Form der Entfremdung, erleiden, ihre Folgen ertragen und sie in seinem Kampf überwinden und auflösen muss haben auch wir vorzugehen und zwar jeder auf seine einzigartige, unverwechsel- und unaustauschbare Weise um der Erlösung teilhaftig zu werden. Erst dann können wir das uns allen gemeinsam Werdende finden, die Braut zu der niemand uniformiert oder in einem Ordenskleid durchdringt weil sie sich jedem höchst persönlich zuwendet, seine Eigenart wahrnimmt und ihn in kein vorgefertigtes Schema hineinpresst. Was sie verlangt ist die Konfession im Sinne der einem vorgedruckten und kopierten Sündenkatalog nicht entnehmbaren Beichte, das wahrhaftige Bekenntnis zu dem Leben wie es gelebt worden ist, ohne Beschönigung aber auch ohne falsche Bescheidenheit, voller Stolz und voller Scham – Thodah auf hebräisch, Bekenntnis, Geständnis, Danksagung, Lobpreis.



Weil Bdelygma, das Greuel, das Grauenhafte und zu Verabscheuende und Pseudos, das Falsche, Unächte, Verlogene, Koinos hier nachgestellt sind haben wir sie unter diesem Aspekt zu betrachten. „Alle Menschen sind gleich“ -- das ist eine faustdicke Lüge und zieht die Gleichmacherei hinter sich her, die Normierung innerhalb eines eng begrenzten Bereichs die eine Vestümmelung ist. Wenn alle Menschen gleich sind so haben sie auch Anspruch auf das gleiche Glück, das im Besitz eines Fernseh-Apparats, eines Automobils und einer Waschmaschine besteht oder was der Gerichtsvollzieher den zahlungsunfähigen Schuldnern als Grundausstattung sonst noch belässt sowie dem nicht zu vergessenden Recht sich seine Schlächter selber zu wählen. Die Gründungs-Fabel der USA derzufolge jeder Laufbursche zum Präsidenten aufsteigen kann und jede Klofrau zur Millionärin ist eine Lüge denn ohne die Förderung durch Club-Mitglieder wird garnichts aus ihr oder ihm. All das ist die reine Verhöhnung und im Buch des Lebens des Lammes steht davon keine Zeile geschrieben. Dieses Buch erzählt eine ganz und gar andere Geschichte, es berichtet wie das was die Menschen nur allzuleicht zu opfern bereit sind um ihrem vermeintlichen Glück nachzujagen das sie von sich selber und allen übrigen Wesen entfernt – wie das Verachtetste zum Wertvollsten und Kostbarsten wird, zum Schlüssel der kommenden Welt und zur Erlösung der alten durch alle Alpträume und Nachtmähren hindurch – womit ich nichts gegen Morawa das bei uns Mähren genannt wird gesagt haben will.
Kai edejxen moi Potamon Hydatos Zoäs lampron hos Krystallon ekporeuomenon ek tu The´u kai tu Arniu, „und er zeigte mir den Strom der Wasser des Lebens, leuchtend wie Kristall und herauskommend aus dem Gott und dem Lamm“. In der Zusammenstellung des flüssigen Wassers und des festen Kristalls sind das Zeitliche und das Ewige miteinander verbunden und dass sie beide aus dem Gott und dem Lamm hervorkommen zeigt die Aufhebung des Unterschieds zwischen dem Größten und Kleinsten, dem Bedeutendsten und dem Geringsten, dem Mächtigsten und dem Ohnmächtigsten. Die Wasser des Lebens sind Energieströme die im Licht der Ebenbürtigkeit von Schöpfer und Geschöpfen erstrahlen sodass man nicht mehr sagen kann wer wen erschuf und dies auch gleich gültig ist. Nehmen wir als Beispiel dafür die wunderbaren Melodien von Mozart die er zwar „komponiert“ hat die ihm aber zuflogen und schon vor ihm da waren nur dass sie ausser ihm keiner hörte, und genauso gut wie zu sagen er erschuf sie lässt sich auch sagen dass sie ihn erschufen um zur Welt und zum Ausdruck zu kommen. Mit allen den Werken der ächten Künstler die keine Machwerke sind weil ihre Schöpfer mit Fingersaugern und Ohrenkratzern nicht viel gemein haben verhält es sich so, und was meine eigenen Werke betrifft darf ich fragen: habe ich sie erschaffen oder sie mich? Diesen Gedanken formulierte ich mit 24 während einer Auseinandersetzung mit dem Nachlass von Friedrich Nietzsche zum erstenmal so: „Resultat also: die Welt – perspektivisch ein sich gegenseitig erschaffendes Gebilde von Wesen“.
En Meso täs Platejas autäs kai tu Potamu enteuthen kai ekejthen Xylon Zoäs poiun Karpus dodeka kata Mäna hekaston apodidun ton Karpon autu kai ta Fylla tu Xylu ejs Therapejan ton Ethnon, „inmitten ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits ist der Baum des Lebens der Früchte bringt zwölf nach einem Monat je eine hingebend und die Blätter des Baumes zur Heilung der Völker“. Die Straße und der Strom der Wasser des Lebens sind eins und wo sie entspringen hörten wir schon aber wo sie hinfließen nicht und das wird uns auch nicht verraten. Ins Meer münden können sie nicht weil es ein Meer nicht mehr giebt, ihr Ziel könnte der Feuersee sein wenn er nicht mit dem neuen Jerusalem identisch wäre denn die Einheit von Feuer und Wasser ist in beiden verwirklicht. Bei dem See der aus Feuer und dem Göttlichen brennt besagt dies schon der Name und beim neuen Jerusalem ist es die Verbindung der Wasser des Lebens mit dem Licht das stets einem brennenden Feuer sein Dasein verdankt. Wenn das neue Jerusalem der wiedergefundene Gan Edän ist, der Garten der Liebeswonne, der Wollust dann können wir aus dem Strom der diesem Garten entspringt vielleicht eine Antwort heraushören, lesen wir also die entsprechende Stelle noch einmal: w´Nohar joze me´Edän l´haschkoth äth haGan umischom jipored w´hajoh l´arbojm Roschim – „und ein Strom geht aus der Wonne hervor um den Garten zu tränken und von dort aus zerteilt er sich und wird zu vier Häuptern“ – Schem ho´ächad Pischon hu hassowew äth kol Äräz haChawilah aschär schom haSohaw – „der Name des einen (des einzigen) ist Pischon, er umkreist das ganze Land Chawilah dort wo das Gold ist“ – w´Sohaw ha´Oräz hahi tow schom haB´dolach w´Äwän haSchoham – „und das Gold dieses Landes ist gut, dort ist der Kristall und der Schoham-Stein“ – w´Schem haNohar hascheni Gichon hu hassowiw äth kol Äräz Kusch – „und der Name des zweiten ist Gichon er umkreist das ganze Land Kusch“ – w´haNohar haschlischi Chidäkäl hu haholech Kidmath Aschur w´haNohar harwi´i hu Frath – „und der dritte Strom das ist der Chidäkäl der geht östlich von Aschur und der vierte Strom das ist der Frath“.

Im 18. Band meiner Werke habe ich einen ersten unbeholfenen Versuch unternommen die rätselhaften Namen der vier Ströme, der drei Länder und des Steines zu deuten worauf ich nicht zurückgreifen will, weil es mir hier nur um die Fließrichtung geht. Auffällig ist der Gegensatz zwischen den ersten zwei Strömen die ihre jeweilige Erde umkreisen und den letzten zwei von denen dies nicht gesagt wird. Die ersten zwei Ströme repräsentieren die zyklisch in sich kreisende Zeit wie sie im Wechsel von Tag und Nacht und der Aufeinanderfolge der vier Jahreszeiten mit ihren Vegetationsperioden in Erscheinung tritt und die zwei letzten die linear ablaufende und sich in keinem Augenblick wiederholende Zeit wie sie dem Leben von der Zeugung und der Geburt bis zum Tod und zum Zerfall des Körpers entspricht. Während der längsten Zeiträume der menschlichen Geschichte dürfte die zyklische Auffassung der Zeit vorgeherrscht haben unter die auch die lineare subsumiert wurde da der Wechsel der Generationen innerhalb der Menschheit wie der Wechsel der Generationen in der Flora und Fauna, in der Pflanzen- und Tierwelt empfunden wurde. Die Schneeglöckchen, Märzenbecher, Gänseblümchen, Erd- und Himbeeren etcetera schienen dieselben wie die im Vorjahr zu sein und das galt auch für die Käfer, Bienen, Würmer und Mücken und allen die sich im Herbst zurückzogen um im Frühling erneut aufzutauchen. Bei den „höheren“ Tieren hätte das gleichzeitige Vorhandensein von mindestens zwei Generationen, den Ältern und Kindern, diese Auffassung stören können, aber sahen die jungen Füchse, Wölfe, Bären, Raben und Schwalben nicht genauso aus wie ihre Groß- und Urgroßeltern und waren sie demzufolge nicht deren Wiedergeburten? Die Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen fielen bei den Wildtieren nicht ins Gewicht, was sich erst änderte bei den Menschen und in deren Dunstkreis auch bei den Haustieren. Doch war man vom zyklischen Charakter der Zeit noch sehr lang überzeugt, sprachen für ihn doch sogar die regelmäßigen und berechenbaren Bahnen der Himmelskörper. Die Sitte den neugeborenen Kindern die Namen von verstorbenen Verwandten zu geben hat erst vor kurzem ein Ende genommen und bezeugt die tiefverwurzelte Vorstellung jener Verstorbene hätte sich in dem Geborenen wiederverkörpert. Das ewige Geborenwerden und Sterben war in die Natur eingebettet und dies erklärt warum die früheren Völker bemerkenswert wenig oder überhaupt keine Angst vor dem Tod gekannt haben, sie glaubten ja, danach wiedergeboren zu werden wie sie zu Lebzeiten aus dem Schlafe erwachten.

Zum Fluch wurde dieser Glaube erst durch die Erfahrung der zuvor unvorstellbaren Leiden welche die Zivilisation mit sich brachte, und so entstand das Bedürfnis dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten durch den Eintritt in das Nirwana zu entkommen, wofür allerlei Regeln und zu beachtende Vorschriften aufgestellt wurden. Die Auffassung der Zeit als einer in jedem Augenblick unvergleichlichen und unwiederholbaren Qualität war zwar auch schon immer vorhanden, sie verstärkte sich aber mit der Beobachtung der Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit jedes Individuums, was eine Verfeinerung der Wahrnehmung voraussetzt denn nur beim genauen Hinschauen sind keine zwei Blätter desselben Baumes vollständig gleich. Mit dem Bewusstsein der Unwiederbringlichkeit jeder Person und jeden Moments veränderte sich die Idee vom Totenreich oder Jenseits das zuvor eine bloße Spiegelung oder Wiederholung des Diesseits gewesen ist -- man denke an die „ewigen Jagdgründe“ der Indianer oder an die Grabbeigaben mit deren Hilfe die Verstorbenen je nachdem welchen Luxus sie gewohnt waren ihr bisheriges Leben fortsetzen konnten. Das Jenseits wurde zu einer im wahrsten Sinne des Wortes todtraurigen Sache wie wir bei der Besprechung der Wörter Sche´ol und Hadäs gesehen haben. Im Zuge der Entwertung des hiesigen Lebens als Folge der unermesslichen Leiden hat sich die Vorstellung vom Jenseits worin man nun die Erlösung der gemarterten Seelen aus dem Jammertal sah umgekehrt. Und trotz aller Unterschiede zwischen den westlichen und den östlichen Mentalitäten findet sich eine frappierende Ähnlichkeit ihrer Heilslehren weil sie auf derselben Grundlage beruhen, auf der Erfahrung der Greuel und Misshandlungen welche die Menschen einander zufügen. Der Zutritt zum Nirwana respektive zum Himmelreich wird nur denen gestattet die eine für alle gleich gültige Norm, genannt das Gesetz oder das Dharma oder sonstwas erfüllt haben, wodurch aber die Einzigartigkeit jedes Einzelnen verleugnet wird und verloren geht.

Die zyklische und die lineare Zeit können als weiblich und männlich aufgefasst werden, zusammen sind sie die Spirale in der sich die Erde um die Sonne herumdreht weil diese im Zentrum ihres Planetensystems nicht stillsteht sondern sich um ein anderes Zentrum bewegt, und dieses bewegt sich wiederum um ein anderes -- ad infinitum. Das lässt sich vergleichen mit dem neugeborenen Kind für das sich so wie die Erde sich um sich selbst dreht alles um sich und seine Bedürfnisse dreht, zugleich aber auch um die Personen die es umgeben, die so genannte Familie die sich als Teil einer größeren Gruppierung, der Sippschaft oder dem Stand darum dreht; und das geht hinauf bis zum Staat und den Interaktionen der Staaten und bis zum Weltstaat –ad finitum. Diese Gebilde sind alle von Dämonen durchsetzt und deren Hierarchie endet beim „Gehirn der Gehirne“, bei dem obersten Dämon der allein heilig sein will und die Anbetung seiner Anbeter genießt. Mit dem nüchternen Blick eines erfahrenen Arztes hat Friedrich Nietzsche die Diagnose gestellt: dieser Gott ist gestorben, auch wenn es die meisten nicht glauben und allerlei Wiederbelebungsversuche veranstalten. „Das Alte, vergangen ist es, und es soll nie mehr über unsere Herzen aufsteigen“, so rufen ihnen die Erlösten zu, „auch dann nicht wenn wir es reflektieren.“



Gleichsam wiedergeboren ist das dem Kind Angeborene, die Leibesfunktionen mit den Reflexen, die Morfologie der Organe, die allen Menschen gemeinsame Grundausstattung und die den verschiedenen Rassen eigenen Merkmale wie Hautfarbe, Augen- und Kopfform undsoweiter. Das wäre dem Zyklischen zuzuordnen, das Schicksal des jeweiligen Ich steht demgegenüber auf einem anderen Blatt, und für dieses Ich ist nicht nur die Aussen- sondern auch die Innenwelt zunächst unbegreiflich und fremd und zwar gleichermaßen unbegreiflich und fremd wie es auch sich selber ist. Erst ganz allmählich lernt es sich und sie kennen und auseinanderzuhalten, und mit seinem Bruchstück der Welt hat es sich zu begnügen. Mit den Ähnlichkeiten und Unterschieden seiner Person im Vergleich zu anderen Personen hat es sich zu befassen und seinen Herrschaftsbereich abzustecken, das Gebiet in dem sein Wille regiert. Es ist die Inkarnation einer ehemals unbeschränkt waltenden Gottheit die sich geworfen sieht in die Fesseln des Fleisches und gegen ihr Los aufbegehrt wobei sie zu den Mitteln fantastischer Techniken greift um ihren verlorenen Status zu retten. Der Misserfolg kann zur Versteifung, zur trotzigen Verhärtung führen mit dem Ziel den Widerstand der Materie und der Umstände gewaltsam zu brechen, aber auch zu der Einsicht dass der göttliche Status eine aufzugebende Illusion und der eigentliche Sinn der Geburt in diese Welt die Hingabe an die Verwandlung ist die das Leben dort mit sich bringt.
W´haNohar haschlischi Chidäkäl hu haholech Kidmath Aschur w´haNohar harwi´i hu Frath, „und der dritte Strom das ist der Chidäkäl der geht östlich von Aschur und der vierte Strom das ist der Frath“. Aschur (1-300-6-200) ist nicht nur Assyrien sondern auch die Glückseeligkeit und die Wendung Kidmath Aschur erinnert an das was von Kajn nach dessen Brudermord ausgesagt wird: wajeze Kajn miliFnej Jehowuah wajeschäw b´Äräz Nod Kidmath Edän, „und Kajn ging fort vom Antlitz des Herrn und wohnte im Land der Haltlosigkeit östlich von Edän“. Kidmath Aschur, „östlich der Glückseeligkeit“, und Kidmath Edän, „östlich der Wonne“, das ist in etwa dasselbe -- und aus dem Osten oder der Vorzeit hatte das Unglück der Götter den Garten Edän gepflanzt -- wajta Jehowuah Älohim Gan b´Edän miKädäm. Chidäkäl (8-4-100-30), der Name des dritten Flusses, ist Chad Kol gelesen das Rätsel der Stimme, und eine geheimnisvolle zunächst unverständliche Stimme begegnet dem Ich von innen und aussen, rätselhaft sind ihre Worte. Wollen sie uns hier vielleicht sagen dass die Wonne und die Glückseeligkeit nach denen wir unentwegt suchen in ihrem Verlust zu finden sind? Dem vierten Strom ist kein Land, keine Erde mehr zugeordnet, der Frath (80-200-400) scheint im Nichts zu zerfließen, und genauso zerrinnt uns jede Hoffnung auf ein beständiges irdisches Glück in den Händen. Und doch ist die Zahl des Frath das Zehnfache von Chajm (8-10-10-40), dem Leben im Diesseits und Jenseits, und seine Wurzel ist Par (80-200), Fruchtbar-Werden und -Sein. Sollte die Frucht die uns stärkt und erfrischt aus dem Nichts hervorkommen, aus der Negation jeder Vorstellung die wir uns davon machen? Für diese Annahme spricht die Assoziation der vier Ströme aus dem Gan Edän mit den vier Zeitaltern, dem goldenen, dem silbernen, dem kupfernen und dem eisernen in deren Abfolge die Zustände immer unerträglicher werden.
En Meso täs Platejas autäs kai tu Potamu enteuthen kai ekejthen Xylon Zoäs poiun Karpus dodeka, kata Mäna hekaston apodidun ton Karpon autu kai ta Fylla tu Xylu ejs Therapejan ton Ethnon, „inmitten ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits ist der Baum des Lebens der Früchte bringt zwölf nach einem Monat je eine hingebend und die Blätter des Baumes zur Heilung der Völker“. Die dem Ursprung von allem Werden und Vergehen entspringende Quelle der Wasser des Lebens ergießt sich in keine bestimmbare Richtung, ihre Strömung fließt in den Baum des Lebens hinein der in ihrer Mitte sowie diesseits und jenseits davon ist, ein dem Verstand unauflösbares Rätsel. Mit jedem Neu- oder Vollmond, zwölfmal im Jahr bringt dieser Baum seine Frucht und das Dreizehnte ist er selber beziehungsweise sein Laubwerk, seine Blätter, Olim (70-30-10-40) auf hebräisch. Olah (70-30-5) heisst Hinaufsteigen und Oläh, genauso geschrieben, ist das Blatt, das sich dem Licht entgegenreckt um es in sich aufzunehmen und seine Energie in Substanz zu verwandeln. Olim, die Blätter, sind die aus den Niederungen und der Plattheit sich Erhebenden und zum Licht Hinaufsteigenden die endlich von dem Fluch erlöst werden anderes Leben töten zu müssen um zu überleben -- von Luft und Liebe werden sie leben wie es heute noch so spöttisch von den Liebenden gesagt wird die alles ausser dem Einen, dem so schmerzlich Vermissten vergessen und in ihrem Liebeskummer verschmachten. Die Zwölf trägt zur Genesung nichts bei, ihr Rahmen muss aufgesprengt werden und was wir die Frucht unserer Bemühungen nennen hilft uns nicht weiter.

Jochanan behauptet die Blätter des Baumes des Lebens seien zur Heilung der Gojm bestimmt, und damit sagt er auch aus dass diese nicht als Gesunde in das neue Jerusalem kommen sondern als Kranke, Leidende, Schwache. Kai hoi Grammatejs ton Farisaion idontes hoti esthiej meta ton Hamartolon kai Telonon elegon tois Mathäton autu hoti meta ton Telonon kai Hamartolon esthiej – „als die Schriftgelehrten der Farisäer sahen dass er aß mit den Sündern und mit den Steuereintreibern (den Hurenböcken), da sagten sie zu seinen Schülern dass er mit den Steuereintreibern (diesen Hurenböcken) und Sündern äße“ – kai akusas ho Jäsus legej autois: u chrejan echusin hoi Is´chyontes Jatru all hoi Kakos echontes, uk elthon kalesai Dikaius alla Hamartolos – „und als Jesus es hörte sagte er ihnen: die Gesunden brauchen keinen Arzt aber die Kranken, ich bin nicht gekommen Gerechte sondern Sünder zu rufen“ -- so heisst es im Evangelium nach Markus; und die schon vernommene Strofe aus dem Lied des Moschäh sei hier wiederholt: r´u athoh ki ani ani hu wejn Älohim imodi ani amith wa´achajäh mochazthi wa´ani är´po wejn mi´Jadi mazil, „seht es jetzt ein dass ich ja ich er bin und kein Älohim mir standhält, ich selber töte und ich belebe, ich verwunde und ich heile (die Wunde) und nichts entkommt meiner Hand“. Im Buch Exodus sagt Moschäh: im schamoa thischma l´Kol Jehowuah Älohäjcho w´ha´Joschar b´Ejnajo tha´assäh w´ha´asantho l´Mizwothajo w´schomartho kol Chukajo kol haMachaloh aschär ssamthi b´Mizrajm lo ossim oläjcho ki ani Jehowuah Rof´ächo, „wenn du hörend hörst auf die Stimme des Unglücks deiner Götter und das in seinen Augen Ehrliche tust und seinen Empfehlungen lauschst und ganz seine Prägung bewahrst werde ich jede Krankheit die ich in Mizrajm auferlegt habe nicht auf dich legen denn ich bin das Unglück, dein Heiler (dein Arzt)“. Moschäh identifiziert sich hier mit dem „Herrn“, doch kann desungeachtet die Heikraft bei demjenigen nicht wirksam werden dem keine Krankheit auferlegt ist, genauso wenig wie jemand der des Paradieses nicht verlustig ging es jemals aufzufinden vermöchte. Bevor wir vom göttlichen Arzt geheilt werden können haben wir einzusehen dass wir heillos sind und dass Krankheit, Verlust, Tod und Verwundung nötig sind um die wahre Gesundheit, den wahren Gewinn, das wahre Leben und die wahre Heilung zu schätzen. Und wer sich für stark und mächtig hält und das Heil zu besitzen vermeint der verfehlt es.



Therapeja bedeutet nicht nur Heilung sondern auch Dienen, Bedienung, Aufwartung, Tätigkeit, Besorgung, Gefälligkeit, Aufmerksamkeit, rücksichtsvolle Behandlung, Ehrerbietung, Hochachtung, Huldigung; das zugehörige Verb Therapeuo heisst Diener Sein, Aufwarten, Dienen, zu Diensten Sein, freundlich oder sorgsam Behandeln, eine Aufmerksamkeit oder Gefälligkeit Erweisen, zuvorkommend und rücksichtsvoll Sein, Ehren, Verehren, Beachten, Heilen und Pflegen, aber auch jemanden zu gewinnen Suchen, um jemandes Gunst Buhlen, jemandem Ergeben-Sein, Huldigen, Schmeicheln. Von den 43 Stellen an denen es im neuen Testament vorkommt finden sich zwei in der Apokalypsis und beide handeln von der tödlichen Wunde der Bestie die geheilt oder gepflegt wird: kai hä Plägä tu Thanatu autu etherapeuthä, „und die Wunde ihres Todes wurde geheilt“ – kai poiej tän Gän kai tus en autä Katoikuntas hina proskynäsusin to Thärion to proton hu etherapeuthä hä Plägä tu Thanatu autu, „und sie (die zweite Bestie, die vom Land, der Lügenprofet) bewirkte dass die Erde und die in ihr Wohnenden die erste Bestie (die aus dem Meer) deren Wunde des Todes geheilt worden war anbeteten“. Wenn wir für Heilen andere Übertragungen von Therapeuo einsetzen dann heisst dies dass die Wunde des Todes der Bestie gepflegt wird, beachtet, bewundert, verehrt, dass man ihr huldigt, ihr schmeichelt, um ihre Gunst buhlt. Und genau das ist mit den Todeswunden des Christus geschehen dem der Tod angeblich genausowenig wie dem Ungeheuer etwas anhaben konnte. Bei seinem totalen Reinfall in Nazareth wo seine „Wunderkräfte“ versagen weil ihm niemand entgegegenkommt äussert Jesus: pantos erejte moi tän Parabolän Jatre therapeuson seauton, „ihr sagt alle das Sprichwort zu mir: Arzt heile dich selbst“. Und als er gekreuzigt wurde weil er keine Wunder mehr tat bekommen wir zu hören: kai hejstäkej ho Laos theoron exemykterizon de kai hoi Archontes legontes: allus esosen sosato heauton ej hutos ho Christos tu The´u ho Eklektos, „und das Volk stand herum und sah zu, es höhnten auch die Führer und sagten: andere hat er gerettet (andere hat er geheilt), er rette sich selbst (er heile sich selbst), wenn dieser der Christus des Gottes sein soll, der Auserwählte“ – enepaizan de auto kai hoi Stratiotai proserchomenoi Oxos prosferontes auto kai legontes: ej sy ej ho Basileus ton Judaion soson seauton, „auch die Soldaten machten sich über ihn lustig indem sie herantraten ihm Essig brachten und sagten: wenn du der König der Juden bist rette dich selbst (heile dich selbst).“
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